RSS Verzeichnis RSS FEED Uni Würzburg: Neuigkeiten
BILDUNG / UNIVERSITäTEN / Uni Würzburg: Neuigkeiten
RSS NEWSFEED INFOS

Feed Titel:
Uni Würzburg: Neuigkeiten
Feed Beschreibung:
Aktuelle Nachrichten
Anbieter Webseite:
http://www.uni-wuerzburg.de/
RSS Feed abonnieren:
http://www.uni-wuerzburg.de/index.php?id=1334&type=100

Chlamydien: Wie Bakterien das Ruder übernehmen

Damit Chlamydien in menschlichen Zellen überleben können, müssen sie jede Menge Tricks anwenden. Forscher der Uni Würzburg haben jetzt neue Mechanismen entdeckt.Wenn das Bakterium Chlamydia trachomatis eine menschliche Zelle befällt, steht es vor einer großen Aufgabe: Es muss verhindern, dass die Zelle Abwehrreaktionen oder den programmierten Zelltod einleitet und damit die Vermehrung und Verbreitung der Krankheitserreger im Körper stoppt. Weil ihm außerdem zahlreiche Stoffwechselprozesse fehlen oder nur in Bruchstücken vorhanden sind, ist es darauf angewiesen, dass es von der Wirtszelle mit den notwendigen Nährstoffen dauerhaft versorgt wird. Wie es das Bakterium schafft, von der Zelle unerkannt zu bleiben und diese am Leben zu erhalten und für sich arbeiten zu lassen, steht im Mittelpunkt weltweiter Forschungsprojekte. Wissenschaftler der Universität Würzburg haben jetzt neue Details dieser Prozesse entschlüsselt. Die Forscher konnten Mechanismen aufzeigen, durch welche Chlamydia trachomatis bestimmte Proteine in der Zelle anreichert oder auf die Energielieferanten der Zelle, die Mitochondrien, einwirkt und damit die Zellen am Selbstmord hindert. Diese Mechanismen sind außerdem wichtig um die Bakterien vor der Erkennung des zelleigenen Abwehrsystems zu schützen. Die Ergebnisse ihrer Arbeit stellen die Forscher in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschriften Journal of Cell Biology sowie eLife vor. Die Rolle der Mitochondrien Verantwortlich für diese Studie war Professor Thomas Rudel, Inhaber des Lehrstuhls für Mikrobiologie an der Universität Würzburg. Rudel und seine Mitarbeiter konnten bereits vor drei Jahren zeigen, dass Chlamydien in den von ihnen befallenen Zellen das Tumorsupressor-Protein p53 außer Kraft setzen und einen Prozess starten, in dessen Folge Schäden am Erbgut repariert werden, die eine Folge der Chlamydien-Infektion sind. Mit der Blockade von p53 verhindern die Bakterien, dass die Zelle sich im Extremfall selbst außer Gefecht setzt; sie gewinnen so Zeit für die eigene Vermehrung. In ihrer neuen Studie haben die Mikrobiologen einen genaueren Blick auf die Mitochondrien geworfen. „Mitochondrien spielen eine...

einBLICK: Nachrichten aus der Uni

Auszeichnung: Unterfränkisches Dialektinstitut erhält Dialektpreis- International: Französischer Humboldt-Stipendiat erforscht supramolekulare Systeme - Forschung: Wie Kinder Sinnzusammenhänge herstellen Auszeichnung: Unterfränkisches Dialektinstitut erhält Dialektpreis- International: Französischer Humboldt-Stipendiat erforscht supramolekulare Systeme - Forschung: Wie Kinder Sinnzusammenhänge herstellen

