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Spineboard: Anleitung zur richtigen Anwendung

Bremen (rd.de) – Wer das Spineboard richtig anwenden möchte, benötigt neben solch einem Wirbelsäulenbrett auch eine Zervikalstütze, ein Kopffixierungssystem sowie eine Fixierspinne. Was Rettungsdienst-Mitarbeiter darüber hinaus wissen müssen, steht in unserer „Spineboard-Anleitung“. Handelt es sich um einen liegenden Patienten, muss zunächst das Spineboard parallel zur betroffenen Person platziert werden. Das Brett ragt dabei rund ein Drittel über den Kopf des Patienten hinaus. Spineboard: Anleitung zur richtigen Anwendung Im Rahmen des Log-Roll-Manövers kann nun der Patient auf die Seite gedreht werden. Das Kommando übernimmt der Helfer, der am Kopf des Patienten kniet. Ein zweiter Helfer fasst den Patient an Becken und Schulter, ein dritter an Becken und Oberschenkel. Der zweite („mittlere“) Helfer kann bei diesem Manöver mit seiner linken Hand die komplette Wirbelsäule des Patienten auf Druckschmerz und Stufenbildung hin untersuchen. Dann wird das Spineboard an den Patienten geschoben, sodass der Verletzte auf das Brett gedreht werden kann. In einem weiteren Schritt muss der Patient nach schräg oben gezogen werden. Mittels eines Gurtsystems wird der Patient endgültig auf dem Spineboard befestigt. Bevor die Gurtspinne angelegt wird, sollte der Verletzte mit einer Schere entkleidet und mit Rettungsfolie eingewickelt werden. In unserem eDossier „Spineboard: Anleitung zur richtigen Anwendung“ erfahren Sie nicht nur, an was beim Anlegen des Gurtsystems zu denken ist. Wir erklären auch, wie ein Spineboard beim stehenden oder sitzenden Patienten angewandt wird und warum es als Rettungsmittel oft unterschätzt wird. (Text: Maximilian Kippnich, Florian Hauck, Dr. Thomas Schenk, Dr. Christian Markus; Symbolfoto: Markus Brändli; zuletzt aktualisiert: 29.05.2017) eDossier „Spineboard: Anleitung zur richtigen Anwendung“ • Umfang: 7 Seiten • Dateigröße: ca. 2 MB/PDF-Format • Ein Beitrag aus Rettungs-Magazin 1/2016

Düsseldorf: Nächtliche Rettung aus dem Rhein

Düsseldorf (rd_de) – Ein etwa 40-jähriger Mann wurde in der Nacht zu Sonntag (28.05.2017) bei Düsseldorf aus dem Rhein gerettet. Passanten hörten gegen 3.30 Uhr in Höhe eines Hafenbeckens Hilferufe. Aufgrund ihres Notrufes suchten die alarmierten Rettungskräfte von Land aus und auf dem Wasser nach dem einer Person im Fluss. Auch ein Polizeihubschrauber kam dabei zum Einsatz. Nach über einer halben Stunde fanden die Einsatzkräfte einen Mann, der leblos im Rhein trieb. Ein Rettungsboot nahm ihn an Bord. Die Rettungsassistenten des Bootes versorgten den Mann und übergaben ihn an die Besatzung eines Rettungswagens. Nach primär erfolgreicher Reanimation wurde der Patient in eine Düsseldorfer Klinik gebracht. Insgesamt 60 Einsatzkräfte von Feuerwehr, DLRG und städtischem Rettungsdienst waren mit fünf Rettungsbooten, einem Feuerlöschboot, einer Taucherstaffel sowie 15 Landfahrzeugen an dem Einsatz beteiligt. Bereits einen Tag zuvor wurden Einsatzkräfte zur Rettung von Personen aus dem Rhein bei Düsseldorf alarmiert. Die Schwimmer konnten sich in diesem Fall aus eigener Kraft aus dem Wasser retten. Immer dabei: Mit unserem AboPlus können Sie das Rettungs-Magazin klassisch als Heft und jederzeit als digitales ePaper zum Beispiel auf einem Tablet lesen.  

