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Fantasie und Träumerei
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[Kinder Traumstube] Entdecken - 3 Buchtipps für Kinder ab 18 Monaten

Schäfchen, Hund und EselkindWer lebt auf dem Bauernhof?Große Fühlelemente und ein kleines Suchspiel auf jeder Seite laden zum Entdecken der Welt ein. (Text & Cover: Coppenrath)"Schäfchen, Hund und Eselkind" begeistert durch liebevolle Zeichnungen und eingängige Reime, die von den Kleinen schnell erkannt und mitgesprochen werden können. Jedes Tier ist mit einem Stückchen Stoff ausgestattet, das dem Fell des Tieres nahe kommt und die taktile Wahrnehmung anspricht. Aus diesem Stoff wurden Lesezeichen in den Buchschnitt geklebt, so dass die Kleinen, sobald sie das Fell ihres Lieblingstieres verinnerlicht haben, dieses auch mit einem Griff wiederfinden. Später können mit diesem Buch außerdem Farben erklärt und mit den Kindern eingeübt werden, das erfühlte zu beschreiben. Die Größe des Buches (13 x 13 cm) ist besonders gefällig für die kleinen Händchen und passt prima in Wickeltasche und co.Coppenrath | Illustration: Sabine Kraushaar | 9,99 € | hier kaufenVersteckt? Entdeckt!Was ist denn das? Ein Wollknäuel mit Mütze oder doch ein Schaf? Was siehst man dort? Einen bunten Hut auf vier Beinen oder doch eine Schildkröte? Auf jeder Seite verändern sich die Bilder im Handumdrehen mit dem Schieber und es kommen lustige bunte Tiere zum Vorschein. Mit dem originelle Spieleffekt auf jeder Seite wird das Buch zum Tier-Rate-Spaß mit vielen Überraschungen! (Text & Cover: Sauerländer)Kurze Sätze, mit denen kleine Leser von ihren Vorlesern angesprochen werden, gleichzeitig aber auch das Gefühl bekommen, die Tiere hervorzulocken, die sich hinter den Türchen verstecken. Ob Känguru, Schaf oder Schildkröte - einmal an der Lasche ziehen und schon haben wir die witzig gezeichneten Tiere entdeckt. Dadurch, dass nur wenig Text vorhanden ist, bleibt Raum für die eigene Fantasie. Gespräche über die aufgezeigten Tiere, ihren Lebensraum, ihre Mimik und das, was sie gerade machen, bringen Eltern und Kind in Kontakt und regen die Fantasie an.Das Buch ist aus fester Pappe und zeigt auch...

Tessa 01. Entscheidung des Herzens - Antje Szillat

Gerade hat Tessa mit ihrem Pony Carlos am Kreislehrgang teilgenommen, da passiert das Unglück: Carlos wird bei einem Reitunfall verletzt. So schwer, dass er nicht mehr reitbar ist. Für Tessa bricht eine Welt zusammen. Doch dann trifft sie durch Zufall auf die junge Hannoveraner Stute Ronja und ist sofort hin und weg. Aber Ronja hat schlechte Erfahrungen mit Menschen gemacht, ist schreckhaft und unnahbar. Wird Tessa es trotzdem schaffen, Ronjas Vertrauen zu gewinnen? Tessa auf dem Weg zum Erfolg – Pferdebuch voller großer Gefühle, Wagnisse und echter Pferdeliebe! Mit einem Vorwort von Nicole Uphoff, der mehrfachen Olympiasiegerin und Weltmeisterin im Dressurreiten. (Text & Cover: © Coppenrath; Foto: © N. Eppner)Einmal Pferdemädchen, immer Pferdemädchen - daher kann ich an Pferderomanen nicht vorbei gehen, ohne einen zweiten Blick darauf zu werfen. Egal für welches Alter sie bestimmt sind. Ist es dann auch noch von einer*m Autor*in geschrieben, mit deren / dessen Büchern ich gute Erfahrungen gemacht habe, darf das Buch sehr gerne bei mir einziehen.Den ersten Band der Tessa-Reihe habe ich - mit kurzer Unterbrechung - verschlungen. Nachdem ich die sehr bewegenden Worte der Schirmherrin Nicole Uphoff, erfolgreiche Dressurreiterin und Olympiasiegerin, gelesen habe und die ersten Tränchen kullerten, da sie mir mit ihrer Einstellung zum Reiten wahrlich aus der Seele spricht.Antje Szillat ist ebenfalls der Meinung, dass ein Pferd kein Sportgerät, sondern ein Partner auf Lebenszeit ist. Diese Überzeugung setzt sie in ihrem Buch konsequent um. Kein mahnend erhobener Zeigefinger, sondern eine liebevolle Geschichte über ein Mädchen und seine Liebe zu Pferden.Szillat kommt ganz ohne Kitsch und rosarote Ponyhofromantik aus. Erzählt eine Geschichte, die aus dem Leben gegriffen sein könnte. Die aus dem Leben gegriffen ist. Ihrem eigenen. Nur allzu gut kennt sie das Gefühl einem Pferd zu begegnen, dessen Anblick das Herz zum strahlen bringt. Die Chemie stimmt und trotzdem ist...

