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Uni Würzburg: Neuigkeiten
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Zwei Millionen für neues Forschungsprojekt

Digitale Geschäftsmodelle für kleine und mittlere Unternehmen zu entwickeln: Das ist das Ziel eines neuen Forschungsprojekts an der Uni Würzburg. Die EU fördert das Projekt aus ihrem Fonds für regionale Entwicklung.Einen Förderbescheid über einen Zuschuss in Höhe von rund zwei Millionen Euro hat Bernd Sibler, Staatssekretär im bayerischen Wissenschaftsministerium, an den Präsidenten der Universität Würzburg, Professor Alfred Forchel, überreicht – verbunden mit den besten Wünschen von Wissenschaftsminister Ludwig Spaenle. "Ich bin stolz und froh, dass ich der Universität Würzburg diesen Scheck übergeben darf", sagte Sibler am Mittwoch in Würzburg. Das Geld kommt aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und fließt in das Projekt „Individualisierung digital“. Dessen Ziel ist es, neue Prozesse zur Digitalisierung von Geschäftsabläufen für kleine und mittlere Unternehmen zu entwickeln und mögliche Verbesserungen an bestehenden Geschäftsmodellen aufzuzeigen beziehungsweise Möglichkeiten für neue Geschäftsmodelle zu identifizieren. Die Universitätsleitung hat die Antragstellung und die Vernetzung mit Unternehmen in der Region in Zusammenarbeit mit den Landkreisen aktiv begleitet und unterstützt. Bestehende Unternehmenskooperationen wurden zudem über das Servicezentrum SFT im Projekt eingebunden sowie neue Kooperationen zu Unternehmen insbesondere der Regionen Bad Neustadt, Bad Kissingen und Haßfurt hinzugewonnen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf dem produzierenden Gewerbe. Die veranschlagten Gesamtkosten für dieses Projekt bis zum geplanten Abschluss Ende 2020 betragen rund vier Millionen Euro. Die Zuschusshöhe liegt somit bei 50 Prozent. Die Kofinanzierung wird über die Projektpartner eingebracht. Beteiligte aus Wirtschaft, Recht und Psychologie Sprecher des Projekts ist Professor Axel Winkelmann, Inhaber des Lehrstuhls für Betriebswirtschaftslehre und Wirtschaftsinformatik. Weitere Beteiligte an der Universität Würzburg sind die Professoren Frédéric Thiesse (Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik und Systementwicklung), Olaf Sosnitza (Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Handelsrecht, Gewerblichen Rechtsschutz und Urheberrecht), Eckhard Pache (Lehrstuhl für Staatsrecht, Völkerrecht, Internationales Wirtschaftsrecht und Wirtschaftsverwaltungsrecht), Tanja Bipp (Professur für Arbeits- Betriebs- und Organisationspsychologie) und Johannes Hewig (Professur für differentielle Psychologie, Persönlichkeitspsychologie...