Berufshaftpflicht für Mitarbeiter im Rettungsdienst

Bremen (rd_de) „Wenn mal was schiefgeht – kein Problem, dafür sind Sie über uns versichert.“ Diese Worte hat schon mancher Rettungsdienst-Mitarbeiter gehört. Eine Berufshaftpflichtversicherung, wie sie beispielsweise Ärzte oder Anwälte nachweisen müssen, wäre sinnvoller. Aber nur eine Minderheit der Notfallsanitäter und Rettungsassistenten dürfte sie besitzen. Das Schreiben der Versicherung lag unerwartet im Briefkasten von Rettungsassistentin Sarah B. (fiktiver Name). Als Betriebshaftpflichtversicherung von Sarahs Arbeitgeber habe man an einen Patienten 50.000 Euro Schmerzensgeld zahlen müssen. Sarah habe den Patienten durch unsachgemäßes Umlagern von der Trage fallen lassen. Dies stelle eine grob fahrlässige Pflichtverletzung dar. Deswegen müsse die Rettungsassistentin die 50.000 Euro im Wege des Regresses innerhalb von 14 Tagen an die Versicherung zahlen. Kein Einzelfall. Eine Ärztin war bereits im Jahr 1997 vom Bundesarbeitsgericht in einem Fall falscher Blutkonservengabe zum Regress verurteilt worden. Betriebshaftpflichtversicherung des Arbeitgebers Richtig ist, dass Hilfsorganisationen sowie kommunale und private Rettungsdienste in der Regel eine Betriebshaftpflichtversicherung abgeschlossen haben. Eine solche Versicherung sichert das Unternehmen vor Vermögensschäden, die aufgrund von Personen- oder Sachschäden verursacht wurden. Darüber hinaus sind Schäden, die durch das alleinige Verschulden eines einzelnen Mitarbeiters entstehen, abgedeckt. Eine Betriebshaftpflichtversicherung bietet daher finanziellen Schutz sowohl vor Personen- und Sachschäden als auch vor Vermögensschäden. Die Versicherung stellt den Versicherungsnehmer – also den Arbeitgeber des Rettungsdienst-Mitarbeiters – von begründeten Ansprüchen Dritter frei oder wehrt auf seine Kosten unbegründete Ansprüche ab. Aber Achtung, gleichzeitig beginnt bereits bei der Schadenmeldung immer auch die Prüfung der Versicherung, ob im Falle einer Zahlung ein Mitarbeiter, der den Schaden verursacht hat, voll oder teilweise in Regress genommen werden kann. Versicherungsunternehmen sind wirtschaftlich orientierte Firmen. Wohltaten gehören nicht zu ihrem Business. Hintergrund für diese Recherchen gegen einen Rettungsdienst-Mitarbeiter ist der Grundsatz des Forderungsübergangs. So heißt es in Paragraph 86 des Versicherungsvertragsgesetzes: „Steht dem Versicherungsnehmer ein Ersatzanspruch gegen einen Dritten zu, geht dieser Anspruch auf den...

Rettungsdienst sollte an Sepsis-Verdacht denken

Bremen (rd_de) – Dr. Ulf Harding und seine Kollegen aus dem Klinikum Wolfsburg weisen darauf hin, dass bereits der Rettungsdienst bei Notfallpatienten die Möglichkeit einer Sepsis ins Auge fassen sollte. Je früher das Krankheitsbild in Erwägung gezogen würde, desto größer seien die Heilungschancen, heißt es in der aktuellen Ausgabe des Journals für Anästhesie und Intensivbehandlung. Die Behandlungsergebnisse der Sepsis seien seit Jahren schlecht. Die Mediziner räumen ein, dass dies auch an der schwierigen Diagnose einer Sepsis liege. „So ist nicht immer ein Infektionsherd auszumachen; auch können die Symptome unspezifisch sein“, schreibt Dr. Ulf Harding. Wie Patienten mit einer Sepsis zu behandeln sind, was es mit dem „Sepsis-Kit“ auf sich hat und welche Ziele die Surviving Sepsis Campaign verfolgt, können Sie unserem eDossier „Sepsis: Symptome einer Blutvergiftung“ entnehmen. Fieber könne ein wichtiger Hinweis auf ein Infektgeschehen sein, könne aber gerade bei älteren Patienten trotz einer Sepsis fehlen. Hinzu käme, dass die Temperaturmessung im Rettungsdienst immer noch zu häufig unterlassen würde oder aus technischen Gründen misslänge. Die wichtigsten Hinweise auf eine mögliche Sepsis sind: • Verdacht auf Infektion • Fieber oder Hypothermie • Änderung des Bewusstseinszustandes • Tachypnoe • Hypotension • Exsikkose • Anurie • unspezifische Beschwerden • besorgte Angehörige Besteht der Verdacht auf eine Infektion, sollte vom Rettungsdienst der qSOFA-Score angewandt werden. Dieser Wert lässt sich einfach, schnell und ohne Labordiagnostik erheben: • Atemfrequenz > 22/min • verändertes Bewusstsein • systolischer Blutdruck < 100 mmHg Parallel ist zu prüfen, ob sich eine Organdysfunktion anbahnt. „Patienten mit Sepsis-Verdacht sollten entsprechend im Zielkrankenhaus angemeldet werden. Dadurch kann der Patient ohne Zeitverlust in die...

