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Ein Heidelberger Papablog aus München auf Ein Heidelberger Papablog aus München
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Der schlimmste Tag des Jahres

Vor ein paar Tagen hatten wir einen richtig beschissenen Tag. Es war der mit Abstand (sic!) blödeste Tag in unserer bisherigen Elternkarriere. So doof, so abgrundtief blöd - das glaubt uns ohnehin keiner. Das Leben schreibt eben die bizarrsten Geschichten. Es passieren einfach Dinge, die sind so abgefahren, da wirken selbst die Geschichten der RTL2 Scripted-Reality-Soaps realitätsnah. Die heutige Story nenne ich einfach mal Familie Stadtpapa und das Geheimnis der Vier Großen Kah’s. Da fehlen die Details? Ja, gut: Es geht um ein Kind, eine Kreuzung, Kotze und eine Klinik. Manchmal, da hängt eben der Haussegen nicht nur schief. Manchmal, ja da versteckt er sich im Ofenrohr und heult Das Kind und die Kotze An diesem Morgen wurde das Töchterchen schon um vier Uhr wach. Ist nervig, aber handhabbar. Ich bin aufgestanden und durfte sogar in Ruhe einen Kaffee trinken. Ich hatte sogar so gute Laune, dass ich die tollste Frau der Welt mit leckeren Waffeln zum Frühstückstisch gelockt habe. Der Plan war, zum Ikea zu fahren. Möglichst früh, wie immer, um dem Ansturm der Massen zu entgehen. Wir versuchten also, direkt um 9:30 Uhr da zu sein. Wer um vier morgens aufsteht, der schafft das ja auch locker flockig ohne große Probleme Auf der Hinfahrt begann der Tag schon langsam zu kippen. Wir haben vor einigen Tagen den Maxi Cosi durch einen neuen Kindersitz für Kleinkinder ausgetauscht. Seitdem sitzt das Töchterchen aufrecht und mag das eigentlich auch recht gerne. Nicht so an jenem Tag, denn plötzlich würgte es von hinten. Jetzt sind wir ja keine absoluten Greenhorns mehr. Ein paar Komplikationen sind wir inzwischen wirklich gewohnt. Ersatzklamotten hatten wir ja dabei. Alles kein Ding. Der Ikea Besuch lief gut, das Töchterchen macht gut mit und alles war super. Selbst die Materialien für den neuen Kinderlernturm in der...

Der Stadtpapa auf der denkst17

Das war sie also, meine erste Bloggerkonferenz. Sogar noch um die Ecke im schönen Nürnberg. Spannende Sache, muss ich schon sagen. Es tut auch wirklich verdammt gut Gleichgesinnte zu treffen. Gemeinschaftsgefühl und so. Wer hätte gedacht, dass Dani von gluckeundso eine derartig sympathische Stimme hat? Oder, dass ich mir neben Stephan von DaddyDahoam wie ein Zwerg vorkomme? Und was eine coole Socke ist der Bodehase denn bitte? Wahnsinn, mit dem muss ich dringend ein Bier trinken gehen. Der Gute kannte sogar das Kaff in dem ich meine Kindheit verbracht hatte. Richtig sympathisch fand ich auch die Misha von Mutter & Söhnchen mit ihren Tattoos. Aber ausgelacht haben sie mich alle. Alles nur, weil ich sagte: Ja, also wir haben jetzt ja die schwerste Zeit um. Die Kleine is ja jetzt schon ein Jahr alt!. Pfff, was wissen die alle schon War wirklich schön, euch alle zu treffen und mal Gesichter hinter den Fotos von Kürbnislaternen Blogs zu sehen. Dankeschön für die netten Gespräche und die herzliche Aufnahme in die Elternblogger Community! Odd Man Out Es gab aber auch spürbare Unterschiede auf der #denkst17. Unterschiede zwischen mir und anderen Bloggern. Jetzt nicht konkret zwischen der illustren Kaffee- und Eistee-Runde, die ich oben aufgezählt habe. Nein, nein - eher so allgemein gesprochen. Denn was mich tatsächlich von anderen Bloggern unterscheidet ist meine Einstellung. Ich träume nämlich ganz und gar nicht davon, mit (m)einem Blog tatsächlich meinen Lebensunterhalt zu bestreiten. Schon gar nicht davon, damit unsere kleine Familie zu ernähren. Meine Marke ist ein Mittel zum Zweck. Ein Ding, dass den Menschen dahinter versteckt. Ein ganz bewusst gewähltes Zerrbild von mir. Die Namen meiner Frau und meiner Tochter tauchen hier nicht auf. Auf diesem, meinem Papablog wird auch nie ein Bild des Gesichtes meiner Tochter, ihrer Mutter oder mir zu sehen...

