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Direktionsagentur Lüftner: Jung, locker, digital…

Die Direktionsagentur Lüftner in Wendelstein bei Nürnberg erprobt neue Wege, um mit den Kunden zu kommunizieren. Das Agentur-Team ist schnell, pragmatisch, nahbar. Und dank Facebook und WhatsApp in Notfällen jederzeit erreichbar – auch schon sehr früh am Tag. Bis draußen auf den Flur schallen das Lachen und die Stimme von Benjamin Lüftner: „Das ist eine ganz bittere Nummer, nicht zu toppen!“ Die Rede ist von der Musik drinnen, vom 90er-Pop-Sternchen „Blümchen“. Sie trällert ihren einzigen Hit, „Herz an Herz“, in voller Lautstärke. Soundcheck in der Direktionsagentur Lüftner. Der Chef will testen, was die neuen Lautsprecher hergeben. Zum Jahresanfang hat das Team neue Büroräume bezogen. Am anderen Ende des Gangs, nur ein paar Meter weiter in einem Einkaufszentrum in Wendelstein bei Nürnberg. Und doch hat sich hier einiges verändert. Die neuen Räume tragen die Handschrift von Junior Benjamin, der die Agenturleitung vor zwei Jahren von seinem Vater Reinhold übernahm. „Hier können im Sommer Lounge-Möbel stehen“, der junge Chef deutet auf den großen Balkon. „Und hier ist unser Social-Media-Arbeitsplatz.“ Lounge? Social Media? Die Agentur Lüftner hat sich verjüngt. Anzug und Krawatte bleiben meist im Schrank hängen. Kunden melden sich per WhatsApp (Tel. 0179/9228444) oder vereinbaren Termine via Facebook. „Wir sind immer für Dich erreichbar“, verspricht die Agentur. Wenn der Kunde morgens um sechs feststellt, dass bei ihm eingebrochen wurde, und wissen will, was sein Versicherungsschutz abdeckt, bekommt er morgens um sechs eine Antwort. „Wir reden, wie uns der Schnabel gewachsen ist.“ Die Franken sind pragmatisch – und gut gelaunt. Bei Lüftners wird Blödsinn gemacht, gelacht, und es werden Witze erzählt. „So sind wir eben“, sagt Benjamin Lüftner. „Wir führen keine standardisierten Verkaufsgespräche mit den üblichen Formulierungen. Wir reden, wie uns der Schnabel gewachsen ist. Und ich komme so zu meinen...

Insurtechs präsentierten innovative Ideen

Vergangene Woche fand der zweite Demo-Day vom StartupBootCamp InsurTech in London statt. Unter den mehr als 700 Gästen waren auch mehrere Kollegen von Munich Re, ERGO und ERGO Direkt. ERGO und Munich Re sind Partner von StartupBootCamp InsurTech. Start-ups aus Südafrika, Schweden, Spanien, Frankreich, USA und Großbritannien präsentierten ihre Unternehmen und Geschäftsideen jeweils in einem fünfminütigen Pitch. Diese Newcomer zielen speziell auf den Versicherungsmarkt und fokussieren sich auf potentielle Zukunftsmodelle. Ein Beispiel ist die Nutzung von On-Demand-Versicherung über Handy-Apps (Tikkr) oder die Absicherung einer Emotion von Events & Veranstaltungen wie Musik-Gigs (Sharenjoy). Diese Start-ups basieren auf neuen Technologien wie AI (künstliche Intelligenz) oder Blockchain. Die Geschäftsführerin Sabine VanderLinden eröffnete die Veranstaltung mit der Aussage, dass inzwischen über 100 Mio. US Dollar in die Start-ups von Startupbootcamp (global) investiert wurden. Dies beweise, dass die Aktivitäten und das Engagement zu einem frühen Zeitpunkt der Gründung von neuen Start-ups ein erfolgreiches Konzept sei. Becky Downing, Alumni aus der letztjährigen Veranstaltung, eröffnete die Pitches. Sie ist Gründerin und CEO von Buzzmove. Downing riet den Teilnehmern, „die neue digitale Realität“ zu umarmen: „Die aufkommenden Technologien wie AI-inspirierte Maschinenlerntechniken, Blockchain und andere neue Innovationen ermöglichen enorme Möglichkeiten.“ Mit Cbien war auch ein reiferes Start-up im Programm vertreten, um Ratschläge zu geben und Wissen mit den Kollegen zu teilen." CBien ist eine digitale Asset-Management-Plattform, die Gebrauchsgüter bewerten und eine traditionelle Absicherung anbieten kann und den Benutzern hilft, eine Absicherung für Nischen, ungewöhnliche oder teure persönliche Gegenstände, wie Kameras, Antiquitäten oder Uhren zu erhalten. Dabei bietet Cbien eine Echtzeit-Marktwert Preisevaluierung an. David Gascoin, CEO und Mitbegründer von CBien, beschrieb die Inbetriebnahme als „eine digitale Inventarplattform, die die gemeinsame Nutzung von Kunden, Versicherung und der Wirtschaft ermöglicht“. Nach den Präsentationen hatten alle Teilnehmer die Möglichkeit die Start-ups...

