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Wahlen in Deutschland
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Alles auf Anfang in den Bundestagswahlkreisen

29.05.17 - Berlin: Bei der Bundestagswahl 2013 lag die SPD mit 16 Prozentpunkten so weit hinter CDU und CSU zurück, wie seit 1957 nicht mehr. Entsprechend mager war die Ausbeute von nur 58 der 299 Direktmandate in den Wahlkreisen. Nach dem Zwischenhoch im Zusammenhang der Nominierung von Martin Schulz als Kanzlerkandidat zeichnet die aktuelle Prognose von election.de jetzt wieder ein ähnliches Bild wie vor vier Jahren. Mit 59 Wahlkreisen für die SPD und 235 für die Union wäre fast der Stand der letzten Bundestagswahl erreicht. Die LINKE kommt demnach auf vier Mehrheiten in Berlin, wo auch DIE GRÜNEN ihren einzigen Wahlkreis halten könnten. Die AfD könnte einige Achtungserfolge erringen, hat aber anders als bei den Landtagswahlen 2016 momentan keine realistischen Aussichten auf Direktmandate in den Bundestagswahlkreisen. Wegen des Einzugs der FDP und der AfD, die zuletzt beide an der Sperrklausel gescheitert waren, könnte die Union 21 Überhangmandate erringen, die zusammen mit den Ausgleichsmandaten zu insgesamt 652 Sitzen im Bundestag führen würden. Ein Viertel der Wahlkreise ist derzeit umkämpft und bis zur Wahl am 24. September können sich noch größere Trendverschiebungen ergeben. Die Prognose wird daher bis zum Wahltag laufend aktualisiert.

Faktoren-Modell liefert fast perfekte Vorhersage in NRW

15.05.17 - Hamburg: Dass es keine ganz perfekte Voraussage der Wahlkreisbilanz wurde, entschied sich erst nach Mitternacht mit dem letzten Wahlkreis 94 Gütersloh I-Bielefeld III, der mit 0.3 Punkten Vorsprung an die SPD ging. Somit steht der Vorhersage von 73 CDU-Direktmandaten und 55 SPD-Erfolgen bei der Landtagswahl Nordrhein-Westfalen ein tatsächliches Ergebnis von 72 zu 56 für die CDU gegenüber. Dennoch kam das election.de-Modell sowohl in der landesweiten Vorhersage wie auch in den Wahlkreisen dem Wahlergebnis sehr nahe. Die für die öffentlich-rechtlichen Fersehanstalten tätigen Institute betonen gerne, dass ihre vor den Wahlen veröffentlichten Zahlen nicht als Prognosen zu verstehen sind. In der Tat sind dies nur Momentaufnahmen, die noch nicht gleichbedeutend mit Wahlergebnissen sind. Vielmehr gehören weitere Faktoren wie die langfristigen Wählerpotenziale und das Wissen um frühere Daten und Wahlentscheidungen im jeweiligen Bundesland zu den Grundlagen einer Wahlprognose. So konnte election.de schon zwei Tage vor dem Wahltermin mit nur 0.5 Punkten mittlerer Abweichung je Partei das Zweitstimmen-Wahlergebnis sehr genau einschätzen. Bei den Erststimmen wurden die landesweiten Ergebnisse der großen Parteien mit 0.4 und 0.3 Punkten Abweichung sehr präzise vorhergesagt. Auch in den einzelnen Wahlkreisen lagen die Prognosen zumeist sehr nahe am Ergebnis. Nur elf der 128 Direktmandate wurden nicht so entschieden, wie zuletzt vorhergesagt und dann jeweils auch nur knapp. Alle im Vorwege als sicher oder wahrscheinlich eingeschätzten Ergebnisse trafen ein. Die Genauigkeit liegt insgesamt bei 91 Prozent.

CDU und FDP gewinnen Landtagswahl Nordrhein-Westfalen

14.05.17 - Düsseldorf: Was die Trends der letzten Tage angedeutet hatten, wird im Verlauf des Wahlabends bestätigt. Nach dem vorläufigen Endergebnis sind die CDU mit 33.0 Prozent und die FDP mit 12.6 Prozent die klaren Gewinner der Landtagswahl Nordrhein-Westfalen. Da die CDU 72 der 128 Wahlkreise direkt gewinnt, kommt es zu sechs Überhang- und in der Folge zwölf Ausgleichsmandaten. Die Landesliste der CDU geht leer aus. Dagegen sackt die SPD auch bei der dritten Landtagswahl des Jahres mit nur noch 31.2 Prozent deutlich ab. Die GRÜNEN kommen auf 6.4 Prozent. DIE LINKE scheitert mit 4.9 Prozent knapp an der Sperrklausel und macht so eine knappe schwarz-gelbe Regierungsmehrheit von 100 Sitzen im 199 Abgeordnete zählenden Parlament möglich. Mit 7.4 Prozent zieht die AfD zum 13. Mal in Folge in einen Landtag ein. Die PIRATEN verabschieden sich mit nur noch 1.0 Prozent aus dem letzten Landesparlament. Auch andere Parteien spielen bei der Sitzverteilung keine Rolle. Die Wahlbeteiligung stieg auf 65.2 Prozent an.

