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Nachruf: Martin Landau (1928-2017)

Er kommt zwar mit etwas Verspätung (wegen George A. Romero), aber ganz verzichten will ich nicht auf einen Nachruf auf den US-Schauspieler Martin Landau. Der ist ein Paradebeispiel für einen klassischen Hollywood-Nebendarsteller, der selbst in kleinen Rollen viele Filme besser gemacht hat, auch wenn der durchschnittliche Zuschauer nicht unbedingt sein Gesicht erkennt und schon gar nicht seinen Namen. Ein solcher Status ist für einen ehrgeizigen Schauspieler natürlich keineswegs das Ziel aller Träume, andererseits ist es aber definitiv einer, der einem innerhalb der Branche und bei Cineasten große Anerkennung einbringt (und auch ordentliche Gehaltsschecks). Und der bis zuletzt fleißig in Film- und TV-Produktionen auftretende OSCAR-Gewinner Martin Landau zählt zweifellos zu den meistrespektierten Personen in Hollywood. Am Samstag verstarb der gebürtige New Yorker im Alter von 89 Jahren.Im Kino mag er selten über Nebenrollen hinausgekommen sein, doch im ersten Drittel seiner Karriere war Martin Landau ein etablierter Hauptdarsteller - im Fernsehen. Der Absolvent von Lee Strasbergs berühmtem "Actors Studio" (das zahllose Weltstars wie Marlon Brando, Robert De Niro, Marilyn Monroe, Steve McQueen, Jane Fonda, Al Pacino, Dustin Hoffman oder Johnny Depp hervorbrachte) machte sich zwar zunächst mit Kino-Nebenrollen einen Namen, wobei vor allem sein Part in Alfred Hitchcocks Thriller-Meisterwerk "Der unsichtbare Dritte" aus dem Jahr hervorstach, in dem er die rechte Hand des von James Mason verkörperten Filmantagonisten spielte (weniger stark im Gedächtnis blieben seine kleinen Rollen in anderen Großproduktionen der 1960er Jahre wie dem Historienepos "Cleopatra", dem Bibelfilm "Die größte Geschichte aller Zeiten" oder der Westernkomödie "Vierzig Wagen westwärts"); der breiten Öffentlichkeit wurde er jedoch nach zahlreichen Gastauftritten in diversen Fernsehserien von "Bonanza" bis "Tennisschläger und Kanonen" erst durch die Hauptrollen in zwei TV-Produktionen bekannt: der amerikanischen Spionageserie "Kobra, übernehmen Sie" (aka "Mission: Impossible") und der britischen SciFi-Serie "Mondbasis Alpha 1". In "Kobra, übernehmen Sie" verkörperte Landau in den ersten drei...

Nachruf: George A. Romero (1940-2017)

Es gibt wohl kaum ein westliches Land, in dem der US-amerikanische Regisseur, Drehbuch-Autor und Filmeditor George A. Romero in der breiten Öffentlichkeit weniger bekannt ist als in Deutschland. Der einfache (aber deshalb nicht weniger ärgerliche) Grund dafür ist, daß zwei der drei besten und erfolgreichsten Filme des Horrorspezialisten hierzulande bis heute indiziert sind und deshalb weder im Free-TV ungeschnitten gezeigt noch im Einzelhandel offen angeboten werden dürfen. Tatsächlich feierte "Dawn of the Dead" erst an Halloween 2016 bei Tele 5 seine deutsche Free-TV-Premiere, war dabei aber ebenso stark gekürzt wie "Day of the Dead" (der 2007 schon mal bei Arte lief). Und daß die beiden Filme in Deutschland offiziell unter den nicht allzu kreativen Titeln "Zombie" und "Zombie 2" firmieren, half auch nicht unbedingt. Anhänger des Horrorgenres und speziell von Zombiefilmen ist George A. Romero aber natürlich auch im deutschsprachigen Raum seit langem ein Begriff - und die trauern nun um den im Alter von 77 Jahren an Lungenkrebs verstorbenen Genre-Großmeister.Wenngleich die Indizierung der beiden genannten Filme weiterhin Bestand hat, erfuhr George A. Romero doch in Deutschland in den letzten Jahren eine Art Rehabilitation, der Renaissance der Zombiethematik dank "The Walking Dead" und Konsorten sei's gedankt - daß die heutigen Genrevertreter beim Jugendschutz mit weit grausameren Szenen durchkommen als Romero seinerzeit, entbehrt dabei natürlich nicht einer gewissen Ironie. Aber beginnen wir von vorne, denn gleich mit seinem Langfilmdebüt im Jahr 1968 schuf George A. Romero ein Meisterwerk, das ein ganzes Genre prägte: Die Low Budget-Produktion "Die Nacht der lebenden Toten" gilt als Urvater des Zombiefilms, auch wenn es je nach der genauen Definition des Begriffs bereits vorher Werke mit lebenden Toten gab (Victor Halperins "White Zombie" aus dem Jahr 1932 mit Bela Lugosi gilt allgemein als bester Kandidat für den ersten "richtigen" Zombiefilm). Doch "Die Nacht der lebenden Toten" schuf...