ERGO Hackathon 2017: Prototypen für die Praxis

Nutzen fürs Unternehmen – Spaß für die Teilnehmer Die Fachabteilung benötigt ein Produkt, der IT-Nachwuchs setzt es um: Beim ersten unternehmensinternen ERGO Hackathon haben 27 Studierende vom 6. bis zum 7. April fünf Prototypen für die Praxis entwickelt. Und zwar im Wettkampf gegeneinander – und gegen die Zeit. Der ERGO Standort Düsseldorf am vergangenen Donnerstag: Der Konferenzsaal „Berlin“ mit seinen holzvertäfelten Wänden und der antiken Standuhr scheint sich in ein Start-up verwandelt zu haben. Notebook-Tastaturen klackern, Stifte kratzen über Flipboards und 27 junge IT-Talente diskutieren in gedämpftem Tonfall über „interaktive Fragebäume“, „dynamische Schadensmeldeformulare“ und das optimale Layout von „Kunden-Dashboards“. Die sechs Frauen und 21 Männer im Alter zwischen 18 und 24 Jahren sind Mitarbeiter von ERGO und ITERGO und studieren Wirtschaftsinformatik und BWL im Dualen System. Ihr Auftrag beim ersten unternehmensinternen ERGO Hackathon hatte es in sich: Unter Zeitdruck – und im Wettkampf untereinander – sollten sie Entwicklungsthemen und Produktideen aus den ERGO Fachabteilung in funktionierende Prototypen verwandeln. 24 Stunden später mussten ihre Entwicklungen vor einer Jury aus Abteilungsleitern, Geschäftsführern und Vorständen bestehen. Kreativität und Teambuilding „Sie alle hier sind Teil unserer digitalen Transformation“, hatte ihnen Mark Klein, der Chief Digital Officer (CDO) von ERGO, vor Beginn des Countdowns zugerufen. Das motivierte zusätzlich: Die Studierenden bildeten fünf Teams, schnappten sich je eines der zur Auswahl gestellten Entwicklungsthemen und legten los. Gefordert waren unter anderem Tools zur Schadenmeldung, zum optimalen Cyberschutz und eine Notfall-App für Autounfälle. „Für das Unternehmen hat ein Hackathon den Vorteil, dass sich hierbei in kurzer Zeit auch solche Ansätze ausprobieren lassen, die im hektischen Alltag wenig Chancen auf Umsetzung haben“, sagt Burkhard Bujotzek vom Bildungsboard der ITERGO und Mitorganisator des Events. Als „Programmierwettbewerb im klassischen Sinne“ sieht er den Hackathon allerdings...

Was macht ein Kunsthistoriker bei ERGO?

Johannes Kasek hat es oft mit echten Schätzen zu tun: Er bewertet Kunstgegenstände und deren Risiken. Seit 2016 arbeitet der Kunsthistoriker als Kunstsachverständiger in der Abteilung Kunst- und Valorenversicherung bei ERGO und zeichnet außerdem als Underwriter Risiken für das Unternehmen. Herr Kasek, als Kunsthistoriker sind Sie doch sicher ein Exot bei ERGO. Wie geht es Ihnen damit? Johannes Kasek: Selbstverständlich unterscheide ich mich mit meinem Werdegang deutlich von meinen Kollegen. Anders als viele andere trage ich zum Beispiel keine Krawatte – das bekomme ich manchmal scherzhaft zu hören. Ich fühle mich aber sehr wohl in der Versicherungswelt. Schon vor meinem Einstieg bei der ERGO habe ich in dieser Branche gearbeitet und dabei auch schon die typische Versicherungssprache und die Arbeitsweise kennengelernt. Welche Aufgaben haben Sie heute auf dem Schreibtisch? Und mit welchen Fragestellungen setzen Sie sich als Underwriter auseinander? Vorhin bekam ich eine Anfrage von einem Privatkunden zu historischen japanischen Waffen auf den Tisch. Sie können sich denken: Das ist nicht gerade mein Spezialgebiet. Ich muss nun sorgfältig recherchieren, um den Wert dieser Kunstgegenstände ermitteln zu können – zum Beispiel in Preisdatenbanken im Internet oder in Bibliotheken, oder einen externen Gutachter hinzuziehen. Hier spielen auch Kriterien wie Künstler, Entstehungsjahr, Größe des Werks und eventuelle Vorschäden eine Rolle. Neben der Kunst bewerte ich als Underwriter aber auch das Risiko. Wie geht der Kunde mit seinem Kunstwerk um? Welche mechanischen oder elektronischen Sicherungen sind nötig, um es vor Diebstahl zu schützen? Anhand vergleichbarer Verkaufsergebnisse bestimme ich dann den Versicherungswert und unterbreite dem Kunden ein Angebot. Museen oder Galerien berate ich außerdem bei Fragen zu Transport, Verpackung und Restaurierung ihrer Kunstgegenstände. Was hat Sie dazu gebracht, den Weg in die Versicherungsbranche einzuschlagen? Ich finde es faszinierend, die Kunst selbst, aber auch den Kunstmarkt...

