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Der Kinogänger
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Kurz-Nachruf: Jonathan Demme (1944-2017)

Ihm gelang das Kunststück, mit einem (zumindest im weiteren Sinne) Horrorfilm den OSCAR zu gewinnen, zudem war er maßgeblich daran beteiligt, das Bewußtsein für AIDS nachhaltig in der Gesellschaft zu verankern: Am gestrigen 26. April verstarb der amerikanische Regisseur und Produzent (vereinzelt auch Drehbuch-Autor und Schauspieler) Jonathan Demme im Alter von 73 Jahren an Speiseröhrenkrebs.Tatsächlich muß man sagen, daß Jonathan Demme in seiner langen Karriere letztlich nur zwei echte Hits landen konnte - die haben dafür große Fußspuren in der Kinohistorie hinterlassen. Und kurioserweise hat er beide Filme direkt nacheinander gedreht: Zunächst im Jahr 1991 den Serienkiller-Thriller "Das Schweigen der Lämmer" nach dem Roman von Thomas Harris, zwei Jahre später das beklemmende AIDS-Drama "Philadelphia". "Das Schweigen der Lämmer" gewann fünf OSCARs und ist bis heute der letzte von überhaupt nur drei Filmen (neben "Es geschah in einer Nacht" und "Einer flog über das Kuckucksnest"), der die fünf Hauptkategorien (Bester Film, Regie, Drehbuch, Hauptdarsteller/-in) für sich entscheiden konnte; "Philadelphia" brachte es immerhin zu zwei Academy Awards (für Hauptdarsteller Tom Hanks und für Bruce Springsteens Filmsong "Streets of Philadelphia").Zu Beginn von Demmes Karriere war ein solcher Kritiker- und Publikumserfolg nicht unbedingt abzusehen. Er lernte sein Handwerk in den 1970er Jahren bei B-Film-Ikone Roger Corman, wo er diverse trashige Low Budget-Werke mitproduzierte und -schrieb, dann auch inszenierte. In den 1980er Jahren schaffte Demme den Sprung zu den großen Hollywood-Studios, wo er die symapthische Howard Hughes-Tragikomödie "Melvin und Howard" (1980) mit Jason Robards und Mary Steenburgen, die sehr spaßige Actionkomödie "Gefährliche Freundin" (1987) mit Jeff Bridges und Melanie Griffith oder die Komödie "Die Mafiosi-Braut" (1988) mit Michelle Pfeiffer realisierte. Zudem drehte er zu dieser Zeit (und auch in den folgenden Jahrzehnten) zahlreiche Dokumentarfilme und Musikvideos. Jonathan Demme etablierte sich als zuverlässiger Arbeiter, auch wenn die ganz großen Erfolge ausblieben. Das sollte sich in den...

Klassiker-Rezension: DIE PIRATENBRAUT (1950)

