RSS Verzeichnis RSS FEED Cuncti.net - cuncti.net
BLOGS / BLOGGERSZENE / Cuncti.net - cuncti.net
RSS NEWSFEED INFOS

Feed Titel:
Cuncti.net - cuncti.net
Feed Beschreibung:
Anbieter Webseite:
https://cuncti.net/
RSS Feed abonnieren:
http://cuncti.net/?format=feed&type=rss

Merkeldämmerung?

In der Wut auf Christian Lindner und die FDP zeigt sich vor allem, dass wir uns allzu behaglich mit einer präsidial agierenden Kanzlerin eingerichtet haben. Wir rechnen gar nicht mehr damit, dass sie ernsthafte Gegenspieler haben könnte. Der Buh-Mann der Nation Die Bild-Zeitung erklärt Christian Lindner zum „Buh-Mann der Nation“. Die Süddeutsche Zeitung nennt Lindner einen „Spielverderber“ und macht sich über ihn lustig. Er wolle „Emmanuel Macron sein oder wenigstens Sebastian Kurz. Er ist aber nur Christian Lindner.“

MeToo: ein intellektuelles schwarzes Loch

{podcast id=18} Die allgemeine Relativitätstheorie erklärt schwarze Löcher als Orte extremer Massenverdichtung. Komprimiert man einen großen Körper auf wenig Raum, so entwickelt er eine darart starke Gravitation, dass alles - sogar Licht - an diesem Ort verschlungen wird. Tatsächlich muss ich wohl Albert Einstein bemühen, um den Irrsinn in der MeToo-Debatte zu verstehen. Kurzum lautet meine verwegene Theorie wie folgt: Es muss sich innerhalb kurzer Zeit auf sehr begrenztem Raum so viel intellektuelles Unvermögen zusammengefunden haben, dass nunmehr alles halbwegs Vernunftbeseelte, das dieser Region zu nahe gerät, der totalen Veblödung ausgeliefert ist. MeToo ist komprimierte Dummheit mit enormer Gravitation. Ich selbst war diesem Einfluss zu lange ausgeliefert. Es folgt darum ein ausgesprochen dummer Text.

Belästigung als neuester Schrei

Die #metoo-Kampagne trägt Züge einer hysterischen Hexenjagd. Erwachsenes Sexualverhalten braucht keine Twitter-Hashtags. Noch jemand, den Kevin Spacey begrapscht hat? Im Tagestakt heben Leute nun den Finger und rufen „#metoo“. Immer mehr springen auf den fahrenden Zug auf, nachdem schon die bloße Bezichtigung eines plumpen Annäherungsversuchs Anfang vergangener Woche große Wellen geschlagen hatte. Die Unschuldsvermutung galt für den Schauspieler von Anfang an nicht.

Männer brauchen keine Männerrechtler

Männerrechtsaktivisten beschwören einen Geschlechterkampf und inszenieren Männer pauschal als Opfer. Tatsächlich benachteiligten Männern aus der Arbeiterschicht hilft das nicht weiter. Seit mindestens 50 Jahren sprechen Journalisten, Publizisten und Aktivisten von einer „Krise der Männer“. Diese Krise ist inzwischen eine Art Running Gag geworden. Etwa alle zehn Jahre erscheint eine neue Schar von Büchern auf dem Markt, die sich mit der Verfassung unserer Jungen und Männer auseinandersetzen. Aktuell befinden wir uns wieder inmitten eines solchen Zyklus. Seit der Finanzkrise 2008 gelten Männer – zumindest in Kreisen, die nicht extrem feministisch sind – als die maßgeblichen Verlierer der schwachen wirtschaftlichen Lage. Der Finanzcrash hat alte Sorgen um den scheinbaren Niedergang der Männer, ihre Sinnkrise in einer „post-patriarchalischen“ Gesellschaft, wiederaufleben lassen.

Die pervertierte Pseudogemütlichkeit. Flackern bis zum Ausbrennen

Wir sind gefangen in einer nie endenden Stimulations- und Erregungsspirale. Wir flackern genauso unruhig und erratisch wie Kerzenlichter und wollen nur eines: leisten, leisten, leisten, oder anders ausgedrückt flackern bis zum Ausbrennen. Aber vielleicht macht gerade das uns glücklich?

Sexismus ist keine Einbahnstraße

In der aktuellen #metoo-Diskussion bleibt unerwähnt, dass nicht nur Frauen, sondern auch Männer aufgrund ihres Geschlechts diskriminiert werden. Sexismus ist männlich. Oder? Verfolgt man die momentane Debatte über den Hollywoodproduzenten Harvey Weinstein, bekommt man diesen Eindruck. Ein wütender, keifender Mob zieht durch die virtuellen Straßen und zerrt die sexistischen Altlasten hervor, um sie im Tageslicht zu präsentieren und sie medienwirksam zu zerfleischen. Aber das dürfen wohlgemerkt nur Frauen.