RSS Verzeichnis RSS FEED Deutsche Akademie für Management
BILDUNG / WEITERBILDUNG / Deutsche Akademie für Management
RSS NEWSFEED INFOS

Feed Titel:
Deutsche Akademie für Management
Feed Beschreibung:
RSS Feed abonnieren:
http://www.akademie-management.de/c/blogs/rss?organizationId=10321

Der 6-Stunden-Tag – ein Traum, der Wirklichkeit werden könnte?

Sechs statt acht Stunden am Tag arbeiten und zwar bei gleichem Gehalt – würden Sie diesen Vorschlag ablehnen? In Schweden wurde in einem Pilotprojekt getestet, ob sich durch die Verkürzung der Arbeitszeit positive Effekte erzielen lassen. Vor allem im Pflegesektor sind die Krankenstände der Mitarbeiter hoch, die Jobs sind physisch und psychisch sehr fordernd. Mehr als ein Jahr wurde in einigen wenigen Unternehmen getestet. Die Rückmeldung der Mitarbeiter fiel positiv aus, sie konnten Verbesserungen in Bezug auf ihre Gesundheit feststellen. Die Krankenquoten fielen leicht ab. Auch die Betreuungsqualität der Patienten nahm deutlich zu. Kritiker hingegen sehen diese leicht positiven Tendenzen als zu gering an, um den wirtschaftlichen Mehraufwand zu rechtfertigen – so müssen mehr Mitarbeiter eingestellt und bezahlt werden, um die Lücken zu füllen. Machen Sie sich hier Ihr eigenes Bild über die Auswirkungen eines Sechs-Stunden-Arbeitstages: Anika Földi

Wirksam als Führungskraft? - Folge 14: Der Pygmalion-Effekt – Je mehr man erwartet, umso höher ist die Leistung.

Die zwei generellen Grundannahmen des Pygmalion-Effekts lauten: Hegen Führungskräfte hohe Erwartungen, werden Mitarbeiter wahrscheinlich Überdurchschnittliches leisten und Mitarbeiter tun oft genau das, was ihrer Ansicht nach von ihnen erwartet wird. Pygmalion war ein mythischer, cyprischer König, der sich aus Elfenbein die Statue seiner idealen Lebensgefährtin schnitzte und sich in sein Werk verliebte. Aphrodite hatte ein Einsehen und erweckte die Statue zum Leben. Vielleicht kennen Sie den Begriff aber auch im Zusammen mit dem Erfolgsmusical von George Bernhard Shaw, bei dem das Blumenmädchen Eliza Doolittle von Professor Higgings „gesellschaftsfähig“ gemacht wird. Beide Beispiele zeigen auf, worum es beim Pygmalion-Effekt geht: Um die selbsterfüllende Prophezeiung durch die Übertragung von Erwartungen auf andere. Für die praktische Umsetzung im täglichen Führungsalltag, einige Tipps und Ideen, wie Sie noch heute beginnen können, den Pygmalion-Effekt für Ihren Erfolg und den Ihrer Mitarbeiter zu nutzen: Bauen Sie hohe – aber realistische – Leistungserwartungen auf, denen Ihre Mitarbeiter dann gerecht werden können. Übertragen Sie Ihr Selbstvertrauen und die Gewissheit eigenen Könnens auf andere. Denken Sie daran: Zuwendung oder Kälte, beides ist ansteckend! Wenn Sie Ihre Mitarbeiter so behandeln, als ob diese niemals die mindeste Aussicht auf Erfolg haben … dann werden Sie genau das bekommen! Niedrige Erwartungen – zum Beispiel durch destruktive Kritik – rufen eine Verhalten hervor, das das Scheitern begünstigt. Mitarbeiter zu erkennen und zu entwickeln, das muss Ihre Maxime sein. Was Mitarbeiter von sich halten, beeinflusst auf subtile Weise auch Ihre Mitarbeiter. Trauen Sie Ihren Mitarbeitern mehr zu. Sprechen Sie mehr mit Ihren Mitarbeitern: Wenn Sie nichts sagen, wird oft vermutet, dass...

Terminanalysen in der Projektplanung

Sicherlich schütteln Sie bei neuen Meldungen über den Flughafen Berlin-Brandenburg auch den Kopf. Die geplante Eröffnung liegt bereits mehr als 5 Jahre zurück und nach mehreren Terminverschiebungen ist diese immer noch nicht wirklich in Sicht. Die Kosten für den Bau des Flughafens steigen täglich weiter und gefährden die Wirtschaftlichkeit des Projektes. Ein erfolgreiches Gegenbeispiel stellt das Olympiastadion in London von 2012 dar. Hier wurde die Projektplanung bis ins Detail durchgeführt – selbst die benötigte Zeit um Schrauben anzubringen wurde berücksichtigt und eingeplant. Durch die detaillierte Termin- und Zeitplanung wurde das Projekt wie geplant fertiggestellt und die Planungskosten wurden eingehalten. Fazit: Sicherlich muss eine Terminanalyse in einer Projektplanung nicht immer bis ins kleinstmögliche Detail gemacht werden; sie sollten aber sicherstellen, dass die Planung sicherstellt, dass zeitliche Verzögerungen möglichst ausgeschlossen und wenn möglich kompensierbar sind – vor allem weil Verzögerungen die Kosten schnell in die Höhe treiben. Elmar Stein

