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Svenja-and-the-City
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Die dramatische Zeit ist vorüber, aber die Geschichte von Svenja-and-the-City geht weiter. Nachdem die Verwandelung von Sven zu Svenja geglückt ist, hält der Alltag neue Abenteuer für unsere Protagonistin bereit. Es wird auch weiterhin getanzt, gestöckelt und gespeist, doch auch viele neue Herausforderungen müssen gemeistert werden. Bleiben Sie dran!
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Bretonisches Intermezzo - Kommissar Pieps erster Fall

Commissaire Georges Dupin und ich haben manches gemeinsam: Unser Leibgericht ist Entrecôte, wir sind beide Polizisten, trinken zu viel Kaffee, lieben unsere Arbeit, und sind mitunter etwas eigenwillig. In diesem Sommer zieht es mich in die Bretagne, wo ich auf den Spuren des berühmten Kollegen wandeln werde. Dupin wurde nach einem kleinen Zwischenfall strafversetzt in die Bretagne, genauer ins Finistère, dem Finis Terrae, dem Ende der Erde. Der eigentliche Hauptdarsteller der Romane um Kommissar Dupin aber ist die Bretagne. Mit jeder Seite und jedem Kapitel erfahre ich neue interessante Dinge über diese offenbar einzigartige Gegend auf unserem Planeten. Als ehemaligem Pariser Großstadtpolizisten ist Dupin die Bretagne ebenso fremd wie mir. Allein seine Sekretärin Nolwenn klärt uns beide täglich über die Feinheiten der Bretagne auf: "Wussten Sie eigentlich, dass…?“In jedem der bisherigen Bände steht eine andere Eigenheit der Bretagne im Mittelpunkt. Im dritten Band, Bretonisches Gold, geht es um die Salzbauern der Bretagne, die Paludiers. Während Dupin sich durch den Fall ermittelt, sich beschießen lässt, Verfolgungsfahrten in seinem alten Citroen XM absolviert, Entrecôte isst und zu viel Kaffee trinkt, erfahre ich nebenher alles, was es über Fleur de Sel, das Salz der Bretagne zu wissen gibt. Im Grunde sind diese Krimis ein spannender Reiseführer durch die Bretagne, verpackt in einen Kriminalfall.Sämtliche im Roman vorkommenden Ortschaften, Personen und Ereignisse haben einen realen Hintergrund. So gibt es die Lieblingsbar des Kommissars in Concarneau tatsächlich und selbst den Austernzüchter und auch das Hotel in Pont Aven, wo Paul Gauguin gewohnt und gemalt hat. Pieps und ich werden alles mit eigenen Augen betrachten. Wir werden im Admiral zu Mittag essen, uns von Jean-Luc ein Entrecôte braten lassen, werden am Ufer des Aven sitzen und Austern schlürfen und quer durch die Salzgärten der Paludiers düsen.Fazit: In diesem Sommer bereisen Pieps und ich die Bretagne auf den...

POLIZEI: BITTE FOLGEN!

Am Sonntag wird mein Chef umgelegt! Zwar nicht in echt, sondern bloß im Fernsehen, aber der nächste Kieler Tatort spielt bei uns im LKA und der Dezernatsleiter Cybercrime wird ermordet. Während Borowski versucht, den Mörder zu schnappen, probiert die richtige Polizei etwas Neues: Wir werden den Tatort live auf Twitter begleiten und wann immer es passt, unseren polizeilichen Senf dazugeben: Was ist real? Was ist Kintopp? Wo übertreiben die Fernsehfritzen und wo kommen sie der Realität bereits gefährlich nahe? Für sämtliche Tweets um Cybercrime und IT-Forensik bin ich zuständig, schon weil das mein Gebiet ist, aber vielleicht auch, weil sie sonst einfach keinen gefunden haben, der Sonntagabend auf der Dienststelle sitzen und twittern will.Natürlich darf ich nicht verraten, was wir alles können, wie wir das genau machen und welche Technik wir einsetzen, aber ein paar allgemeine Tipps und Hinweise wird es geben. Wusstet ihr zum Beispiel, dass "MAMA" kein sicheres Passwort ist?Warum wir das machen? Weil Twitter für die Polizei ein wichtiger Informationskanal ist. Damit kommen wir direkt auf eurem Smartphone an: Keine Fake News, kein Stille-Post-Effekt, sondern pure Info direkt aus dem Lagezentrum der Polizei. Wenn einmal wirklich die Kacke am Dampfen ist, ein schweres Unglück geschieht, ein Terroranschlag, Amoklauf, ein Kind wird vermisst, oder einfach bloß eine wichtige Ampel ausgefallen ist, dann erreichen wir euch nirgends schneller, direkter und persönlicher, als über Twitter. Mit der Aktion #Tatort machen wir unseren Kanal bekannter und hoffen auf neue Follower, um im Fall der Fälle möglichst viele Menschen zu erreichen.Ich freu mich auf den Sonntag, darauf im Medienraum zu sitzen, Tatort zu gucken, zu twittern, Pizza zu essen, kein Bier zu trinken und natürlich auf eure Fragen und Kommentare. Aber keine Frechheiten: Ich weiß, wo euer Computer wohnt! FAQ zum #tatort Twitter F: Sehe ich das im Fernsehen? A: Nein, in...