Motiviert durch Bestrafung

Strafe soll in der Regel unerwünschtes Verhalten unterbinden. Tatsächlich kann Bestrafung aber auch erleichternd bis motivierend sein. Das haben Forscher am Institut für Psychologie der Uni Würzburg herausgefunden. Wenn Eltern ihren Kindern ein bestimmtes Verhalten abgewöhnen wollen, dann schimpfen sie. Von dieser Maßnahme erhoffen sie sich, dass ihr Sprössling die unerwünschten Angewohnheiten unterlässt. Das Paradoxe an dieser Art der Bestrafung: Sie kann die gegenteilige Wirkung haben. Herausgefunden hat das Professor Andreas Eder am Institut für Allgemeine Psychologie der Universität Würzburg im Rahmen einer Forschungsarbeit. Die Ergebnisse hat er jetzt im „Journal of Experimental Psychology: General“ veröffentlicht. Stromstöße als Bestrafung Worum ging es genau? Das Team um den Projektleiter Eder stellte Probanden vor eine simple Aufgabe. Auf einem Bildschirm blinkte eine Zahl auf. „Die Teilnehmer sollten entscheiden, ob diese größer oder kleiner als fünf ist“, sagt der Wissenschaftler. Ihre Entscheidung mussten sie per Tastendruck mitteilen: Die linke Taste hatte den Wert eins bis vier, die rechte Taste stand für sechs bis neun. Zuvor hatten die Versuchsteilnehmer aber etwas gelernt: Beim Druck auf eine der beiden Tasten erlitten sie einen leicht schmerzhaften elektrischen Schlag. „Sie lernten einzuschätzen, dass es unangenehm wird, wenn sie diese Taste bedienen“, so Eder. Die Wissenschaftler gingen mit der Annahme an das Experiment, dass die Probenden die Taste mit dem Schock langsamer drücken werden. Erstaunlicherweise war genau das Gegenteil der Fall. Die Teilnehmer drückten sogar noch schneller als vorher auf den schmerzverursachenden Knopf. Ein Befund, der die Forscher stutzig machte. Bestrafung alleine reicht also nicht aus, um ein Verhalten zu unterbinden. Vermutungen haben sich nicht bestätigt Bei der Suche nach einer Erklärung lautete eine Vermutung der Wissenschaftler, dass das zügige Drücken durch gesteigerte Erregung verursacht wird. „Es hätte sein können, dass die Probanden den Schmerz schnell hinter sich bringen wollen. Dass sie aus Angst rascher drücken würden“,...

Campuslichter am Hubland

Am Donnerstag, 29. Juni, lädt die Studierendenvertretung zum Campuslichterfest auf der Wiese hinter der Hubland-Mensa. Musik, Kunst und eine Lichter-Show starten um 18 Uhr.Am Donnerstag, 29. Juni, lädt die Studierendenvertretung zum Campuslichterfest auf der Wiese hinter der Hubland-Mensa. Musik, Kunst und eine Lichter-Show starten um 18 Uhr.

einBLICK: Nachrichten aus der Uni

Große Ausstellung über Julius Echter in renovierter Gemäldegalerie - Unibibliothek hat neues Leitsystem für Studierende - Wirtschaftsfakultät zeichnete Absolventen aus - Ein Würzburger Roboter in MittelamerikaGroße Ausstellung über Julius Echter in renovierter Gemäldegalerie - Unibibliothek hat neues Leitsystem für Studierende - Wirtschaftsfakultät zeichnete Absolventen aus - Ein Würzburger Roboter in Mittelamerika

Neues vom Erreger der Schlafkrankheit

Ein Forschungsteam der Universität Würzburg hat in den Erregern der Afrikanischen Schlafkrankheit ein interessantes Enzym entdeckt: Es dürfte ein gutes Ziel für Medikamente abgeben.Die lebensbedrohliche Afrikanische Schlafkrankheit wird von einzelligen Parasiten ausgelöst, den Trypanosomen. Ein Team am Biozentrum der Universität Würzburg erforscht die Erreger und meldet jetzt spannende Neuigkeiten: Die Trypanosomen besitzen ein bislang unbekanntes Enzym, das es beim Menschen und anderen Wirbeltieren nicht gibt. Es ist darum ein gutes Ziel für Medikamente. Dr. Susanne Kramer und ihre Arbeitsgruppe haben die neuen Erkenntnisse im Fachmagazin PLOS Pathogens veröffentlicht. „Es handelt sich um das Enzym TbALPH1“, sagt die Forscherin. „Es setzt den Abbau der Boten-RNA in Gang und ist völlig anders als die Enzyme, die diesen Prozess bei höheren Organismen einleiten.“ Die Würzburger Forscherin rechnet das Trypanosomen-Enzym zur Klasse der ApaH-artigen Phosphatasen, die von Bakterien abstammen. Diese Enzymklasse gibt es zwar nicht bei Wirbeltieren, wohl aber in anderen Tiergruppen. „Welche Funktion die Enzyme dort ausüben, weiß man bisher nicht. Darum wollen wir als nächstes untersuchen, ob ApaH-artige Phosphatasen aus anderen Organismen ebenfalls am Abbau der Boten-RNA beteiligt sind“, so Kramer. Fakten über die Schlafkrankheit Trypanosomen sind in Afrika südlich der Sahara verbreitet. Die Tse-Tse-Fliege überträgt die wurmartigen Parasiten mit ihrem Stich auf den Menschen. Pro Jahr kommt es zu 30.000 Neuinfektionen. Die Betroffenen bekommen zuerst Kopf- und Gliederschmerzen, dann stellen sich Verwirrung, Krämpfe und andere Symptome ein. Schließlich fallen die Erkrankten in einen Dämmerzustand und sterben. Impfstoffe gegen die Erreger gibt es nicht; die verfügbaren Medikamente haben teils extreme Nebenwirkungen. Bessere Mittel gegen die Krankheit sind also dringend nötig. Trypanosomen befallen nicht nur Menschen. Sie raffen auch Rinder, Ziegen und andere Nutztiere dahin und richten auf diese Weise zusätzlichen Schaden an: In manchen Gegenden Afrikas ist wegen der Trypanosomen kaum Viehhaltung möglich. The ApaH-like phosphatase TbALPH1 is the major mRNA decapping...