Anteilseigner ziehen positive Jahresbilanz

Bilanzen werden ja bekanntlich an irgendeinem wichtigen Datum gezogen. Wir haben das erste Jahr in unserem neuen Leben als Mama und Papa nahezu um. Die Anteilseigner am Projekt Töchterchen ziehen also eine kleine Bilanz. Es war nicht immer einfach in den letzten Monaten. Umzug, Finanzplanung, Papierkram, Studium und Job waren erstaunlicherweise nicht die Themen, die mich am meisten bewegt haben. Regen auf Wolke 7 Mit der Zweisamkeit war es nach den ersten Wochen zu Ende. Es wundert mich gar nicht mehr, dass besonders viele Paare sich im ersten Lebensjahr des Babys trennen. Die tollste Frau der Welt und ich haben schon einige Abenteuer hinter uns: Zehn Monate Backpacken durch drei Kontinente. Zehn Monate in denen wir ungelogen 24 Stunden am Tag zusammen waren. Zusammen auf tagelangen Fahrten in schlecht belüfteten und heillos überfüllten indischen Zügen, zusammen in der uralten Propellermaschine der bolivianischen Luftwaffe auf 8000 Metern Höhe, zusammen im Mietwagen vor einer Nashorn-Mama im Rückwärtsgang flüchtend. Was ich damit sagen möchte: Wir kennen uns. Wir kennen uns verdammt gut und haben uns in diversen, teilweise auch extremen Situationen, schon gegenseitig erlebt. Wir waren ein echt eingespieltes Team. Auch in den fünf Jahren in unserer 2-Zimmer Studentenbude in Giesing. Und dann kam unsere Tochter zur Welt. Es ist schon eine seltsame Sache. Irgendwann zwischen der Geburt und dem vierten Lebensmonat der Kleinen hat es angefangen. Wir haben immer mehr nebeneinander hergelebt. Dieses eingespielte Team-Ding verwandelte sich still und heimlich. Urplötzlich waren wir in zwei Einzelkämpfer-Jobs angekommen. Am Ende dieser Verwandlung stand schließlich ein schnöder, langweiliger Schichtplan. Wir reden ja selbst immer von der Frühschicht und der Nachtschicht, die wir übernehmen. Der Umzug von Giesing in die Münchner Messestadt hat das nochmals ziemlich eindrucksvoll verdeutlicht. Einer war einfach immer und permanent mit unserer Kleinen beschäftigt. Vollkommen egal ob es ein normaler Tag...

Der Feind im Kinderzimmer

Um ehrlich zu sein, fühle ich mich gar nicht wohl, dieses Thema anzuschneiden. Teilweise, weil ich selbst keine Antworten parat habe. Teilweise aber auch, weil es etwas auf dieses Blog bringt, das ich gerne nicht so offen preisgeben möchte: Anhaltspunkte über meinen Beruf. Der bringt es leider mit sich, dass ich manchmal mit Dingen in Kontakt komme, die mir es eiskalt den Rücken hinunter laufen lassen. Das letzte Mal war es in den ersten Januartagen soweit. Das Video der 12-jährigen Katelyn machte die Runde. In der Regel ist es nur eine Frage der Zeit, bis solche Storys auch in meine Filter-Bubble gespült werden. Was das Video angeht, gibt es da nichts zu beschönigen. Manchmal müssen Dinge ausgesprochen werden: Das Mädchen hat ihren Selbstmord live gestreamt. Hunderte sahen zu. Danach passierte, was immer mit solchen Videos passiert. Es wurde geteilt, Millionenfach. Auf youTube hochgeladen, in Facebook geshared und über WhatsApp verschickt. Das Video wird das Internet nie wieder verlassen. Und wir reden hier nicht von irgendwelchen anonymisierten Servern im Darknet, sondern öffentlich einsehbaren Webseiten. Öffentlich einsehbar heißt aber eben auch immer eines: Suchmaschinen finden diese Dinge. Zumindest dann, wenn der Suchende sich gut genug mit dem aktuellen Internet-Slang auskennt. Dieser traurige Fall ist jedoch lange nicht der Erste. Die nicht weniger traurige Geschichte der 15 Jahre alten Amanda aus Kanada hat es schon 2012 ins kanadische Parlament geschafft. Und dann gab es da noch die gruselige Geschichte um die niederländische Mara, deren Vater ein Archiv aller Familien-Fotos mit seiner Tochter für jedermann sichtbar ins Netz geladen hatte. Leute fanden nun aber blöderweise exakt diese Familienerinnerungen. Und sie begannen damit, diese zu verbreiten. Weitere stiegen auf den Zug auf und die Sache explodierte in der Chan-Szene. Es endete damit, dass irgendwelche Verrückten bei der Schule des Mädchens auftauchten und ihr nachstellten. Links...