Ein guter Start ins Studium

Für ihre Erstsemester bietet die Universität Würzburg in vielen Fächern spezielle Vorkurse zum besseren Start ins Studium an. Die ersten Kurse zum kommenden Sommersemester beginnen am Montag, 3. April.Vorkurse in den Geisteswissenschaften Die Philosophische Fakultät bietet in den Geisteswissenschaften Vorkurse in Anglistik, Germanistik, Romanistik, Slavistik, Geschichte und Geographie an. Am Montag, 3. April, starten die Vorkurse in der Romanistik: Vom 3. bis 21. April finden die dreiwöchigen Propädeutika Französisch, Italienisch und Spanisch statt. Diese Intensivkurse dienen vor dem eigentlichen Studienbeginn dem Erwerb erster Sprachkenntnisse (Spanisch) beziehungsweise der Verbesserung der Sprachkenntnisse (Französisch, Italienisch, Spanisch). Der Schwerpunkt der Kurse liegt auf der Vermittlung der Grammatik, da bei der Sprachausbildung für das Studium in Französisch, Italienisch und Spanisch besonderes Gewicht auf der Grammatikbeherrschung liegt. In der Anglistik wendet sich der zweiwöchige „Intensive refresher course“ ab 10. April an Studienanfänger und interessierte Studierende des Fachs Englisch, die sich in einem unteren Semester befinden, sowie an ausländische Programmstudierende. Zur Auffrischung der Russisch-Kenntnisse veranstaltet die Slavistik ab 18. April einen einwöchigen Vorkurs. „In unseren Vorkursen soll die Brücke zwischen Fachinhalten des Gymnasiums und den sprachpraktischen Zielen der Universität geschlagen werden, indem grundlegende Aspekte auch der Sprachbeherrschung wiederholt und intensiviert werden und auf zukünftige Anforderungen eingegangen wird“, so Professorin Brigitte Burrichter vom Lehrstuhl für Französische und Italienische Sprachwissenschaft. Am Montag, 3. April, beginnt in der Geographie der einwöchige Vorkurs „Geographisch denken und arbeiten – fit ins Studium“. Im Fach Geschichte reicht das Programm von Alter Geschichte (10. bis 11. April) über Mittelalterliche Geschichte (12. bis 13. April) bis hin zu Neuester Geschichte (18. bis 21. April). In der Germanistik starten am 3. April die jeweils einwöchigen Vorkurse „Grundlagen der Literaturwissenschaft“ und „Antike Mythen in der Literatur“ (jeweils 3. bis 7. April), es folgen die Kurse „Selbstorganisiertes Lernen“ und „Die Bibel für Germanisten“ (jeweils 10. bis 13....

Quantenbits in Nanodrähten

Physikern aus Würzburg, Jülich und Duisburg-Essen ist ein entscheidender Schritt bei der Entwicklung von stabilen Quantenbits mit Majorana-Teilchen gelungen. Diese bilden die Grundlage für den Bau von Quantencomputern.Majorana-Teilchen gelten als vielversprechende Kandidaten für stabile Quantenbits. Ihre Herstellung ist eine der größten Herausforderungen bei der Entwicklung eines Quantencomputers. Bereits vor knapp 80 Jahren hatte der italienischen Physiker Ettore Majorana Teilchen vorhergesagt, die zugleich ihr eigenes Antiteilchen sind. Doch erst in den letzten Jahren gelang es, die Existenz dieser Majoranas näherungsweise experimentell zu belegen. Hinweis auf neuartigen Kopplungsmechanismus Experimentatoren des Forschungszentrums Jülich und der Universität Duisburg-Essen ist nun gemeinsam mit Theoretikern der Julius-Maximilians-Universität Würzburg mit einem bahnbrechenden Experiment ein entscheidender Schritt gelungen, um Majorana-Teilchen kontrollierter herzustellen. In einem sogenannten Halbleiternanodraht haben sie Hinweise auf einen neuartigen Kopplungsmechanismus und eine starke Spin-Bahn-Kopplung entdeckt. Letztere gilt als wichtige Voraussetzung, um Quantenbits mithilfe von Majorana-Teilchen in Nanodrähten zu erzeugen. In der neuen Ausgabe der Fachzeitschrift Nature Physics stellen die Wissenschaftler die Ergebnisse ihrer Arbeit vor. Nanodrähte sind extrem dünne Halbleiterstrukturen, in denen die Bewegung der Elektronen auf eine Raumrichtung beschränkt ist. Bei tiefen Temperaturen lassen sich die Elektronen darin kollektiv anregen. Ähnlich wie in einer Welle nehmen sie dann voneinander abhängige Zustände ein. Doch das allein reicht nicht aus: „Um in einem derartigen System Majorana-Teilchen zu erzeugen, wird ein spezielles Halbleitermaterial mit starker Spin-Bahn-Kopplung benötigt – in dem also die Bewegungsrichtung der Elektronen stark an ihren Spin gekoppelt ist“, erklärt Professor Björn Trauzettel, Inhaber des Lehrstuhls für Theoretische Physik IV an der Universität Würzburg. Der Spin bestimmt die Bewegungsrichtung Durch das Anlegen eines äußeren Magnetfelds könne in diesem Material ein Zustand hervorgerufen werden, in dem sich Elektronen mit einer Spinorientierung in die eine und solche mit der entgegengesetzten Spinorientierung in die andere Richtung bewegen, so Trauzettel weiter. Ein solcher Zustand gehe – theoretisch – mit...

