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POLITIK / POLITISCHE SATIRE / Nachtgedanken: Klaus Horst Statterstatt In The

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Ganz aufgeregt blinkt etwas in derunteren Ecke meines Bildschirmes.Das Netzwerk meldet: ein Freundschafts-vorschlag sei soeben frisch eingetroffen -also noch völlig unbenutzt und für michexklusiv reserviert - und es empfiehlt als weiteres Vorgehen, das unverzügliche Simulieren eines Interesses, ansonsten könne man für die Frische der Freundschaft nicht länger garantieren. Es wird daher zu einemunverzüglichen Verzehr geraten - zeitnah,also innerhalb eines bestimmten Zeitkontingents Sie werde dann ungeeignet zum Konsum, wegen der extrem kurzen Haltbarkeit. Das Angebot gelte nur für begrenzte Zeit. Kurz - stellte sich mirdie Frage: Wenn das abgelaufen ist, muß ichdann entsorgen und wo kann ich das ? Undkann ich auch umtauschen bei Nichtgefallen ?Aber dann denke ich mir: Hoffentlich kein Auslaufmodell, wie das letzte mal. Ansonsten eine kleine Aufmerksamkeit des Hauses,nach langjähriger Aktivität, warum nicht.Noch etwas Freundschaft zwischendrin -das nimmt man doch gerne noch einmalmit. Ich muß gleich eh noch einkaufen.Am liebsten ist mir Schokoladengeschmack.Vollkommen beglückt über diesen Umstandund das ausgerechnet ich auserwählt wurde,aus der Menge der Bedürftigen, man mich für würdig befand, um mir diese Botschaft mitzuteilen, da draußen gäbe es jemanden, der meiner Freundschaft teilhaftig zu beabsichtigen täte, lasse ich adhoc alles stehen und liegen, um ganz schnell bei ihm zu sein, meiner neuen Errungenschaft auf Facebook, die das gütige und erhabeneNetzwerk nach längerer und ausgiebigerRecherche für mich persönlich in die engere Auswahl gezogen hat.Wie wird er wohl aussehen der Freund oderwomöglich eine /in. Welche Ansichten wirder/sie vertreten in der aktuellen politischenWeltlage usw. mein Herz pocht ganz wildin Anbetracht dieses künftigen Ereignisses.Vollkommen beglückt und berauscht darüber,daß es draußen jemand gibt, der sich fürmich interessiert, freue ich mir ein Lochin den Bauch und erzähle es, vor lauterHysterie und Begeisterung, gleich dem Nachbarn. Woraufhin der erwidert, dies sei ihm auch schon passiert. Sogar mehrmals. Was für ein Aufschneider, dachte ich, ausgerechnetder ? Als ob den schon...

Echo Preisverleihung

inzwischen ist man es schon wieder gewohnt, daß gewisse gesellschaftliche Kreise sich zunehmend abwertend über bestimmte Volksgruppen von Menschen äußern und daß es anscheinend der "Normalfall"geworden ist, daß niemand daran Anstoß nimmt,sondern alle nur ihre Patschehändchen zusammen-klatschen, in dem festen Willen, sich nurzu amüsieren, wie man es von Ihnen erwartetunabhängig davon, auf wessen Kosten dasgeht.Sich zu tode zu amüsieren und alles in denDreck zu ziehen, was irgendwie nach Schwächeaussieht oder einzigartig ist, das scheint inzwischensowas wie ein gesellschaftlicher Usus geworden zusein, auf dem man sich zusammen findet unddas einen miteinander verbindet. Das istauch nur eine andere Form der Anpassungan das System:Nach oben beten und nach unten treten. Sicher auch ein Verdienst der Politik, die in ihrer Gleichgültigkeit und Ignoranz wohl jeden Vogel abschießt und gar nicht mehr den Versuchunternimmt, ihre tägliche Heuchelei in irgendeinerForm zu kaschieren.Es ist fast nur mehr eine Randnotiz wert,so sehr hat man sich schon an diese Art derpermanenten Diskriminierung und Beleidigungen gewöhnt. Man hofiert die Ausgrenzung undöffentliche Schelte von Menschen, die nichtin ein Konzept passen oder Minderheitenrepräsentieren.Man beugt das Recht und bezeichnet es alsUnrecht. Man verdreht die Wahrheit undbezeichnet sie als Lüge. Man verhöhntdie Armut und hofiert den Reichtum.Inzwischen der "Normalfall" für einevermoderte Gesellschaft, die längst jedenMaßstab verloren hat und nichts anders feiert,als ihre eigene Dekadenz. Ihre entfesselteInhaltslosigkeit wird gekrönt.Das Ergötzen an der eigenen Verkommenheitbildet die neue Klasse. Das Weiden am Elendanderer und die Ignoranz als gesellschaftlicheGrundlage bilden die neuen Werte einer so-genannten "Demokratie, die längst nur nochzum wertlosen Etikett verkommen ist und mitdem Volk überhaupt nichts mehr zu tun hat.Eine Worthülse ohne Bedeutung.Kann man mal sehen, wohin uns die Ignoranz desBösen führt. Es breitet sich aus, weil es sichsicher fühlt. Das Böse wird gesellschaftlichtoleriert und akzeptiert, es ist wie ein Feuer, das man nicht bekämpft. Wenn man es ignoriert,breitet es sich immer weiter aus.Wenig überraschend,...

