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Das gewünschteste Wunschkind
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Liebe Leserinnen, liebe Leser...

Liebe Leserinnen, liebe Leser, es ist euch sicherlich schon aufgefallen, dass es hier im Blog ruhiger geworden ist. Zuerst war es unser zweites Buch, das all unsere Aufmerksamkeit forderte. Der Abgabetermin war Ende August, so dass wir den ganzen Sommer über intensiv über unseren Laptops hingen, um wirklich alle Details ins Manuskript zu bekommen, die uns wichtig erschienen. Tatsächlich waren wir nicht eine Minute zu früh fertig, sondern haben die Deadline komplett ausgereizt. In den letzten drei Tagen vor Abgabe warfen wir aufgrund einer plötzlichen Eingebung sogar noch einmal die ersten 100 Seiten des Buches komplett um. Wir ließen Langweiliges weg, verbanden interessante Fakten und brachten alles in einen völlig neuen Zusammenhang. Wir glauben, dass das neue Buch so inhaltlich total dazu gewonnen hat, aber es machte unsere Arbeit natürlich nicht leichter.... Weiterlesen »

Warum wir unsere Kinder nicht bestrafen sollten

In § 1631 BGB heißt es: „Kinder haben ein Recht auf gewaltfreie Erziehung. Körperliche Bestrafungen, seelische Verletzungen und andere entwürdigende Maßnahmen sind unzulässig“. Es ist Konsens in Deutschland, dass körperliche Gewalt gegen Kinder vollkommen inakzeptabel ist. Eine im Journal of Family Psychology veröffentlichte Untersuchung zeigte, dass schwere körperliche Disziplinierungsmaßnahmen schwerwiegende und langfristige Schäden anrichteten. Kinder, die wiederholt Prügel bekamen, neigten zu trotzigem, unsozialem und aggressivem Verhalten. Sie widersetzten sich zudem häufiger den Eltern. Die Autoren der Studie erklärten in einer Pressemitteilung: "Mit Schlägen erreichten Eltern demnach das Gegenteil von dem, was sie wollten. Die Kinder wurden dadurch nicht gehorsamer". Nichtkörperliche Strafen hingegen sind ein fester Bestandteil unseres Alltags und gesellschaftlich allgemein akzeptiert, auch wenn sie sich bei genauerer Betrachtung in vielen Fällen als "entwürdigende Maßnahmen", die "seelische Verletzungen" verursachen, herausstellen. Nichtkörperliche Strafen verletzen unsere Kinder zudem ebenso sehr, wie Schläge. Eine Studie der Universität Pittsburgh zeigte, dass verbale Strafen die gleichen Auswirkungen haben, wie körperliche: Verhaltensstörungen und Depressionen. In diesem Artikel soll es darum gehen, welche Auswirkungen Strafen auf unsere Kinder haben, welche Probleme es bei einer strafenden Erziehung gibt und warum Bestrafungen langfristig nicht funktionieren. Weiterlesen »

"Keine Kinder sind auch keine Lösung" - Nina Katrin Straßner (Juramama)

Die Urschrift des (un)begnadeten ErstlingswerksAls ich etwa 14 Jahre alt war, nahm ich ein Notizbuch und schrieb einen Masterplan für mein Leben bis 30. Bis dahin wollte ich die vermeintlich wichtigsten Dinge im Leben erledigt haben. Etwa zwanzig Punkte umfasste diese Liste. Von "Haare abrasieren" (da fehlte der Mut)  über eine "Reise nach Japan" (die ich mit 28 Jahren tatsächlich abhaken konnte) und "eine Radiosendung moderieren" (leider nicht geschafft, aber prompt auf die Liste für "Things you should do before you die" gesetzt), stand auch "ein Buch schreiben" drauf. Meine schriftstellerische Karriere begann sehr vielversprechend - mit 15 Jahren gewann ich völlig überraschend einen großen Medienwettbewerb in der Kategorie "Journalistik" - mein Text war (sogar, haha) in der Bild abgedruckt. Enthusiastisch schrieb ich in wochenlanger Arbeit einen wirklich begnadeten Liebesroman - "Radio Love" erzählte die unfassbar romantische Geschichte von Danielle und Arno... Ähnlichkeiten zu existierenden Personen waren nicht zufällig und ganz und gar beabsichtigt. Mein Herz und meine Finger glühten - denn ich schrieb natürlich mit der Hand, einen Computer gab es 1995 in den meisten Haushalten noch nicht. Mein "Roman" umfasste etwa 50 Normseiten und leider musste ich nach relativ kurzer Zeit schon ganz nüchtern eingestehen, dass er einfach ganz grauenvoll schlecht war. Ich schrieb nicht mitreißend. Nicht spannend. Nicht lustig. Ich schrieb, wie es verliebte 16-Jährige tun. Schlecht halt. Meine schriftstellerische Karriere legte ich daher kurzentschlossen auf Eis und konzentrierte mich auf andere Dinge. Weiterlesen »