Babys erste Erkältung

Eigentlich war es gar nichts Wildes. Es war einfach nur eine Erkältung. Unsere Welt hat es dennoch für fast eine Woche auf den Kopf gestellt. Die schlaflosen Nächte stecken uns noch immer in den Knochen. Ein erkältetes Baby ist eigentlich nicht schlimm, sondern eher Alltag. Und trotzdem hat die erste Erkältung unseres Töchterchens das Familienleben vollständig aus den Angeln gehoben. Aber ganz der Reihe nach. Um ehrlich zu sein weiß ich gar nicht, wie es genau angefangen hat. Ein kleiner Huster hier, ein bisschen Rotz da. Alles nichts Neues, denn etwas gekränkelt hatte das Töchterchen schon einmal. Allerdings war das genau einen einzigen Tag lang. Danach war es so schnell vorbei wie es kam. Alles super damals, kein Grund zur Panik. Diesmal ging es aber nicht so schnell weg. Sondern es wuchs. Es wuchs an, zu einer richtig derben Erkältung. Ach, was sage ich … es war keine gewöhnliche Erkältung, es war eine knallharte Männergrippe, die sich unser wunderbares Kind da zugezogen hatte Erkältung und Babys So eine Rotzenase und Husten ist für Kleinkinder nichts sonderlich heftiges. Natürlich ist es unschön und nicht toll. Aber immerhin helfen da die üblichen Hausmittel wie Zitronensaft, viel Trinken, Suppe und derartiges. In den Kitas und Kindergärten der Welt ist so eine Erkältung ja eher Alltag. Diese Brutstätten der Bakterien und Viren sind ja bekanntlich der Himmel auf Erden für jeden Virologen und Immunforscher. Bei Babys aber beutetet eine Erkältung eine heftige Einschränkung. Nicht, weil sie dieses Schlappheitsgefühl ebenso wenig zu mögen scheinen, wie wir Erwachsenen. Auch nicht, weil eine Erkältung bei Babys oft direkt in eine Mittelohrentzündung übergeht. Selbst der ständige Husten ist nicht das Hauptproblem. Es ist schlicht und einfach die banalste Sache der Welt, die unser Leben mit dem kranken Baby zu einem Drahtseilakt machte: Die verfluchte verstopfe Nase. Sobald...

Liebeserklärung an Giesing

Es hat uns also doch erwischt. Seit über einem Jahr ist uns klar, dass unsere 2-Zimmer Studentenbude im Münchner Arbeiterviertel Giesing irgendwann zu klein werden würde. Jetzt krabbelt unser Töchterchen fröhlich im Kreis. Wir merken, wie ihr Bewegungsradius immer größer wird. Und unserer? Der wird immer kleiner. Schon jetzt ist ein Schreibtisch nicht mehr benutzbar. Wann immer mal Zeit wäre, ihn zu nutzen, schläft das Baby in exakt demselben Raum. Also steht mein Laptop zusammengeklappt auf dem Esstisch. Die Nähmaschine der tollsten Frau der Welt steht dort ebenfalls, wenn sie in Benutzung ist. Damit bleiben uns von 4 Plätzen am Tisch gerade noch 2 zum Essen. Fernsehen meiden wir. Nicht, weil wir notorische ZDFneo, 3sat und ARTE Zuschauer sind und immer weniger mit RTL und Pro7 anfangen können, sondern weil das Ding direkt an der Wand steht. Jener Wand, hinter der nur 10 Zentimeter weiter unsere Tochter schlummert. Zumindest ich habe den Verdacht, dass die Rigipswand nur sehr mäßig abschirmt und die Kleine davon schon mehrfach aufgewacht ist. Also meide ich die Flimmerkiste seit Monaten. Wenn ich mal etwas sehe, dann am Laptop mit Kopfhörern auf Auf solchen Luxus wie Geschirrspüler haben wir jetzt fünf Jahre verzichtet. Es hat wunderbar geklappt. Wir kochen gerne und fast täglich. Inzwischen gibt es hier auch wirklich gutes Equipment in der Küche. In die Geschirrspülmaschine darf die Eisenpfanne ohnehin nicht - sonst ginge die Patina ab und wir dürften sie wieder einbrennen. Das restliche Geschirr ist nun auch nicht so üppig und in der Regel ist in 15 Minuten alles abgewaschen und die Küche sauber. Also kein Beinbruch, so ein Leben ohne Geschirrspüler. Auch an den vierten Stock ohne Aufzug haben wir uns gewöhnt. Der Kinderwagen steht unten beim Eingang und Wasserkisten schleppen wir schon lange nicht mehr. Der Soda-Stream verrichtet seinen Dienst...