TV-Tips für die Woche 29/2017

Montag, 17. Juli:Arte, 20.15 Uhr: "Rote Laterne" (1991)Das für den Auslands-OSCAR nominierte historische Drama von Meisterregisseur Zhang Yimou ("Hero", "House of Flying Daggers") zählt zu den Klassikern des anspruchsvollen chinesischen Kinos: Gong Li ("Miami Vice") brilliert in der Hauptrolle der jungen, ambitionierten Songlian, die in den 1920er Jahren schweren Herzens einwilligt, die vierte Frau des reichen Meister Chen zu werden, um ihre arme Familie finanziell zu unterstützen. Jede Ehefrau bewohnt einen eigenen Flügel des riesigen Anwesens, durch das Anbringen roter Laternen am jeweiligen Flügel zeigt Meister Chen, mit welcher Frau er die Nacht verbringen wird. Daß diejenige solange auch die Herrschaft über den gesamten Haushalt innehat, sorgt nicht für ein harmonisches Miteinander der vier Frauen ...MDR, 22.50 Uhr: "Jappeloup - Eine Legende" (2013)Free-TV-Premiere des französischen Sportfilms, der - ähnlich wie die Hollywood-Produktion "Seabiscuit" ein paar Jahre zuvor - die unwahrscheinliche, aber wahre Erfolgsgeschichte eines eigentlich zum Scheitern verurteilten Springreitpferdes erzählt. Bemerkenswerte 1,8 Millionen Franzosen wollten in den Kinos sehen, wie der eigentlich zu kleine und wilde Jappeloup in den 1980er Jahren mit seinem Reiter Pierre Durand (Guillaume Canet) sogar einen Olympiasieg erringen konnte.Außerdem:Prince of Persia (Jake Gyllenhaal als arabischer Prinz in einer der noch immer sehr wenigen kommerziell halbwegs erfolgreichen Computerspiel-Adaptionen - zu einer Fortsetzung reichte es jedoch trotzdem nicht; 20.15 Uhr bei Kabel Eins)Oblivion (ein nicht übermäßig innovativer, aber stimmungsvoller SciFi-Film mit Tom Cruise, Olga Kurylenko und Morgan Freeman; 22.15 Uhr im ZDF)Dienstag, 18. Juli:SuperRTL, 20.15 Uhr: "Stand By Me - Das Geheimnis eines Sommers" (1986)Siehe meine Empfehlung von Juni 2016 für Rob Reiners exzellenten Coming of Age-Film nach Stephen King.Mittwoch, 19. Juli:Arte, 20.15 Uhr: "Her" (2013)Free-TV-Premiere von Spike Jonzes mit dem Drehbuch-OSCAR prämiertes, ungewöhnliches romantisches Drama über einen schüchternen Schriftsteller (Joaquin Phoenix), der sich in der nahen Zukunft in sein hochmodernes neues Computer-Betriebssystem verliebt - dem in der...