[Reiseproviant] #9|17

Literarische Reise:Der Traum vom Fliegen"Sturm über Windhaven" ist eine überarbeitete Neuauflage des Romans "Windhaven", den Tuttle 1981 gemeinsam mit G.R.R. Martin schrieb und der 1982 für den Locus Award nominiert wurde.Schon nach wenigen Seiten fällt auf - diese beiden Autoren verstehen ihr Handwerk. Der Sog packt mich und die ersten Hundert werden fix inhaliert. Dies kann über das gesamte Buch gehalten werden und so habe ich es in kurzer Zeit weggelesen.Unperfekt"Perfect" ist der Abschlussband von Cecilia Aherns Dilogie, die ins Genre Dystopie für Jugendliche einzuordnen ist. Teil 1 "Flawed" hat mich ziemlich stark fesseln können und wahre Begeisterungsstürme hervorgerufen. "Perfect" ist leider nur noch ein lauwarmer Abklatsch.Einmal Pferdemädchen, immer PferdemädchenDaher habe ich den ersten Band von Antje Szillats neuer Pferdebuchserie "Tessa" in Kürze verschlungen. Antje geht es in ihrem Buch darum, zu vermitteln, dass Pferde keine Sportgeräte, sondern Partner fürs Leben sind. Ihr Roman basiert auf der wahren Geschichte ihrer Tochter Merle und deren Stute Ros de la Sol, die beide das Cover zieren. Rosie war ein Problempferd, doch Familie Szillat hat nicht aufgegeben und nun sind Merle und ihre hübsche Stute ein tolles und erfolgreiches Team.Jeder liebt, so gut er kann"Sie schreiben über eine Mutter, die ihre Tochter liebt. Unvollkommen. Weil wir alle nur unvollkommen lieben können." (S. 114)"Die Unvollkommenheit der Liebe" ist ein Buch der leisen Töne, das jedoch zwischen den Zeilen sehr laut klingt. Darin stecken Anklagen und Wehklagen, Verdruss und der Wunsch nach mehr, aber auch ganz viel Liebe. Denn jeder liebt, so gut er eben kann. Niemals vollkommen, aber orientiert an den eigenen Möglichkeiten. Dass dabei Wunsch und Wirklichkeit nicht immer konform laufen, kommt in guten wie in schlechten Familien vor.Zeitreise:Wie ein fernes Lied"Lange verdrängte Bilder stiegen unerwartet in ihr auf. Von johlenden Männern in Uniformen, die alte Leute schlugen, vom Mob, der leichtfertig den...

#JdKöKi im Ausnahmezustand

Häh? Wie bitte? In diesem Monat gibt es keine Abstimmung?Ja, du hast genau richtig gesehen. Wir gönnen euch und uns eine kleine Abstimmungspause. Lesen werden wir natürlich trotzdem. Ohne geht ja gar nicht.Grund dafür ist die #JdKöKi Abstimmung aus dem Monat Juli. Dort habt ihr alle so fleißig für "Winger" und "Der Himmel über Appleton House" abgestimmt, dass beide Titel auf Platz eins gelandet sind. Ausnahmezustand. Was nun? Das #JdKöKi Team tagte und kam in Abstimmung mit Projektpartnerin Ramona vom Carlsen / Königskinderverlag zu dem Ergebnis, das "Winger" der Augusttitel wird und "Der Himmel über Appleton House" der Septembertitel.Ihr könnt euch im August also entspannt zurücklehnen. Fleißig lesen und fotografieren (natürlich dürft ihre für all eure Posts in den Sozialen Netzwerken den #JdKöKi verwenden) dürft ihr natürlich trotzdem. Wer von euch kennt denn schon eins der beiden Bücher?Wer liest mit?