Die Mär vom SPD-Stammland Nordrhein-Westfalen

12.05.17 - Düsseldorf: Neue Preisfrage: wie nennt man ein Bundesland, in dem die CDU jeweils zwei der letzten drei Landtags- und Bundestagswahlen gewonnen hat und zudem sämtliche Kommunal- und Europawahlen seit 1999? Antwort: Stammland der SPD, zumindest wenn es nach der üblichen Sprachregelung in den Medien vor der Landtagswahl Nordrhein-Westfalen geht. Diese Charakterisierung des größten deutschen Bundeslandes, wahlweise auch als Herzkammer der Sozialdemokratie, ignoriert nicht nur das politische Geschehen der letzten 15 Jahre. Tatsächlich sind die Wählerpotenziale der beiden Parteien, die hier wirklich noch als groß gelten können, annähernd gleich mächtig. So gewinnt immer die Seite, die besser mobilisiert. Erstaunlicherweise erzielte die SPD bei der Bundestagswahl 2013 mit etwas mehr als 3 Millionen Stimmen genauso viele wie bei ihrem strahlenden Wahlsieg bei der Landtagswahl ein Jahr zuvor - und lag bei dieser Wahl doch hoffnungslos um acht Punkte hinter der CDU zurück. Historisch gesehen kann Nordrhein-Westfalen als Stammland der CDU gelten, liegen hier doch die Wurzeln des politischen Katholizismus in der Tradition der Zentrumspartei. In den Anfangsjahren der Bundesrepublik baute der erste Bundeskanzler Konrad Adenauer die Bundespartei von NRW aus auf und die Ministerpräsidenten Karl Arnold und Franz Meyers waren prägend für das neu geschaffene Bundesland. Erst 1966 kam die große Wende, als die SPD in der Folge mit Heinz Kühn und dem späteren Bundespräsidenten Johannes Rau nicht nur zwei überaus populäre Ministerpräsidenten stellte, sondern auch zugleich die aufstrebende Mittelschicht und den krisenbedrohten Industriearbeiter als ihre Wählerbasis etablieren konnte. Spätestens seit Mitte der 1990er-Jahre ist das einzig Konstante bei den Wahlen in NRW der Wechsel und die Unberechenbarkeit. Der kommende Sonntag wird da keine Ausnahme machen.

CDU gewinnt in Schleswig-Holstein - SPD rutscht unter 30 Prozent

07.05.17 - Kiel: Nach dem vorläufigen Gesamtergebnis ist die CDU mit 32.0 Prozent der klare Wahlsieger der Landtagswahl Schleswig-Holstein. Dagegen fällt die SPD mit 27.2 Prozent wie schon vor sechs Wochen im Saarland unter die 30-Prozent-Marke. Diese Verluste werden zum Teil von den GRÜNEN kompensiert, die auf 12.9 Prozent kommen. Auch die FDP wird mit 11.5 Prozent zweistellig. Die AfD kann mit 5.9 Prozent nur knapp die Sperrklausel überwinden. DIE LINKE vermag es mit 3.8 Prozent nicht, neben den Stadtstaaten, Hessen und dem Saarland in einen weiteren westdeutschen Landtag einzuziehen. Der von der Sperrklausel befreite SSW verbucht mit 3.3 Prozent leichte Verluste. Noch nicht klar ist, welche Regierungskoalition in Schleswig-Holstein am Ende des Tages möglich und politisch umsetzbar ist. So bleibt fraglich, ob die SPD den 2012 eroberten Ministerpräsidentenposten halten kann oder ob die CDU erstmals seit 2005 aus der Opposition heraus einen Regierungswechsel herbeiführen kann.

Demoskopen sehen Macron als klaren Sieger

04.05.17 - Paris: Anders als vor der Brexit-Entscheidung und der Präsidentschaftswahl in den USA im vergangenen Jahr lassen die demoskopischen Befunde in Frankreich wenig Zweifel, wer am kommenden Sonntag die zweite Runde der Präsidentschaftswahl gewinnt. Mit rund 60 zu 40 Prozent führt der parteilose Emmanuel Macron gegenüber Marine Le Pen vom rechtsgerichteten Front National. Diese Werte sind seit Jahresbeginn weitestgehend stabil und es ist kein Trend erkennbar, der einer Seite noch einen Vorteil bringen könnte. Schon vor dem ersten Wahlgang am 23. April lagen die gemittelten Umfrageergebnisse bemerkenswert nahe am Ergebnis, das erstmals seit 1969 drei Kandidaten über 20 Prozent sah. Mit 24.0 Prozent gewann Macron diese Runde, während Le Pen mit 21.3 Prozent nur knapp vor dem Konservativen François Fillon lag, der auf 20.0 Prozent kam. Der linke Kandidat Jean-Luc Mélenchon war mit 19.6 Prozent der beste Viertplatzierte in der Geschichte der seit 1958 bestehenden Fünften Republik. Le Pen konnte mit 7.7 Millionen Stimmen den höchsten Zuspruch seit Bestehen des FN verbuchen. Dass sich die Verhältnisse inzwischen gewandelt haben, zeigt auch der Vergleich mit 2002. Damals unterlag ihr Vater Jean-Marie Le Pen in der Stichwahl sehr deutlich mit 18 zu 82 Prozent gegen den konservativen Amtsinhaber Jacques Chirac.