Jahresrückblick 2016

Anfang des Jahres lässt es sich nicht länger verleugnen: Svenja geht aus dem Leim. Um ein wenig mehr Bewegung zu bekommen, kaufe ich mir ein hübsches Fahrrad und radele bei schönem Wetter damit zum Dienst. Im Februar besucht mich meine Freundin Dian aus Amerika und wir verbringen zu viert mit ihrem Freund Pat und meiner Freundin Claudia einen wunderbaren Abend im Ratskeller.Den Juni verbringe ich in Litauen, Lettland und Estland auf meiner großen Rundreise durchs Baltikum. Ich lerne drei mir völlig unbekannte neue Länder kennen, bringe viele neue Eindrücke mit nach Hause und schreibe monatelang an meinem Reisebericht.Für den September habe ich eine Tour mit dem Motorrad über die Route des Grand Alpes bis ans Mittelmeer geplant, doch zwei Tage vorher stirbt völlig unerwartet mein lieber Papa. Er war ein alter Panzeroffizier, buchstäblich ein Offizier und Gentleman und in vielem mein großes Vorbild. Als ich noch ein Kind war, sagte er: "Ein Deutscher stiehlt nicht." Damit war meine ethisch moralische Erziehung weitgehend abgeschlossen. So hatte vorher schon sein Papa ihn erzogen. Inzwischen bin ich seit fast 35 Jahren Polizistin und habe einen eigenen Blick auf die Dinge, doch dieser Satz ist mir immer in Erinnerung geblieben.Nach Papas Beerdigung bin ich völlig durcheinander und ein wenig aus der Bahn geworfen. Weil ich aber noch fast drei Wochen Urlaub habe und mein Motorrad ohnehin bereits gepackt ist, breche ich kurz entschlossen auf nach Dänemark. Ich will mir Skagen ansehen. Nirgendwo sonst lässt sich so ungestört denken und bei Bedarf in den Helm heulen, wie auf langen Strecken auf dem Motorrad.Fazit: 2016 war ein schweres Jahr, zugleich aber auch ein schönes. Der September war eine düstere Zeit, in der ich mich selbst wie von außen wahrgenommen habe, aber die Herbstreise mit Motorrad, Zelt und Schlafsack war gut für die Seele und ich habe...

Sommer im Baltikum

Was fällt einem ein, wenn man an Dänen denkt, an Holländer, oder an Amerikaner? Irgend etwas verbindet doch jeder mit fremden Nationen. Bei mir sind es Smørrebrød, Strand und Gemütlichkeit, bzw. Fahrräder, Käse und Fußball, oder Pickup Trucks, Waffen und die endlose Prairie.Doch woran denke ich bei Litauern? An Wohnungseinbrüche, Raubüberfälle und die bandenmäßige Begehung von Straftaten aller Art. Wie ist es möglich, dass eine ganze Nation in erster Linie für ihre Straftäter bekannt ist? Das können doch unmöglich alles Ganoven sein?!Vielleicht liegt es daran, dass ich Polizistin bin, doch andererseits: Wann hatte ich zuletzt mit einem Dänen zu tun? Ich kann mich nicht erinnern, dabei liegt Dänemark gleich um die Ecke und es gibt doppelt so viele Dänen wie Litauer.Svenja und Pieps beschließen, vor Ort eigene Ermittlungen anzustellen und der Sache auf den Grund zu gehen. Unseren Sommerurlaub werden wir mit Motorrad, Zelt und Schlafsack in Litauen, Lettland und Estland verbringen.Gleich nach dem Dienst fahre ich rüber zum Kieler Ostuferhafen, um bei DFDS Seaways eine Fährpassage nach Litauen zu buchen. Dieser Hafen wirkt bereits auf den ersten Blick anders, als die übrigen Kieler Häfen. Am Schweden- und am Norwegenkai prägen Skandinavier das Bild, am Ostseekai machen die riesigen Kreuzfahrer aus aller Welt fest und im Scheerhafen löschen Massengutfrachter ihre Ladungen.Vorbei an Lagerhallen und Kränen fahre ich zum Terminal von DFDS Seaways. Kaum ein PKW ist zu sehen, kein Wohnmobil und keine Touristen. Dafür stehen etwa 100 schwere LKW auf dem Gelände. Die meisten tragen RU für Russland im Kennzeichen, seltener LT, LV oder EST für Litauen, Lettland, oder Estland.Die Fähre Kiel-Klaipeda ist eine der wichtigsten Verbindungen für den Güterumschlag mit Russland, denn von Klaipeda sind es nur noch 550 km bis an die russische Grenze.Ich stelle das Auto zwischen zwei LKW ab, doch es sind nicht die üblichen Rostklopfer,...