Samstags-Update (28/2017)

Keine nennenswerten Veränderungen im deutschen Kinostartplan bis Ende August:Kinovorschau Sommer 2017 (Teil 2)Box Office-News:Zwar herrscht in Deutschland endlich wieder kinofreundlicheres Wetter, allerdings können die Filme, die derzeit in den deutschen Lichtspielhäusern vertreten sind, nur vereinzelt im größeren Maßstab davon profitieren. Sehr gut sieht es weiterhin für "Ich - Einfach unverbesserlich 3" aus, der bereits am Startwochenende die anfänglichen Prognosen deutlich übertraf und sich auch am Folgewochenende mit über einer halben Million Zuschauern exzellent hält. Das bedeutet erneut die Spitzenposition in den Charts, denn "Spider-Man: Homecoming" kann hierzulande - anders als in den USA - nicht merklich von der Einbindung in das populäre Marvel Cinematic Universe (samt Nebenrolle für Robert Downey Jr. als Iron Man) profitieren und eröffnet mit eher enttäuschenden 300.000 bis 400.000 Besuchern. Das bewegt sich genau auf dem Niveau der beiden "The Amazing Spider-Man"-Filme mit Andrew Garfield, liegt aber meilenweit hinter Sam Raimis "Spider-Man"-Trilogie mit Tobey Maguire (deren schwächster Startwert bei über 850.000 Zuschauern beim dritten Teil lag!). Angesichts starker Kritiken können Sony und Marvel aber auf eine längere Laufzeit hoffen, wobei da natürlich auch das Wetter und die Konkurrenz (mit "Valerian" und "Planet der Affen 3" starten in den nächsten Wochen zwei Großproduktionen mit ähnlicher Zielgruppe) eine große Rolle spielen werden. Platz 3 geht diesmal an die deutsche Komödie "Das Pubertier", die sich gegenüber ihrem mäßigen Start deutlich steigern kann und an sechsstelligen Zuschauerzahlen kratzt.In den USA erobert "Planet der Affen: Survival" bereits an diesem Wochenende die Kinos, kann jedoch trotz hervorragender Kritiken auch nicht den Trend der unter den Vorgängern bleibenden Blockbuster-Fortsetzungen durchbrechen. Immerhin reichen geschätzte $55 Mio. zur Führung in den Charts, der zweite Teil "Planet der Affen: Revolution" eröffnete aber noch mit $72,6 Mio., womit der Rückgang doch beträchtlich ist. Zum ersten Platz reicht es dennoch, weil "Spider-Man: Homecoming" am zweiten Wochenende stärker abbaut...

DIE VERFÜHRTEN (2017)

Originaltitel: The BeguiledRegie und Drehbuch: Sofia Coppola, Musik: PhoenixDarsteller: Nicole Kidman, Kirsten Dunst, Elle Fanning, Colin Farrell, Oona Laurence, Angourie Rice, Addison Riecke, Emma Howard, Wayne Pére(function(d,s,id){var js,stags=d.getElementsByTagName(s)[0];if(d.getElementById(id)){return;}js=d.createElement(s);js.id=id;js.src="http://g-ec2.images-amazon.com/images/G/01/imdb/plugins/rating/js/rating.min.js";stags.parentNode.insertBefore(js,stags);})(document,'script','imdb-rating-api'); Rotten Tomatoes: 78% (7,2); weltweites Einspielergebnis: $8,8 Mio.FSK: 12, Dauer: 93 Minuten. Als die 11 Jahre alte Amy (Oona Laurence, "Elliot, der Drache") während des amerikanischen Bürgerkriegs im 18. Jahrhundert beim Pilzsammeln im Wald den schwer am Bein verwundeten Nordstaaten-Soldaten John McBurney (Colin Farrell, "Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind") findet, bringt sie ihn in das nahegelegene Mädchenpensionat, in dem angesichts des Krieges außer ihr nur noch vier weitere Schülerinnen, die Lehrerin Edwina Morrow (Kirsten Dunst, "Melancholia") und die Leiterin Martha Farnsworth (Nicole Kidman, "Die Dolmetscherin") leben. Nach anfänglichem Zögern versorgt Martha die Wunde des Yankees und läßt sich von der Mehrzahl der Mädchen erweichen, John nicht gleich den eigenen Soldaten zu übergeben, sondern ihn zuerst ungestört im Pensionat genesen zu lassen. Der ausgesprochen charmante John sorgt aber schnell für ziemliche Turbulenzen im Haus, denn er macht allen schöne Augen und wird umgekehrt selbst zum Ziel lange verdrängter Begierden. Als John wieder weitgehend gesund ist, scheint eine Eskalation unvermeidbar …Kritik:In der langen, erfolgreichen Karriere von Clint Eastwood zählt der erotische Südstaaten-Thriller "Betrogen" aus dem Jahr 1971 mit Sicherheit zu den ungewöhnlichsten (und unbekanntesten) Filmen, die er gedreht hat. OSCAR-Gewinnerin Sofia Coppola ("Lost in Translation") hat sich mehr als 45 Jahre später der gleichen Geschichte angenommen. Als ein Remake will sie "Die Verführten" ausdrücklich nicht verstanden wissen, da sie den englischen Originaltitel behalten hat, obwohl der beiden Filmen zugrundeliegende Roman von Thomas Cullinan "A Painted Devil" heißt, bezieht sie sich aber doch unverkennbar darauf. In gewisser Weise schuf Coppola das Gegenstück zu "Betrogen", denn während das Werk des Actionspezialisten Don Siegel ("Dirty Harry") explizit aus der Sicht des von Eastwood verkörperten...