Originaltitel: Buccaneer's GirlRegie: Frederick de Cordova, Drehbuch: Joseph Hoffman und Harold Shumate, Musik: Walter ScharfDarsteller: Yvonne De Carlo, Philip Friend, Andrea King, Elsa Lanchester, Robert Douglas, Jay C. Flippen, Norman Lloyd, Henry Daniell, Douglass Dumbrille(function(d,s,id){var js,stags=d.getElementsByTagName(s)[0];if(d.getElementById(id)){return;}js=d.createElement(s);js.id=id;js.src="http://g-ec2.images-amazon.com/images/G/01/imdb/plugins/rating/js/rating.min.js";stags.parentNode.insertBefore(js,stags);})(document,'script','imdb-rating-api'); Rotten Tomatoes: -; FSK: 12, Dauer: 77 Minuten. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts macht der Piratenkapitän Frederic Baptiste (Philip Friend) die Gewässer der Karibik unsicher. Allerdings hat er ein merkwürdiges Beuteschema: Er überfällt nur die Schiffe des reichen und skrupellosen Kaufmanns Narbonne (Robert Douglas), die Beute verteilt er anschließend zum größten Teil an jene, die sie am nötigsten brauchen. Bei einem seiner geglückten Überfälle stößt Baptiste auf einen blinden Passagier, die temperamentvolle Sängerin Deborah McCoy (Yvonne De Carlo). Baptiste, ganz der Galan, bringt Deborah an Bord seines Schiffes zu ihrem Zielort New Orleans, wo sie bei Madame Brizar (Elsa Lanchester alias "Frankensteins Braut") lernt, Gesellschafterin zu werden – was angesichts ihres Temperaments jedoch keine ganz einfache Aufgabe ist. Als Deborah das Gelernte erstmals auf einer noblen Veranstaltung zum Einsatz bringt, trifft sie dort zu ihrer Überraschung auf Baptiste – der sich allerdings Kapitän Robert Kingston nennt und der hochangesehene Gastgeber der Gesellschaft ist! Erneut sprühen die Funken zwischen Deborah und Baptiste – der ist als Kapitän Kingston allerdings bereits verlobt mit der eitlen, aber reichen Arlene (Andrea King, "Die Bestie mit den fünf Fingern") …Kritik:Nein, "Die Piratenbraut" – nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Film mit Geena Davis aus dem Jahr 1995 – zählt nicht zu den bekanntesten Piratenfilmen und man kann auch nicht unbedingt behaupten, daß er zu den besten gehört. Die Story dieser musikalischen Freibeuter-Romanze ist konstruiert und von Anfang bis Ende vorhersehbar, es gibt keine herausragenden Darstellerleistungen oder Lieder und die typischen Verwechslungskomödien-Gags kennt man mindestens seit Shakespeares Zeiten. Trotzdem ist der Film des in Nordamerika vor allem für seine langjährige,...

TV-Tips für die Woche 17/2017

Montag, 24. April:Arte, 20.15 Uhr und 21.50 Uhr: "Die zwei Leben der Veronika" (1991) und "Ein kurzer Film über das Töten" (1991)Arte zeigt zwei Filme des viel zu früh (mit 54) verstorbenen polnischen Filmemachers Krzysztof Kieszlowski, der vor allem mit der brillanten "Drei Farben"-Trilogie international bekannt wurde. In "Die zwei Leben der Veronika" spielt Irène Jacob ("Drei Farben: Rot") die doppelte Rolle der Weronika und Véronique - die eine ist Polin, die andere Französin, aber sie sehen fast gleich aus, sind beide Sängerinnen und haben auch sonst viele Gemeinsamkeiten. Obwohl sie sich nicht kennen, scheint sie ein unsichtbares Band zu vereinen, das vor allem Véroniques Leben verändern soll ... "Ein kurzer Film über das Töten" ist die auf 80 Minuten verlängerte Spielfilm-Version des fünften Teils des TV-Zehnteilers "Dekalog", in dem Kieslowski jedem der zehn Gebote einen Kurzfilm widmete. In diesem geht es um einen jungen Mann, der grundlos einen Mann tötet und deshalb hingerichtet werden soll, was sein Anwalt zu verhindern sucht.Dienstag, 25. April:Arte, 20.15 Uhr: "I Am Not Your Negro" (2016)Erstaunlich frühe Free-TV-Premiere der erst dieses Jahr OSCAR-nominierten Dokumentarfilms von Raoul Peck, der sich auf der Grundlage eines unvollendeten Manuskripts des schwarzen Schriftstellers James Baldwin über die drei ermordeten schwarzen Bürgerrechtler Martin Luther King, Malcolm X und Medgar Evers (die Baldwin persönlich kannte) auch mit der heutigen gesellschaftlichen Situation der Afroamerikaner in den USA befaßt.BR, 0.00 Uhr: "Monsieur Lazhar" (2011)Das OSCAR-nominierte kanadische Drama handelt von einem algerischen Immigranten, der Lehrer an einer Grundschule wird, an der sich seine Vorgängerin kurz zuvor im Klassenzimmer das Leben nahm. Trotz anfänglicher Schwierigkeiten, da sich Monsieur Lazhar natürlich noch nicht gut mit den kanadischen/westlichen Gepflogenheiten auskennt, entsteht nach und nach eine innige Beziehung zwischen Lehrer und Schülern, denn auch Monsieur Lazhar hat eine Tragödie erlebt und kann daher die Gefühle der traumatisierten Kinder...