Test und Vergleich der Tragehilfen Mysol, Luemai, Fräulein Hübsch, Limas, Madame Jordan und Didytai

Warum sollten wir Babys tragen? Nachdem Kinder jahrzehntelang hauptsächlich im Kinderwagen herumkutschiert, in Bettchen gelegt und (wenn überhaupt, dann) auf dem Arm herumgetragen wurden, sieht man in den letzten Jahren doch wieder vermehrt Eltern ihre Kinder in Tragetücher oder Tragehilfen tragen. Zum Einen wurde sicherlich erkannt, wie unheimlich praktisch das Tragen ist: Man hat beide Hände frei und kann sich somit wunderbar um anderes kümmern, z. B. um den Haushalt und Geschwisterkinder. Man ist mobil, kann das Kind überallhin mitnehmen und muss das schlafende Kind nicht durch Umbetten oder Umziehen wecken, wenn man das Haus verlässt, weil man einfach die eigene Jacke über dem Kind schließen kann und das Kind somit warm eingepackt ist. Vor allem aber wird das eigene Bedürfnis nach Nähe befriedigt, wovon insbesondere auch Papas sehr profitieren können. Zum Anderen besinnt man sich aber auch auf die Vorteile des Tragens für das Baby: Neben den positiven Auswirkungen auf den kleinen Babykörper (z. B. Minderung der Blähschmerzen der Dreimonatskoliken durch die Wärme und leichte Massage, Schulung des Gleichgewichtssinns, Unterstützung der Entwicklung der Hüfte durch Spreizstellung der Beinchen) rückt dabei insbesondere die Stärkung der Bindung des kleinen Traglings zum Tragenden in Vordergrund, da das Urbedürfnis nach Nähe und Geborgenheit befriedigt wird. Weiterlesen »

Warum du Dich immer verabschieden und niemals heimlich von Deinem Kind fortschleichen solltest

Als meine Töchter etwa ein Jahr alt waren, konnte ich mich nicht von ihnen wegbewegen, ohne dass das in einem Drama endete. Sie wollten mich partout nicht gehen lassen. Es gab Tränen, sie schrien und klammerten sich an mir fest, obwohl ich sie nur bei sehr engen Bindungspersonen, wie meiner besseren Hälfte oder den Großeltern lassen wollte. Mir fiel auf, das es sehr viel besser klappte, wenn ich mich quasi wegschlich, sobald sie einmal ins Spiel gefunden hatten. Doch machte mir diese Strategie ein schlechtes Gewissen. Ich wusste nicht genau, warum, aber es schien mir irgendwie fies, so einfach abzuhauen. Andererseits wollte ich dem Erwachsenen, der dann in meiner Abwesenheit auf die Mädchen aufpasste, nicht so viel Drama zumuten. Zwei heulende Kinder gleichzeitig zu trösten und zu beruhigen, ist schon echt `ne Herausforderung. Weiterlesen »

Mein Kind lässt sich nicht trösten oder nur Papa darf es trösten

Immer mal wieder schreiben uns Leser E-Mails oder Nachrichten auf Facebook und stellen Fragen, die ihnen besonders unter den Nägeln brennen. Leider schaffen wir es nicht mehr, diese Anfragen individuell zu beantworten, da wir sonst acht Stunden am Tag E- Mails beantworten müssten, um allen gerecht zu werden. Das neue Buch, unser Blog, die Arbeit und unsere Kinder würden viel zu kurz kommen. Wir wollen aber in loser Folge die am häufigsten gestellten Fragen hier etwas ausführlicher beantworten.  Mein Kind lässt sich nicht trösten Einer der am meisten gelesenen Artikel auf unserer Seite ist "Warum man Kinder immer trösten sollte". Einige Leser haben unter dem Artikel kommentiert, dass sich ihre Kinder aber oft nicht trösten ließen. Katzenflieder schreibt bspw.: "Ich mag mich irren aber in bestimmten Situationen, gerade wenn das Kind aus Wut weint, kann ich nicht trösten. Beispiel: Als meine ältere Tochter 2,5 Jahre alt war, ging sie furchtbar gern in die Kita. Unterwegs konnte ich sie gut ablenken. Sobald wir aber das Haus betraten fing sie an hysterisch zu werden, schreiben toben, um sich schlagen, sich selbst beißen und kneifen, bis hin zu Kopf gegen den Schrank donnern. JEGLICHE Versuche ihr beizustehen, ihr zu vermitteln oder sie abzulenken, missglückte. Ich konnte nichts anderes tun als abzuwarten und sie mit ihrem Zorn allein zu lassen. Ich saß da und wartete, bis sich ihr Ton veränderte. Ansprechen, anfassen oder gar angucken, hat sie nur noch wütender gemacht. Ich erreichte sie immer erst wenn sich ihr Ton veränderte. dann wurde sie zugänglich und man konnte sie wie gewohnt trösten und ansprechen". Weiterlesen »