Die verordnete Armut in Deutschland

es gibt vom Staat ein Interesse daran, daß es gewissen gesellschaftlichen Gruppen unmöglich gemacht wird, die Möglichkeit zu haben, durch eigene Arbeit genug zum Leben zu verdienen. Zum einen durch diese völlig unsinnige 450 €Regelung. Warum soll ein Mensch nicht soviel oder sowenig verdienen können, wie er es möchte, ohne dafürständig durch unverhältnismäßig hohe Abgaben bestraft zu werden. Das erschließt sich mir nicht. Ein Schwachsinns-konstrukt wie die GROKO = große Komiker.Diese 450 € Jobs sind Arbeitsplatzvernichter und bieten überhaupt kein tragfähiges Konzept oder Fundament.Sie bieten null Perspektive für jemanden, der das macht.Es ist ein Teufelskreis, aus dem es kein Entkommen gibt.Eine Falle ohne Ausweg.Es findet im Niedriglohnbereich ein ruinöser Wettbewerb statt, der all jene gegeneinander ausspielt, die davon betroffen sind. Und es werden immer mehr, die einfach keine andere Wahl haben, wenn sie nicht verhungern wollen, weil die Lebenshaltungskosten ständig steigen und derBilliglohn vom Staat großzügig gefördert wird.Die Folge davon ist, Arbeitgeber werden immer frecher und dreister in ihren Ansprüchen gegenüber ihren Mitarbeitern und es wird immer weniger gezahlt für körperlich harte und anstrengende Arbeit.Natürlich werden diese Probleme von der Regierungmarginalisiert bzw. banalisiert. Aber Fakt ist,kein Arbeitnehmer wird durch die Steuergesetzeso stark benachteiligt, wie der Niedriglöhner.Er wird regelrecht bestraft, wenn er einen zweitenoder dritten Job annimmt, weil man von einem einzelnendieser Billigjobs ohnehin nicht leben kann und es wohlauch nicht soll, zumindest so die offizielle Verlautbarung,auf der anderen Seite aber doch, wenn es sonst keine Alternativen gibt. Und die gibt es nicht, weil keineEntwicklung stattfindet, wenn das einzige Themadas die Menschen bewegt ist, wo verdiene ichmorgen mein Geld. Für Entwicklung bleibt da garkeine Zeit.Der Aufstieg soll diesen Menschen unmöglich gemachtwerden. Sie sollen keinen Anteil haben am gesellschaftlichenLeben, sie sollen finanziell vom Staat ausgegrenzt undabhängig bleiben, damit der Macht über sie ausüben kannund sie nach Belieben hin und her schubsen kann....

Die menschliche Lücke

Was die Leute immer so finden an den heutigen Schauspielern, erschließt sich mir nicht. Und immer sind sie wieder ganz besonders und der aufkommende Stern am Himmel und übertreffen,wie soll es auch anders sein, alles bisher dagewesene. Das müssen sie wohl auch, wenndas Superlativ heute am Idiotenmaßstab gemessenwerden soll.Das allein ist für mich schon Grund genug,um diese Leute künftig großzügig aus meinem Interessenbereich auszuschließen und zu ignorieren: Da weiß ich mit Sicherheit,Leute aus dem Mainstream erzeugen immer nur neuen Mainstream und einer unterbietet den anderenin seinem Niveau, welches heute nach unten offen ist.Da herrscht immer großer Eifer, wenn es darumgeht, sich gegenseitig zu unterbieten. Da findetsich immer jemand, der es für noch weniger macht. Wie die Ärsche, die heute auch ganz weit offen sind. Ärschlings gebiert der Durchschnittimmer neuen Durchschnitt. Das kann nicht anders sein: Jemand, der Nichts mitzuteilen hat,bringt das eben auch stets zum Ausdruck, unabhängigdavon, auf welchem Gebiet er tätig ist.Wenn ich mir nun einen Burt Reynolds anschaue als Referenz für alles andere, so kann ich auch heutzutage 99,9 % aller "Schauspieler" getrost unter den Tisch fallen lassen, ohne das man jemals irgendwas hätte vermissen müssen.Selbst in seinem hohen Alter von 82 spielt ernoch jeden der heutigen Unterhaltungsäffchen mühelos an die Wand und lässt jeden mitnur einer winzigen Geste alt aussehen. Präsenzund Präsenz sind eben doch völlig verschiedeneDinge.Niemand behält die Gesichter, wenn der Inhalt fehlt. Bedeutungs- und gesichtslos unterbieten sie mühelosjedes Niveau, weil sie erzählen, was sie sind. KleineEmporkömmlinge, die durch Beziehungen zu demgekommen sind, was sie heute darstellen. Man weiß inzwischen schon heute gar nicht mehr, wergestern in welchem Film sein Debüt gegeben hat vondiesen künstlich "hochgepuschten" Plastikmenschen, denen jedes Format abgeht, einfach weil sie keines besitzen,außer ihrer "operierten" Makellosigkeit, die mit ihrerinneren Formatlosigkeit abgestimmt ist.Perfektion ist eben langweilig und uninteressant.Darum sollte man danach auch nicht...