Saisonstart 2016

Der Winter ist vorüber. Es geht wieder los. Abenteuer, Reisen, Motorradfahren, Zelten, Fotografieren und Schreiben. Im Sommer verbinden sich alle meine Lei­den­schaften zu einer, wenn ich mit Motorrad, Zelt und Schlafsack auf Reisen gehe.Im Frühling geht es nach Mandø, eine Insel zu der es keine Brücke und keine Fähre gibt. Sie ist nur übers Watt zu erreichen und es macht irren Spaß, mit der Enduro ins Ungewisse zu heizen, weil die Insel vom Festland nicht zu sehen ist. Und dann die große Sommerreise: Ich habe eine Schiffspassage für Greeny, Pieps und mich nach Litauen gebucht. Wir werden Vilnius besuchen, durch die Wälder Lettlands düsen und Estlands alte Gutshöfe anschauen. Dort gibt es hunderte historischer Rittergüter, Burgen und Landhäuser. Manche sind als Hotels und Gästehäuser hergerichtet. Und das Beste: In den Ländern des Baltikums ist Endurofahren noch möglich und viele Straßen sind nicht asphaltiert. Dann im Herbst… Aber das kommt später, dafür ist es noch zu früh. Nur soviel: Im Oktober macht der Autozug seine letzten Fahrten, dann möchte ich an Bord sein. Gestern war ich zum Saisonstart in Eckernförde und habe unten am Hafen meine neue Kamera ausprobiert. Es war sonnig, eisekalt und wunderschön. Ein herrlicher Tag, um am Leben zu sein. Welche Bedeutung haben die Dinge, die wir gerne tun? Machen sie aus, wer wir sind? Woher kommen unsere Leidenschaften? Ich kenne die Antwort nicht, aber solange ich mich nach jedem Winter wieder auf meine Enduro schwinge, den Motor starte und mit Zelt und Schlafsack ins Abenteuer fahre, solange bin ich noch nicht erledigt.

Jahresrückblick 2015

Silvestermorgen. Ich stehe vor dem Weinregal im Supermarkt und nehme zwei Flaschen Sekt in die Hand. Wieso eigentlich nicht, denke ich? Es war ein turbulentes Jahr und wenn es je einen Grund zum Feiern gab, dann heute. Eine kurze Bestandsaufnahme: Gesund? Bin ich. Mir fehlt nichts. Es ist Jahre her, dass ich zuletzt was hatte, oder überhaupt beim Arzt war.Beruflich? In diesem Jahr bin ich Chefin geworden, Leiterin der IT-Forensik des LKA, und im Dezember bin ich auch noch befördert worden. Ich könnte platzen vor Stolz. Aber trotzdem ist das nur die Arbeit. Ich habe auch noch ein Leben.Thema Geld: Schulden, Alimente und Unterhalt haben mich 10 Jahre lang geknechtet, doch seit diesem Jahr bin ich schuldenfrei. Mein Gehalt hat sich damit über Nacht verdoppelt. Sämtliche Schulden beglichen, der Unterhalt bezahlt. Mit einer Insolvenz hätte ich das in 7 Jahren geschafft, aber das ist nicht mein Weg.Die letzten 10 Jahre habe ich ein kleines Leben geführt. Das möblierte Zimmer, der alte Kleinwagen mit 50 PS, das 250 cc Motorrad. Ich liebe diesen Minimalismus, mein kleines Leben, das ich dafür aber fett bewirtschaften kann: Ich leiste mir gutes Essen, Entrecote und Wein, gebe Geld aus für Bücher, Filme und Musik, kaufe mir Schuhe und Kleider; und dann sind da noch meine Reisen:Im Mai war ich mit der Enduro, Zelt und Schlafsack in Frankreich und hatte einen tollen Urlaub. Das Schreiben der Reiseberichte ist inzwischen längst zu einem eigenen Hobby geworden.Am 20. August ist mein neues Leben 10 Jahre alt geworden. Namensänderung, Personenstand, neue Geburtsurkunde, all das liegt lange hinter mir. Schon verrückt. Man liest zwar Geschichten über solche Sachen, aber man glaubt niemals, dass es einem selbst passiert. Doch auch wenn man die Vergangenheit hinter sich lässt, bleibt immer irgendwas, woran man festhält. Bei mir ist es das Endurowandern mit...