Die Unvollkommenheit der Liebe - Elizabeth Strout

Als die Schriftstellerin Lucy Barton längere Zeit im Krankenhaus verbringen muss, erhält sie Besuch von ihrer Mutter, die sie jahrelang nicht mehr gesehen hat. Zunächst ist sie überglücklich. Doch mit den Gesprächen werden Erinnerungen an ihre Kindheit und Jugend wach, die sie längst hinter sich gelassen zu haben glaubte … (Text & Cover: © Randomhouse; Foto: © N. Eppner)Lucy liegt im Krankenhaus, fühlt sich einsam. Ihr Mann geht einen Schritt, der ihn vermutlich viel Überwindung gekostet hat und ruft Lucys Mutter an, zu der ein schwacher Kontakt besteht, seit die Tochter beschlossen hat einen zu heiraten, der deutsche Wurzeln hat. Für den Vater, der im Krieg gedient hat, ein Schlag ins Gesicht.Obwohl die Beziehung von Mutter und Tochter bisher in eisiger Stille verharrte, ist Lucy froh, dass die Mutter ihr nun die Zeit vertreibt. Sie kommt fast um vor Langeweile. Der Mann ist der einzige, der sie ihr nehmen könnte, doch der muss sich um Haushalt und Kinder kümmern. Als Erwachsene verspürt man nie mehr so stark die Sehnsucht nach der eigenen Mutter wie in der Zeit der Krankheit.Für Lucy bedeutet dies aber nicht nur Glück. Der Anblick der Mutter bedeutet auch Konfrontation mit der eigenen Kindheit, die aus Lucys Augen nicht gerade so war, wie sie es gewünscht, wie sie es bedurft hätte.Ihre Eltern waren arm. Allein von der Oberfläche her, hat Lucy sich von anderen Kindern unterschieden. Sie ist schmutzig zur Schule gegangen, hatte alte, zu klein gewordene Kleidung, wurde als stinkend empfunden. Die Familie konnte sich nichts leisten. Wollte es nach Lucys Ansicht auch gar nicht. Gewalt steht immer wieder im Raum. Die Wut, die der Vater als Kriegsheimkehrer in sich trägt und die sich hin und wieder ihren Weg an die Oberfläche bahnen muss."Sie schreiben über eine Mutter, die ihre Tochter liebt. Unvollkommen. Weil wir alle...

Sturm über Windhaven - Lisa Tuttle & George R.R. Martin

Windhaven – eine wunderschöne Wasserwelt, doch geplagt von gewaltigen Stürmen. Die Menschen leben verstreut auf vielen kleinen Inseln, und es ist fast unmöglich, Kontakt zueinander aufzunehmen. Dennoch – oder deswegen – ist auf Windhaven ein alter Traum wahr geworden: Menschen können fliegen. Doch die Flügel sind kostbar, und die Gilde der Flieger ist eine streng abgeschottete Elite. Trotzdem will sich Maris von Amberly ihren Traum vom Fliegen nicht nehmen lassen … (Text & Cover: © Randomhouse; Foto: © N. Eppner)"Sturm über Windhaven" ist eine überarbeitete Neuauflage des Romans "Windhaven", den Tuttle 1981 gemeinsam mit G.R.R. Martin schrieb und der 1982 für den Locus Award nominiert wurde.Schon nach wenigen Seiten fällt auf - diese beiden Autoren verstehen ihr Handwerk. Der Sog packt mich und die ersten Hundert werden fix inhaliert. Dies kann über das gesamte Buch gehalten werden und so habe ich es in kurzer Zeit weggelesen. Schade, denn Protagonistin Maris ist mir schnell ans Herz gewachsen.Tuttle und Martin gelingt es eine Faszination für die Welt der Flieger aufzubauen, der auch Protagnistin Maris unterliegt. Sie wünscht sich nichts sehnlicher, als eine von ihnen zu sein. Dies gestaltet sich als etwas schwierig, denn das Recht Flügel zu tragen, wird von Generation zu Generation weiter gegeben. Ein erster Blick hinter die Fassade lässt mich erahnen, dass der Schein trügt und die Flieger nicht durchweg gute Menschen sind, die sich ihren Status redlich verdient haben.Schaut man genauer hin lässt sich eine gewisse Oberflächlichkeit in den Fliegerfamilien erkennen. Eine Art Kastensystem, das mit Arroganz auf andere herabschaut. Tuttle und Martin bauen dies sehr geschickt auf, sorgen zunächst für Bewunderung und dann dafür, dass ich mein eigenes Hirn einschalte und darüber nachdenke, ob es nicht Systeme gibt, die zwar schon seit ewigen Zeiten bestehen, aber doch längst überholt sind.Maris möchte sich von bestehenden Regeln und Konventionen...