Ich weiß, wo dein Haus wohnt

Gerade eben entdecke ich meinen Nachbarn dabei, wie er so kopfwackelnd über sein winziges Grund-stück hin- und herrennt und muß denken:Eigentlich ist es gar nicht so abwegig, daß derMann vom Affen abstammt. Und natürlichdenke ich an Mario Barth bzw. an dem seine Gefälligkeit bzw. Beliebigkeit.Ich stelle mir sogar die Frage: Wozu muß ein Mannüberhaupt sprechen können, würden nichtGrunzlaute auch ausreichen bzw. denselbenZweck erfüllen ? Aber klar - das mögen die Leute so aalglatte Comediens, die so flach sind, daß die unter einer Fußmatte Samba tanzen können, ohne sich dabei den Kopf anzustoßen.Gut, wir sagen mal: Da war die Natur wieder malgroßzügiger, als es unbedingt hätte sein müssen.Man kennt das ja, Unkraut braucht auch keiner unddennoch wächst es in manigfaltiger Form.Ich bin auch ein Mann und muß sagen: Mir gehtdieses affige Gehabe und dieses Aufgeblase inzwischen nur noch auf den Sack. Man muß nicht unentwegtseinen Sack befummeln oder überprüfenob das Klappmesser noch da ist, wo man esvorher bereits vermutet hat.Auch wenn man ein Mann ist, kann man trotzdem,also trotz dieses handycaps, versuchen seinGehirn, falls vorhanden, auch zu benutzen.Das ist möglich. Man kann ja klein anfangen,meinetwegen mit einem Kreuzworträtsel odereinem Sudoku, das bis nur 3 geht odervielleicht Memory mit 4 Karten insgesamtund stets gleichen Motiven, so daß die immerein Paar bilden.Dann hat man ja auch als Mann mal einErfolgserlebnis und kann angeben, ohnedabei seinen Pimmel unentwegt anfassen zumüssen.Man kann Hände im übrigen auch dazu benutzen,um meinetwegen eine Buchseite umzublättern.Das geht, ich habe das selbst schon mal probiert.

Erinnerungen

Ich hatte noch nen gebrauchten Snickersin der Tasche und habe einen Zettel dran gemacht:Snickers, noch halb gut, gebraucht und ingutem Zustand, umständehalber in gute Händeabzugeben. Man nimmt sie an seine Brust unddann muß man sie gehen lassen buhuhuhu....Immer war er gefüllt mit einer leicht flockigen Nugat-Füllung. Eimerweise habe ich mir die reingeschaufelt.Nach all den Jahren..Sicher wird bald jemand anrufen, denn dieseGelegenheit wird sich wohl keiner entgehen lassen wollen. Ich habe deshalb vorsorglich erwähnt nur nach 18.00 UhrWir sind schon seit einiger Zeit zusammen: MeinSnickers und ich. Vieles haben wir zusammen erlebt.Gute Zeiten, schlechte Zeiten, aber nun seit einigerZeit haben wir uns auseinandergelebt. Er hat sichso verändert. Modert nur noch vor sich hin undläßt sich hängen.Er ist so heiß geworden im Sommer und zerfloß vorLeidenschaft. Ich habe ihn wieder in den Kühlschrank gelegt, damit er sich wieder etwas zusammen nimmt.Snickers und ich, wir waren unzertrennlich. Was ist nur geschehen. Immer war er dabei in der Tasche und wenn der kleine Hunger kam. Und nie war ich ich, wenn ich hungrig war,bähähähhäääähää. Jetzt ist die Stimmung im Eimer.