Neues aus Hollywood mit einer SciFi-Dystopie und Stalins Tod

Quentin Tarantino hat bekanntgegeben, wovon sein neunter und damit voraussichtlich vorletzter Film höchstwahrscheinlich handeln wird: Vom Serienmörder und Sektenführer Charles Manson und den von ihm und seiner "Familie" verübten Morden (u.a. an Roman Polanskis schwangerer Ehefrau Sharon Tate). Brad Pitt und Jennifer Lawrence sollen in Verhandlungen um Hauptrollen stehen, aber da noch kaum Details bekannt sind, werde ich erst zu einem späteren Zeitpunkt ausführlich über das Projekt - dessen Dreharbeiten auch erst in einem Jahr beginnen sollen - berichten. Dafür habe ich zwei weitere Hollywood-News zu bieten:Eigentlich war Regisseur Doug Liman nie als außerordentlicher Vielfilmer bekannt - meist dauerte es zwei bis drei Jahre zwischen seinen einzelnen Regiearbeiten (zu denen "Go", "Die Bourne Identität" und "Mr. & Mrs. Smith" zählen). Seit dem Erfolg mit dem Zeitreise-SciFi-Spektakel "Edge of Tomorrow" scheint er jedoch geradezu arbeitswütig geworden zu sein. Kürzlich brachte er in den USA das ungewöhnliche Drei-Personen-Kriegskammerspiel "The Wall" mit Aaron Taylor-Johnson und John Cena in die Kinos, im August (in Deutschland am 7. September) folgt bereits das Action-Abenteuer "Barry Seal: Only in America" mit Tom Cruise, zudem sind einige Filme (darunter die "Edge of Tomorrow"-Fortsetzung "Live Die Repeat and Repeat") in Vorbereitung. Sein nächstes Projekt wird wohl der postapokalyptische Science Fiction-Thriller "Chaos Walking", der mit mehrjähriger Verspätung (ich berichtete erstmals 2012, damals war jedoch nur der Drehbuch-Autor bekannt) endlich in die Produktionsphase übergeht und für den nun der 1. März 2019 als US-Starttermin festgelegt wurde. Die Adaption des ersten Teils der erfolgreichen Romantrilogie von Patrick Ness spielt in einer dystopischen Zukunft und auf einem fremden, von der Menschheit kolonisierten Planeten, auf dem als Folge eines Virus vermeintlich alle Frauen gestorben sind und jeder Mann die Gedanken aller Mitmenschen hören kann respektive muß, was erwartungsgemäß nicht die allerbesten Auswirkungen auf die psychische Gesundheit vieler Personen hat. Protagonist ist der fast erwachsene...