Putz fiel während Gottesdienst auf Kirchenbesucher

Rettenberg (pol) – Im Landkreis Ostallgäu wurden am Donnerstag (25.05.2017) während eines Gottesdienstes mehrere Besucher einer Kirche von herabfallendem Verputz verletzt. Wie die Polizei mitteilte, fiel gegen 10.30 Uhr in der Kirche St. Blasius in Vorderburg während einer Hl. Messe ein etwa 3 bis 5 Quadratmeter großes Stück Putz auf die darunter sitzenden Personen. Der Putz hatte sich in rund zehn Meter Höhe gelöst. In der vollbesetzten Kirche hielten sich zum Unfallzeitpunkt zirka 430 Personen auf. Fünf Menschen im Alter zwischen 60 und 85 Jahren wurden leicht bis mittelschwer verletzt. Laut Medienberichten zogen sich die Betroffenen Platzwunden und Abschürfungen sowie in einem Fall eine Fingerfraktur zu. Der Rettungsdienst war mit einem Rettungshubschrauber und mehreren Einsatzfahrzeugen vor Ort. Vier Verletzte wurden in Krankenhäuser gebracht und stationär aufgenommen. Ein Patient konnte nach ambulanter Behandlung vor Ort entlassen werden. (26.05.2017; Symbolfoto: Markus Brändli) Immer dabei: Mit unserem AboPlus können Sie das Rettungs-Magazin klassisch als Heft und jederzeit als digitales ePaper zum Beispiel auf einem Tablet lesen.

DGU Fortbildung: Medizinische Versorgung im Terrorfall

Frankfurt (DGU) – Die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie e.V. (DGU) hat Mitte Mai 2017 ein neues Kursformat zur Behandlung von Schuss- und Explosionsverletzungen nach einem Terroranschlag gestartet. Der neue Kurs mit dem Titel „Terror and Disaster Surgical Care“ (TDSC®) richtet sich an erfahrene Unfallchirurgen und Chirurgen an deutschen Kliniken, die mit der medizinischen Herausforderung bei Terrorlagen in Zukunft konfrontiert werden könnten. „Unfallchirurgen müssen im Katastrophenfall andere Prioritäten als in der Regelversorgung setzen. Der Kurs übt das Umdenken in der Terrorlage“, sagte DGU-Präsident Professor Dr. Ingo Marzi. Der zweieinhalbtägige Kurs vermittelt unter anderem Kenntnisse über den Einsatz auf gefährlichem Terrain, wesentliche Aspekte der Wundballistik, Besonderheiten zur Versorgung der speziellen Verletzungsmuster, wichtige Entscheidungsalgorithmen und Maßnahmen zur Schadensbegrenzung und -regulierung (Damage Control). Im Zentrum des Kurses steht eine Simulationsübung in Form eines Spiels. In verschiedenen Fallsimulationen werden die Teilnehmer mit einem Massenanfall von Verletzten infolge eines Terroranschlages (TerrorMANV) konfrontiert. Unter möglichst realitätsnahen Bedingungen trainieren die Teilnehmer ihre Entscheidungskompetenz in einer Terrorlage: Welcher Patient bekommt in welcher Reihenfolge welche Operation mit welchem Material. In dem Kurs thematisieren die Schulungsleiter zudem organisatorische Inhalte, wie beispielsweise den Krankenhaus-Alarmplan im Terrorfall. Die Kursinhalte wurden von der DGU-AG Einsatz-, Katastrophen- und Taktische Chirurgie (AG EKTC) entwickelt. Die Experten des Sanitätsdienstes der Bundeswehr haben die beiden AGs dabei unterstützt. (24.05.2017; Symbolfoto: Niko Endres/Fotolia)