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Nachtgedanken: Klaus Horst Statterstatt In The gar nicht House
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Cannes denn wahr sein...

Wieder einmal wird ausgerollt und flaniert für die Damen und Herren der Schöpfung, die sich einmal mehr beglückwünschen zu ihrereigenen Existenz und zu ihrer exorbitantenErscheinung - es ist erstaunlich zu wasdie plastische Chirurgie heute zu leistenimstande ist. Und wie immer sind wieder alle ganz furchtbar überrascht, daß ausgerechnet sie von der Jury ausgewählt wurden.Natürlich wird auch wieder ausgezeichnet undman lobt sich vorsorglich schon einmal gegenseitigin den Himmel - Neues geschaffen zu haben mit demModellbaukasten aus Hollywood. Die Auszeichnungswutmuß sich schließlich irgendwo entladen. Und wo kann sie dasbesser tun, als dort, wo bereits viele andere vorher hingeschissen haben.Eine Gallionsfigur darf natürlich nicht fehlen,damit das ganze auch den festlichen Rahmen erhältund es dann auch klappt mit der Auszeichnung, dienatürlich auch völlig "unerwartet" den sowieso schonProminentesten in die engere Auswahl nimmt. Im Anschluß wird das Ganze schließlich noch in einer Betroffenheits-party für alle münden, wo man in gediegener Atmosphäreund bei Champagner und Kaviar über den Hunger in der Weltdiskutiert.Folglich müssen auch ein paar Krokodilstränenfließen, um dem Ganzen ein wenig den Anschein vonGlaubwürdigkeit zu verleihen und damit auch das Publikum auf seine Kosten kommt und die Glitsch-Presse auch ihre üblichen Titten Bilder zeigen kann.Anschließend wird noch einmal an die Bedeutung des Weltfriedens appelliert und die Umwelt muß auch mindestens1x erwähnt werden, zu dem Hollywood zweifellos wie immer den bedeutensten Beitrag leistet und geleistethat, wie man im nachfolgenden Beitrag unschwer erkennenkann.Nebenbei geht es irgendwo wohl auch um den einenoder anderen Inhalt, aber auch nicht zuviel, dennim Zeitalter der Technikverblödung sollte man seinPublikum nicht mit komplizierten Sachverhaltenlangweilen oder überfordern.Diese Themen werden dann irgendwie platziert nach dem üblichen Verfahren: die Welt wird wieder mal in einem abgelegenen Indio- oder Bauerndorf gerettet von einem Leonard Cabrio, der sich wie selbstverständlichvöllig uneigennützig - und nichts anderes kennt man ja von den meisten Schauspielern - opfert für die gute...

Die große Wahl

mit viel Brimborium und TamTam habensie wieder einen Hasen aus der Trommel hervor gezogen. Das ganz große Los istes, wenn man den Metien glauben schenken darf und nun sind wir alle nur ganz kurzvon der vollendeten Beglückung entfernt,die uns demnächst wiederfahren wird.Die CDS oder PDU wird dieses mal regieren, aber nur von 8.30 Uhr - 12.30 Uhr Mittwochsund am Wochenende geschlossen. Ab heutewird nicht mehr durchregiert bis morgenfrüh, sondern nur unter Einbeziehung sämtlicherPensionsleistungen und Feiertagsansprüchen.Bei dieser Wahl gab es und gibt es wohl nureinen wirklichen Gewinner und das ist der,der regieren darf. Denn zahlen dafür werdenandere müssen, was die Regierung sich leisten will, das muß woanders eingespart werden.Aber natürlich, davon wird erst einmal nichtdie Rede sein. Schließlich wird ab jetzt allesganz furchtbar besser und anders werden und die neue Regierung wird zunächst dafür sorgen müssen, daß ihre eigenen Pensionen erhöht werden, weil die ohnehin immer schon zu niedrig waren.Denn das ist wohl die größte Sorge derer, diesich haben wählen lassen. Das ihre eigene finanzielle Unabhängigkeit gesichert und gewährleistet ist und das auch evtl. vorhandenefinanzielle Risiken gleichzeitig mit abgedeckt werden um sie dann geschlossen auf denBürger abzuwälzen, falls der Fall tatsächlicheintritt.Wozu sonst soll so eine Regierung denn wohl schließlich gut sein ? Und woher das Geld kommt -scheißegal - dann ändert man eben schnell mal einGesetz nachträglich und schon zahlt der Bürger für wasauch immer. Und wenn das dann nicht reicht, stelltman halt überall Tempofallen auf und stellt dieseswie immer unter den Aspekt der "Sicherheit".Es wird jawohl niemand behaupten wollen, daßGesetze nur dem nützen, der sie beschließt. Undnatürlich wie immer wird alles im Sinne desGemeinwohls sein - das versteht sich vonselbst.