Wirksam als Führungskraft? - Folge 13: 5 Tipps, um Mitarbeiter zu motivieren

Ich habe Ihnen fünf Praxistipps mitgebracht, wie Sie Mitarbeiter nachhaltig motivieren können. Zeigen Sie ehrliches Interesse. Das ist der einfachste und auch effektivste Weg, andere zu ermutigen: Zeigen Sie, dass Sie sich wirklich dafür interessieren, was Ihr Mitarbeiter gemacht, erlebt oder erreicht hat. Stellen Sie Fragen, denn nichts wirkt stärker. Lassen Sie Ihren Mitarbeiter Entscheidungen treffen. Wenn Mitarbeiter eigene Entscheidungen treffen können, fühlen sie sich wichtig, kompetent und ernst genommen. Feedback ist das Frühstück der Champions. Geben Sie häufig Feedback zur geleisteten Arbeit. Bestärken und loben Sie den ersten Moment, in dem Ihr Mitarbeiter etwas gut gemacht hat. Ziele sind die Basis für Erfolg. Ihr Mitarbeiter muss smarte Ziele haben. Das heißt: Spezifisch, messbar, akzeptiert, realistisch und terminiert. Nur informierte Mitarbeiter sind motiviert. Das für Ihre Mitarbeiter relevante Wissen und die nötigen Information müssen Sie deshalb in Ihrem Unternehmen so organisieren, dass diese Ihren Mitarbeitern permanent zugänglich ist, so dass sie die Prozesse verstehen, nachvollziehen und sich aktiv einbringen können. Motivation ist ein aktiver und längerfristiger Prozess, eine Daueraufgabe für Sie als Führungskraft. Deshalb fördern Sie Ihre Mitarbeiter und entwickeln Sie diese weiter. Damit motivieren Sie sie nachhaltig und dauerhaft.

Berufsausbildung: Zeitgemäße Auswahl ist entscheidend

31 Prozent! Dieser Anteil an Ausbildungsplätzen konnte in 2016 laut dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag nicht besetzt werden. Die Gründe dafür sind vielfältig: die Zahl der Menschen, die für eine Ausbildung in Frage kommen und daran interessiert sind, nimmt aufgrund des demografischen Wandels und des zunehmenden Interesses am Studieren ab. Zudem waren die Unternehmen lange in der komfortablen Situation, sich aufgrund der Vielzahl an Bewerbungen nur die besten Kandidaten herauspicken zu können. Doch diese Zeiten sind vorbei und ein Umdenken bei den Personalern erforderlich. Es sind weniger die Schulnoten, die bei einer Selektion entscheidend sein sollten, sondern vielmehr der Leistungswille und die Sozialkompetenzen. Erfahren Sie hier mehr über die zeitgemäße Auswahl von Auszubildenden. Anika Földi

Führungserfolg durch prozedurale Gerechtigkeit

Soziale Gerechtigkeit ist in aller Munde, aber wissen Sie auch, was man unter pro­ze­du­raler Gerechtigkeit versteht und wie Sie damit Ihren Führungserfolg steigern kön­nen? Nehmen Sie bitte an, Ihr Chef erklärt Ihnen, dass er Ihr Gehalt in diesem Jahr nicht wie versprochen erhöhen wird. Wann sind Sie eher geneigt, ihm zu verzeihen? a) wenn er Ihnen knapp mitteilt, dass Sie kein zusätzliches Geld bekommen oder b) wenn er Sie in den Gehaltsfindungsprozess einbezogen hat und Sie daher wissen, dass die Firma gerade unverschuldet in einem finanziellen Engpass steckt? Sicher wäh­len Sie b). In diesem Fall würde Ihr Vorgesetzter einem Prinzip der prozeduralen Ge­rechtigkeit folgen. Diese Art der Gerechtigkeit richtet sich nicht auf das Ergebnis der Allokation von Ressourcen, sondern auf das Verfahren ihrer Verteilung und um­fasst neben der Partizipation der Betroffenen z. B. auch die Unvoreingenommenheit der Entscheidungsträger und die Korrektheit der verwendeten Informationen (vgl. Le­ven­thal 1980). Ein fairer Prozess beeinflusst Zufriedenheit, Commitment und Ver­trau­en der betroffenen Mitarbeiter sowie letztlich die Performance des Unternehmens po­si­tiv und trägt insofern zum Führungserfolg der Prozessverantwortlichen bei (vgl. Schul­te/Lehmann-Willenbrock/Kauffeld 2015). Und wie verhält sich die prozedurale zur sozialen Gerechtigkeit? Soziale Ge­rech­tigkeit als faires Verfahren der Verteilung von Chancen auf die Mitglieder einer Ge­sellschaft durch staatliche Institutionen (vgl. Liebig 2009) ist eine spezifische Form der prozeduralen Gerechtigkeit. Dr. Sabine Hertrampf Leventhal, G. S. (1980): What should be done with equity theory? New approaches to the study of fairness in social relationships. Gergen, K. J./Greenberg, M. S./Willis, R. H.: Social exchange. Advances in theory and research, New York, pp. 27-55. Liebig, S. (2009): Soziologische Anmerkungen zur Gerechtigkeit. Was ist Gerechtigkeit und wie lässt sie sich verwirklichen? Antworten eines interdisziplinären Diskurses, Roman Herzog Institut (Hrsg.), RHI-Diskussion, Nr. 11, München, S. 28-30, https://www.romanherzoginstitut.de/publikationen/detail/was-ist-gerechtigkeit-und-wie-laesst-sie-sich-verwirklichen.html [16.05.2017]. Schulte, E.-M./Lehmann-Willenbrock,...