Samstags-Update (16/2017)

Im deutschen Kinostartplan bis Ende Juni gibt es nur kleinere Änderungen, neu in der zweiten Junihälfte sind das 2Pac-Biopic "All Eyez On Me" und der "Fast & Furious"-Klon "Overdrive":Kinovorschau Sommer 2017 (Teil 1)Box Office-News:An einem Wochenende zwischen zwei todsicheren Blockbusterstarts (letzte Woche "Fast & Furious 8", kommenden Donnerstag "Guardians of the Galaxy 2") tut sich erwartungsgemäß nicht allzu viel: "Fast & Furious 8" bleibt mit bis zu 600.000 Zuschauern klar an der Spitze der Charts, dahinter ordnen sich dank Osterferien die Kinderfilme "Boss Baby" und "Die Schlümpfe 3" mit jeweils deutlich über 200.000 Besuchern ein. Der beste Neuzugang ist auf Platz 5 mit gerade eben sechsstelligen Zuschauerzahlen Til Schweigers "Conni & Co 2", der damit genau auf dem Niveau des letztjährigen Vorgängers eröffnet. Von den übrigen Neustarts wird wohl keiner über 50.000 Kinogänger einsammeln können, die besten Chancen hat der Horrorfilm "The Bye Bye Man", der den siebten Rang erreichen dürfte.Ähnliches Bild in den USA, wo "Fast & Furious 8" mit mehr als $35 Mio. die Führung verteidigt, was allerdings ein etwas heftigerer Absturz im Vergleich zum Startergebnis wäre als erwartet. Dahinter hält sich wie seit Wochen das Duo "Boss Baby" und "Die Schöne und das Biest" mit noch knapp zweistelligen Millionenwerten. Von den Neustarts wird voraussichtlich keiner die $5 Mio.-Marke knacken: Die Naturdoku "Born in China", der $90 Mio. teure Historienfilm "The Promise" mit Christian Bale und Oscar Isaac sowie der Thriller "Unforgettable" mit Katherine Heigl und Rosario Dawson bewegen sich mit einigen älteren Filmen allesamt auf dem gleichen dürftigen Niveau von $4-5 Mio. und werden sich damit irgendwo zwischen den Plätzen 4 und 9 einreihen. In Deutschland läuft "Unforgettable" am kommenden Donnerstag an, "The Promise" folgt erst am 17. August; "Born in China" hat noch keinen Starttermin.Quellen:InsideKino: NewsDeadline Hollywood

MOONLIGHT (2016)

Regie und Drehbuch: Barry Jenkins, Musik: Nicholas BritellDarsteller: Alex R. Hibbert, Ashton Sanders, Trevante Rhodes, Naomie Harris, Mahershala Ali, Janelle Monáe, Jaden Piner, Jharrel Jerome, André Holland, Patrick Decile(function(d,s,id){var js,stags=d.getElementsByTagName(s)[0];if(d.getElementById(id)){return;}js=d.createElement(s);js.id=id;js.src="http://g-ec2.images-amazon.com/images/G/01/imdb/plugins/rating/js/rating.min.js";stags.parentNode.insertBefore(js,stags);})(document,'script','imdb-rating-api'); Rotten Tomatoes: 98% (9,0); weltweites Einspielergebnis: $52,9 Mio.FSK: 12, Dauer: 111 Minuten. Miami in den 1980er Jahren: Der neunjährige Afroamerikaner Chiron (Alex Hibbert) hat es nicht leicht, denn seine alleinerziehende Mutter Paula (Naomie Harris, "Skyfall") ist cracksüchtig und er selbst ist in der Schule ein Außenseiter, da er schmächtig ist und nicht mehr als nötig redet. Ausgerechnet in dem kubanischstämmigen Drogendealer Juan (Mahershala Ali, "Die Tribute von Panem: Mockingjay"), der beobachtet, wie "Little" – so Chirons Spitzname – von mehreren Jungs gejagt wird, findet er einen unerwarteten Freund. Bei Juan und seiner Freundin Teresa (Janelle Monáe, "Hidden Figures") kann Little fortan auch übernachten, wenn seine Mutter – die ihre Drogen ironischerweise bei Juans Leuten kauft – wieder mal indisponiert ist. Sieben Jahre später hat sich – obwohl er deutlich in die Höhe geschossen ist – an Chirons (Ashton Sanders) Außenseiterstatus nicht viel geändert, in Kevin (Jharrel Jerome) hat er nur einen Freund, dafür wird er von Großmaul Terrel (Patrick Decile) und dessen Freunden noch stärker schikaniert als früher. Daß Chiron tiefere Gefühle für Kevin entwickelt, macht seine gesellschaftliche Position im Mikrokosmos Highschool nicht einfacher …Kritik:Seit der Jahrtausendwende war ich immer wieder nicht allzu glücklich mit der Wahl des "Bester Film"-Gewinners bei den OSCARs – Beispiele dafür sind "No Country for Old Men", "Departed – Unter Feinden" oder "L.A. Crash" –, und nachdem ich in den letzten Jahren recht zufrieden war mit "Birdman" und "Spotlight", entspricht die Wahl von "Moonlight" 2017 wieder nicht ganz meinen Vorstellungen. Zwar ist Barry Jenkins' günstig produzierte Coming of Age-Geschichte fraglos ein guter Film – aber besser als "Manchester by the Sea" oder "La La Land"?...

