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Power Rangers Filmkritik — Ich bin ein Rita-Fan

Ich versuche vorsichtig wie ein Elefant im Porzellanladen diese Einleitung zu schreiben, ohne Fans der originalen Power-Rangers-Serie auf die Füße zu treten. Ein schweres Unterfangen, welches ich — wie ihr gleich lesen werdet — direkt aus offensichtlichen Gründen wieder aufgebe. Die Liebe zu einer Show wie dieser ist irrational und stark von der persönlichen Situation abhängig. Anders kann man den Erfolg von solch einem Schwachsinn nicht erklären. Oh, ja. Auch ich habe mir diesen Trash angesehen und war großer Fan. Doch unter uns: mein Gehirn mag zu dieser Zeit nicht mit der Temperatur eines Brennofens gearbeitet haben …

Life Filmkritik — Im Weltall hört dich niemand gähnen

Okay, wir haben es ja verstanden. Wen eine Idee gut ist, darf man sie gerne generationsübergreifend recyceln. Auch wenn dies bedeutet, dass quasi der gleiche Film alle Jubeljahre im Kino läuft. Dadurch wird das Älterwerden als Filmfan zwar nicht unbedingt angenehmer, jüngere Generationen können aber die gleichen Geschichten genießen, und müssen dabei nicht auf die korrekte Darstellung ihres aktuellen, modernen Realitätstunnels verzichten. Welcher Sinn steckt aber dahinter, lediglich Details am Werk zu ändern und ein und denselben Film alle zwei Jahre auf die Leinwand zu zaubern? Geld. Ja, ich weiß, ihr habt eine faszinierendere Antwort erwartet, aber so sieht es nun mal aus.

Die Schöne und das Biest - Filmkritik zum Realfilm

Das Geschäft mit der Nostalgie. Es gibt kaum einen profitableren Weg als dem geneigten Zuschauer in Aussicht zu stellen, dass ersehnte Gefühl des ersten Mal erneut erleben zu können. Natürlich ist das unmöglich, aber wie wir in den Meisterwerken gelernt haben: man darf nie aufhören zu glauben. Und wenn wir schon mal dabei sind, glaube ich daran, dass uns noch viele Realverfilmungen beliebter Disney-Klassiker ins Haus stehen werden. Nicht, weil die Masse sich das wünscht oder die Filme eine besondere Daseinsberechtigung hätten. Nein, einfach nur, weil sie erfolgreich sein werden. Alle.

Kong: Skull Island Filmkritik — Wer hätte das gedacht?

Wenn es kracht, dann kracht es richtig. Fast zwei Stunden, die wie im Flug vergingen und rätselnde Kinokritiker, die sich noch nicht ganz sicher sind, was sie da gerade zu sehen bekommen haben. „Kong: Skull Island“ biedert sich wie die jüngste Godzilla-Verfilmung an, tanzt uns mit diesem Marketing aber in Wirklichkeit auf der Nase herum. Jordan Vogt-Roberts Werk ist vielmehr eine Zeitreise. In das Jahrzehnt, wo Monsterfilme gar nicht blöd genug sein konnten und Schauspieler gnadenlos unterbezahlt waren: die 1960er.

Filmkritik zu Martin Scorseses "Silence"

Die menschliche Rasse ist so paradox wie ein brauner Schimmel und geistig so zerbrechlich wie Ming-Porzellan. Wer die Abgründe der menschlichen Seele erkunden möchte, braucht eine Menge Empathie, darf auf seinen Standpunkten nur vorübergehende Lager errichten und sollte sich niemals voreilig eine eigene Meinung bilden. Dazu gehört auch zu erkennen, ob diese Phrase zutreffend oder bereits genügend Zeit verstrichen ist. Im Fall von Scorseses Werk „Silence“ waren es 25 Jahre. Ein Traumprojekt. Eine Leidenschaft. Wer diese nicht teilt und gleichzeitig die oben genannten Voraussetzungen nur schwerlich erfüllen kann, wird in diesem Historiendrama einen zermürbenden Gegner finden.

Logan — The Wolverine Filmkritik

Grau in grau. Ein staubiger Western. Ein Roadmovie mit düsterem Unterton. Blutiger Selbstfindungstrip und Seelenterror. Anarchie im Marvel-Universum oder meinetwegen auch Hugh Jackmans Trittbrettabenteuer nach bester Vorlage durch Ryan Reynolds. Als all diese Dinge könnte ich „Logan“ beschreiben. Aber ein klassischer Superheldenfilm ist er nicht. Nicht einmal ansatzweise; selbst dann noch, wenn wir uns von den routinierten Abenteuern der letzten zwanzig Jahre wegbewegen und das Subgenre etwas aufgeschlossener betrachten. „Logan“ wird trotzdem einen eigenen Platz in dieser Landkarte brauchen.