Schreibwarnung

Aufgrund einer akuten, diffusen Bedrohungslageim generellen Bereich hat das Bundesministerium für Inneres eine Schreibwarnung heraus gegeben. Es betrifft alle Buchstaben und Wörter, die zur Zeit ungeprüft im Umlauf sind. Immer wieder tauchen gefälschte Wörter in den Netzwerken auf, die teilweise mit absurdenInhalten versehen wurden und bei Benutzungallergische Reaktionen bzw. spontane Gehirn-aktivität auslösen können.Daneben gibt auch viel "Fake" Wörter, die unter Verdacht stehen, sich in einer falschen Bedeutungsumgebung aufzuhalten und dortunerkannt ihr Unwesen treiben können odergezielt korrekt geprüfte Sachverhalte zu unter-wandern durch inoffizielle Information oder diesejewails infrage zu stellen.Mitunter tauchen solche Wörter in letzter Zeitvermehrt auch in Talkshows auf, die vermeintlich seriöse Themen vorgeben, in Wirklichkeit aber nurals illegale Wortwaschanlagen für gefälschte Wörter agieren.Sie tarnen sich häufig innerhalb des Themenbereichmit der Bezeichnung Zukunft, sozial oder geben vor,wichtige Felder in diesem Bereich abzudecken, tretengar im Namen der Gerechtigkeit auf, sind in Wirklichkeitaber nur daran interessiert schmutzige Wörter umzuwandelnin einwandfreie völlig Unverdächtige.Wir warnen davor, diesen Ausdrücken Glaubenzu schenken. Solche Wörter mit verdächtigem Inhalt sollten nicht gelesen werden undunverzüglich an die neutrale Google-Prüfstelle für gefährdende Inhalte weiter gegebenwerden, damit sie nicht gelesen werden.Außerdem besteht Wortsuchtgefahr.Sie sollten vor dem Gebrauch von Expertenauf verdächtigen Inhalt untersucht werden.Dazu werden Packete mit extra dafür ausgebildeten Robotern einer Prüfung unterzogen.Nur vorher unverdächtiger Inhalt darf zurweiteren Verwertung freigegeben werden, um den Endverbraucher nicht unnötig mit Denkvorgängenzu überfordern+. Dafür steht das + neben Google,für sauberen, gesiebten inhaltsfreien Raum, der nicht mit zusätzlichem ungefiltertem Feinstaubinhaltendie Gedanken verunreinigt.Google erfüllt schon jetzt die EU-Norm für sauberesDenken und sorgt dafür, daß nur noch saubere, gefilterteInhalte in die Öffentlichkeit gelangen, die vorhergeprüft und aussortiert wurden. Nur inhaltsfreiePost wird der Öffentlichkeit empfohlen und darfweiterhin gelesen werden.Für eine saubere, sterile Welt, in der alle Menschensich lieb haben und es überall Blumen gibt und Pferde, alle lieb und hübsch sind und nur noch das lesen dürfen, was Google ihnen...