Frühgeburt in den USA

Im Sommer 2015 wollten wir das letzte Mal vor der Geburt unseres Sohnes einen Urlaub zu zweit genießen. Unser Traumziel war New York City. Vor dem Flug hatten wir noch einmal einen Checkup beim Frauenarzt. Nach der Untersuchung bekamen wir grünes Licht und somit starteten wir unseren Trip in die USA. Wir hatten eine tolle Woche in Manhattan inklusive Sightseeing bei traumhaften Wetter. Wir haben von Times Square über Rockefeller Center und Entspannung im Central Park alles erlebt. Wir haben die Zeit sehr genossen und meine jetzige Ehefrau fühlte sich sehr gut. Als Highlight unserer gemeinsamen Reise hatte ich einen Heiratsantrag geplant. Wir hatten einen unglaublichen Tag mit Helikopterflug, tollem Abendessen und anschließenden nächtlichen Besuch auf dem Empire State Building. Bei der unglaublichen Kulisse Manhattans bei Nacht war der perfekte Moment für den Antrag. Unter Applaus der Besucher sagte sie ja und wir haben den Rest des Abends sehr genossen. Am nächsten Morgen wachte meine Frau mit Schmerzen auf. Wir dachten uns anfangs nicht viel dabei und beschlossen gemeinsam, dass wir den Tag ruhig angehen lassen. Da wir am nächsten Tag heimfliegen wollten, machte ich noch Besorgungen und meine Frau ruhte sich aus. Als ich wieder zurückkam, war es leider nicht besser und die Schmerzen nahmen zu. Daraufhin sind wir ins Bellevue Hospital gefahren, wie gesagt wir wollten die Heimreise am nächsten Tag antreten. „Your Baby is coming tonight!“ Während der Taxifahrt wurden die Scherzen immer häufiger und stärker, angekommen im Krankenhaus gingen wir sofort in die Notaufnahme. Meine Frau wurde untersucht während ich auf sie wartete. Grundsätzlich wollten wir nur Medizin, damit wir sicher nach Hause kommen. Nach circa zwei Stunden Untersuchung holte mich der Arzt dazu und sagte uns: „Your Baby is coming...

Fotoshooting mit italienischem Kult-Auto

Der senfgelbe Fiat 500 von Stefano Lucidi aus Köln hat den ERGO Fotowettbewerb „Mein Auto” gewonnen. Der Preis: Ein Fotoshooting mit Starfotograf Thomas Strogalski in Düsseldorf. Wir waren am Samstag mit dabei. Stefano Lucidi hätte sich an diesem Wochenende wohl besseres Wetter gewünscht, um seinen Fiat 500, Baujahr 1973, auf die Straße zu bringen. Sprühregen und Temperaturen um den Gefrierpunkt sorgten für Eisglätte auf den Fahrbahnen im Land. „Bei so einem Wetter fahre ich mit dem Wagen normalerweise nicht”, erzählt der Gewinner des ERGO Fotowettbewerbs „Mein Auto”. Auf der ERGO Facebook-Seite wurde Stefano mit seinem senfgelben italienischen Kultwagen zum Sieger gekürt. Er gewann ein Fotoshooting mit seinem Auto bei Starfotograf Thomas Strogalski. Jetzt sollte das Event steigen – zum Glück in den trockenen Elegant Elephant Foto-Studios in Düsseldorf. Fotoshooting mit der „Knutschkugel” „Für mich ist das die Knutschkugel”, sagt Fotograf Strogalski beim ersten Blick auf den Oldtimer. Stefano Lucidi hatte den Fiat vor sieben Jahren für circa 6.000 Euro erworben und komplett neu aufbauen lassen. Ein neuer Motor und eine neue Lackierung wurden dem Zweizylinder verpasst. „Mein Großvater hatte auch so einen Wagen”, erinnert sich Stefano, der sich für nostalgische Autos begeistert. „Der riecht auch noch so schön herrlich nach Kunstleder”, sagt Stefano und lacht. Das Düsseldorfer Fotostudio war in der Gründerzeit eine Fabrik. Hohe Decken und ein grauer Boden untermalen diese historische Atmosphäre noch heute. „Ich bin wirklich gespannt, wie das Shooting laufen wird”, sagt Stefano. In den folgenden Stunden soll es nun darum gehen, das italienische Auto am besten in Szene zu setzen. „Ich denke, wir sollten es ein wenig mystisch machen”, schlägt Fotograf Strogalski vor und ergänzt: „Ein bisschen Nebel sollte dabei sein.” Stefano findet die Idee gut. Für ihn ist vor allem eines wichtig: „Ich...