Der Traum von einer besseren Welt

Knapp 2.600 ausländische Studierende sind an der Universität Würzburg eingeschrieben. Jura-Student Shama Busha Pongo aus dem Kongo ist seit vier Jahren hier und hat klare Ziele für die Zukunft.Sein Heimatland verbessern wollen: Mit diesem Wunsch kommen sicher nur sehr wenige Studierende an die Uni Würzburg. Shama Busha Pongo ist einer von ihnen. Der gebürtige Kongolese studiert Europäisches Recht an der Juristischen Fakultät in der Domerschulstraße. Nach Master-Studium und Promotion will er zurück in den Kongo, um an seiner Heimatuniversität in Kinshasa als Professor zu unterrichten. Bereits im Kongo Jura studiert Shama ist schon seit vier Jahren in Deutschland. Als er 2013 nach Würzburg kam, widmete er die ersten zwei Semester seines Studiums der deutschen Sprache. Aufgrund des hohen Niveaus der wissenschaftlichen Sprache sei der Einstieg ins Masterstudium sehr schwer für ihn gewesen. Trotzdem habe er seine erste Klausur auf Anhieb bestanden. „Das hat mir viel Mut und Motivation gegeben“, erinnert sich der 30-Jährige. An seiner Heimatuniversität in Kinshasa hat Shama bereits fünf Jahre Jura studiert und einen Abschluss gemacht. Zuvor hatte er ein Gymnasium mit Latein und Philosophie als Schwerpunkt besucht. Würzburg lernte er schon während seines Studiums im Kongo kennen – im Jahr 2010 begleitete er einen Professor für drei Wochen an die Würzburger Universität. Mit Stipendium nach Würzburg Seit 2009 besteht eine Partnerschaft zwischen der Universität Kinshasa und der Universität Würzburg. Shama hat aktiv an der Entstehung der Kooperation mitgearbeitet. Aufgrund seines Engagements wurde ihm dann ein Stipendium an der Partner-Uni in Würzburg angeboten. „Für ein Studium nach Deutschland zu kommen, war ein Sprung ins Unbekannte. Eine Entscheidung, die ich bis heute nicht bereue“, sagt der Jura-Student. „Durch den Anpassungsprozess habe ich vieles gelernt. Ein Stück der deutschen Mentalität und Zielstrebigkeit möchte ich mit zurück in meine Heimat nehmen und an die junge Generation weitergeben.“ Für die ersten...

Wie Zellen sich vor gefährlichen Stoffen schützen

Wissenschaftler der Uni Würzburg haben neue Erkenntnisse zur Abfallbeseitigung in tierischen Zellen veröffentlicht. Diese könnten helfen, die molekularen Mechanismen hinter Autoimmunkrankheiten zu verstehen.Tierische Zellen entwickelten im Laufe der Evolution Strategien, um unerwünschte Fremdkörper abzubauen. Auf diese Weise beseitigen sie nicht nur eindringende Krankheitserreger, sondern auch abgestorbene Zellen und Zellfragmente. Ist die Abfallbeseitigung in Zellen gestört, kann das zu Überreaktionen des Immunsystems und zur Ausbildung von Autoimmunerkrankungen wie Lupus führen, der unter anderem Rötungen der Haut hervorruft. Mittelkörper untersucht Wissenschaftler vom Rudolf-Virchow-Zentrum für Experimentelle Biomedizin der Universität Würzburg untersuchten nun ganz bestimmte Zellfragmente: die Überreste des Mittelkörpers. Der Mittelkörper ist eine Übergangsstruktur, die am Ende jeder Zellteilung entsteht und das letzte Verbindungsstück zwischen den Tochterzellen darstellt. Nach der Zellteilung wird der Mittelkörper entweder an eine der Tochterzellen vererbt oder an die Umgebung abgegeben. In jedem Fall muss er jedoch bald abgebaut werden, da der Mittelkörper sonst weitere Auswirkungen auf die Zellen haben kann. Bisher offene Fragen geklärt "Es ist bekannt, dass Überreste des Mittelkörpers die Polarität und das Schicksal von Zellen beeinflussen“, erklärt Dr. Ahmad Fazeli, Erstautor der beiden Studien. Krebszellen beispielsweise würden die Mittelkörper anreichern, was zu vermehrtem Wachstum führen könne. "Offen war die Frage, wie Zellen normalerweise die Beseitigung oder den Abbau des Mittelkörpers kontrollieren", so Fazeli weiter. Bisherige Studien seien bislang von zwei möglichen Szenarien ausgegangen: Entweder verbleibt der Mittelkörper in einer der Tochterzellen und wird durch Autophagie, den Abbau zelleigener Bestandteile, verdaut. Oder er wird zunächst von beiden Tochterzellen an die Umgebung abgegeben und später von einer Zelle über Phagozytose, also über die Aufnahme und den Abbau von Fremdkörpern verarbeitet. Mit ihren neuen Studien konnten die Wissenschaftler beide möglichen Szenarien in einem Modell in Einklang bringen, wie sie in den Fachzeitschriften Journal of Cell Science und Communicative & Integrative Biology berichten. Proteine arbeiten zusammen Das Team um...