VICTORIA (TV-Serie, 2016, 1. Staffel)

Regie: Oliver Blackburn, Tom Vaughan und Sandra Goldbacher, Drehbuch: Daisy Goodwin und A.N. Wilson, Musik: Martin Phipps und Ruth BarrettDarsteller: Jenna Coleman, Tom Hughes, Rufus Sewell, Catherine Flemming, Adrian Schiller, Daniela Holtz, Eve Myles, Ferdinand Kingsley, Nell Hudson, Nigel Lindsay, Margaret Clunie, David Oakes, Peter Firth, Alex Jennings, Paul Rhys, Anna Wilson-Jones, Peter Bowles, Basil Eidenbenz, David Bamber(function(d,s,id){var js,stags=d.getElementsByTagName(s)[0];if(d.getElementById(id)){return;}js=d.createElement(s);js.id=id;js.src="http://g-ec2.images-amazon.com/images/G/01/imdb/plugins/rating/js/rating.min.js";stags.parentNode.insertBefore(js,stags);})(document,'script','imdb-rating-api'); Rotten Tomatoes: 81% (6,8); FSK: 12, Dauer: 348 Minuten.Großbritannien im Sommer 1837: Als König William IV. ohne regulären Thronerben stirbt, fällt die Königswürde seiner 18 Jahre alten Nichte Victoria (Jenna Coleman, TV-Serie "Doctor Who") zu. Die aus dem Haus Hannover stammende neue Königin ist durchaus froh, auf diese Weise endlich der strengen Erziehung durch ihre Mutter (Catherine Flemming, "Hunger – Sehnsucht nach Liebe") zu entkommen, die Victoria seit ihrer Geburt auf eine mögliche Thronbesteigung vorbereitete, dabei aber zu wenig Wert darauf legte, ihre Tochter alltagstauglich zu machen. Bei aller peniblen Vorbereitung ist Victoria natürlich komplett unerfahren, was ihr Selbstbewußtsein zwar kaum schmälert, sie jedoch gerade deswegen auch zu einigen schweren Fehlern verleitet. Zum Glück gibt es den verwitweten Lord Melbourne (Rufus Sewell, "Hercules"), der zunächst zwar unwillig ist, das Amt des Premierministers auch unter der neuen Königin zu bekleiden, dann aber schnell eine innige Freundschaft zu der jungen Monarchin aufbaut und ihr als nahezu unverzichtbarer Berater und Mentor dient. Ihre Beziehung sorgt jedoch schnell für Neider und böse Gerüchte, zumal Victoria von allen Seiten bedrängt wird, schnellstmöglich standesgemäß zu heiraten und einen Thronerben in die Welt zu setzen. Lord Melbourne kommt dafür nicht in Frage, stattdessen gibt es drei geeignete Kandidaten: den charmanten russischen Großfürsten (Daniel Donskoy), Prinz George (Nicholas Agnew, "Kingsman: The Secret Service") – den Sohn des machtbewußten Herzogs von Cumberland (Peter Firth, TV-Serie "Spooks") – sowie Prinz Albert von Sachsen-Coburg und Gotha (Tom Hughes, "Alles eine Frage der...