Rund um die Uhr aktiv und trotzdem gesund

Innere Uhren steuern den Tag-Nacht-Rhythmus vieler Lebewesen. Was aber machen die Taktgeber bei Tieren, deren Aktivitäten nicht diesem Muster folgen? Das haben Wissenschaftler der Uni Würzburg jetzt untersucht.Sammelbienen haben einen anstrengenden Job: Auf der Suche nach Nektar, Honigtau und Pollen sind sie ständig zwischen Bienenstock und Blütenwiese unterwegs. Eine innere Uhr sagt ihnen unter anderem, wann die passende Zeit dafür ist, weil Blüten sich öffnen, beziehungsweise wann es Zeit ist sich auszuruhen, weil die potenziellen Nahrungsquellen „geschlossen“ sind. Die innere Uhr hilft auch bei der Weitergabe von Informationen über gute Sammelstellen an andere Bienen. Weil sich die Tiere auf ihrem Weg am Sonnenstand orientieren, kommt die Uhr beim Berechnen der Flugstrecke zu einem späteren Zeitpunkt zum Einsatz. Einen anstrengenden Job erledigen auch Ammenbienen. Nicht, weil sie viel unterwegs sein müssten – im Gegenteil. Aufgabe der jungen Honigbienen ist es, ältere Larven mit einem Brei aus Pollen und Honig zu füttern – und das rund um die Uhr. Einem 24-Stunden-Rhythmus mit abwechselnden Ruhe- und Aktivitätsmustern folgen sie dabei nicht. Publikation in Open Biology Wie die inneren Uhren von Sammel- und Ammenbienen arbeiten, auf welche molekularen Mechanismen die Unterschiede im Verhalten zurückzuführen sind und wie das Uhren-Netzwerk der Biene aufgebaut ist: Das hat ein internationales Team von Wissenschaftlern aus Israel, Deutschland und Neuseeland untersucht. Daran beteiligt waren die Experten für das Timing bei Insekten rund um die Professorin Charlotte Helfrich-Förster, Inhaberin des Lehrstuhls für Neurobiologie und Genetik am Biozentrum der Uni Würzburg. Die Ergebnisse ihrer Arbeit haben die Forscher jetzt in der Fachzeitschrift Open Biology veröffentlicht. Störungen der inneren Uhr machen krank „Innere Uhren, die den täglichen Rhythmus steuern, sind in Tieren allgegenwärtig. Sie ermöglichen es ihnen, sich auf die Veränderungen der Umwelt vorab einzustellen, diese also zu antizipieren“, sagt Charlotte Helfrich-Förster. Wie wichtig gut funktionierende Uhren sind, zeigt sich...