Das tägliche Betroffenheits-Gesülze

Man tut immer so betroffen in den Medienund den Netzwerken, bei Scheißberger & Co, wenn sich ein Hartz IV Empfänger wieder einmal die Kugel gegeben hat oder der jährliche Kinderarmutsbericht aufzeigt, daß eben doch nicht alle Kinder die gleichen Chancen haben und das Herkunft eben doch immer noch die entscheidende Rolle spielt, unabhängig von Begabung oder Talent,das man vielleicht mitbringt, im Gegensatz dazu, wasman immer so lauthals in der Öffentlichkeit herausposaunt und mit großen Tönen dem Publikumvor die Füße kackt.Aufgeblasenes Gehabe und leeres Geschwafel, dasman von sich gibt in der Politik und in den Medien. Vielleicht auch, weil es die da untengeben muß und auch die da oben und das Elendnotwendig ist, um die Ängste zu schüren, damit dieArbeitnehmer kuschen, funktionieren und niemandaufmuckt und auch der Rest sich in dieses perfide System der Angst einfügt, um nicht dorthin zu kommen,wo das Elend bereits ist.Aber im Grunde geht es wohl auch gar nichtum wirkliche Veränderung, sondern nur darum, sich an den Themen aufzugeilen, sich daran abzuarbeiten und daran zu verdienen, anstatt wirkliche Perspektivenzu schaffen für eine Gesellschaft in der jeder die gleichenChancen hat. Schwangere Jugendliche, Schuldenberater und diehilfsbereite Polizei sind wohl immer ein dankbaresThema, auf das man sich gerne stürzt und nicht zuvergessen, die vielen Superstars, die überall wiePilze aus dem Boden sprießen. Von den vielenzerbrochenen Persönlichkeiten hört man komischer-weise nie etwas in den Metien.Es wird einfach so getan, als wolle man Abhilfeschaffen, um die Not zu lindern, stattdessen gehtes nur ums Niedermachen, ums Runterputzen undums schikanieren.Es geht nur darum, wie die Geier um das Aas zu kreisen, um darauf zu warten, daß man, wenn es denn irgendwann soweit ist, endlich auch ein Stück vom Kuchen bekommt und die Reste, diedann noch übrig sind, in bare Münze umzusetzenund sich an dem Aas zu weiden und satt zu essen.Sich am...

Slow Food - die neuen Hippster - es ist eben alles eine Frage des Eventcharakters

nicht mehr einfach in sich hinein stopfen, bloß weil man vielleicht Hunger hat, so etwas banalesschickt sich nicht mehr, es muß nun jede Gurke undjedes Salat Blatt einzeln rhetorisch aufbereitet und ausdiskutiert werden, bevor es den Teller berührenund man es verkosten kann.Es muß daran geschnüffelt werden und Aroma habenund darf nicht einfach ganz banal irgendwo auf irgendeinem beliebigen Feld gewachsen sein, es muß seine kulturelle Abstammung nachweisen und von katholischen Bergarbeitern bei Vollmond geerntet worden sein, damit das Wasser im Aroma erhalten bleibt. Nur so kann es seine Wirkung vollständig entfalten und dem ganzheitlichen Gedankenentgegen eilen.Fressen ist heute ein kulturelles Event, das man zeremoniellinszenieren muß, über das man stundenlang diskutieren und applaudieren muß, anstatt es lapidar auf den Tisch zu knallen wie es früher einmal war:"Es wird gegessen, was auf den Tisch kommt basta und wem's nicht schmeckt, der geht eben leer aus"Fressen ausdiskutieren bis es oben wieder herauskommt, das ist jetzt das neue Hobby der Upper-Classund der Yuppies, die neue Korrektheit in ihrerabgeschliffensten Form, die lieber über den Weinsprechen, anstatt ihn zu saufen, die Besser-Pisser undökologisch korrekten Tofu-Fresser, die mit ihrerLaktose-Unverträglichkeit und Insuffizienz,die jedes Korn einzeln in Wasser aufgehen lassen, weil es gut ist für die Verdauung und damit die Ballaststoffe sich voll entfalten können und allesin der Balance bleibt. Mein Vater hat einmal gesagt: "Wer keine Probleme hat,der macht sich welche". Könnte man wohl kaum besserauf den Punkt bringen. Die wohnen auch nicht einfachnur in einem Haus, sondern in einem Loft, sowas schicki-mickimäßig Ausgebautes, wo vorher Schweine drin geschlachtet wurden oder Leute erschossen oder wosich mindestens jemand aufgehängt hat.Aber die sind da hinein gezogen wegen dem besonderen"Flair" und dem kompakten Eventcharakter. Sie liebenFrank Gehry wegen seines visionären Utopismus undmögen progressive Kunst. Dabei wissen sie eigentlichgar nicht einmal, was das eigentlich bedeutet. Aberdas müssen sie auch gar nicht.Es...

Georg Danzer - Du kannsd nix dafür