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lu-glidz
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Der Gleitschirm-Blog
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Lest das Original!

Lu-Glidz erfreut sich wachsender Beliebtheit. Das reicht bis hin zur plumpen Kopie der Beiträge. Mein Tipp: Investiert Zeit, Geld und Anerkennung lieber ins Original.Kürzlich war es - nicht zum ersten Mal - wieder soweit. Mir geriet ein fremder Blog auf den Bildschirm, dessen Inhalte mir seltsam vertraut erschienen. Beim näheren Hinsehen zeigte sich: Da waren Texte zu lesen und Bilder zu sehen, die 1:1 von Lu-Glidz stammten. Der Blog hatte sogar ein Impressum, das sich frech auf das Urheberrecht berief und den Anschein erweckte, als ginge hier alles mit rechten Dingen zu. Ging es aber nicht! Denn der Blogbetreiber hatte keineswegs zuvor bei mir um Erlaubnis gefragt, ob er die Beiträge - mehr als 90 an der Zahl - überhaupt und zu welchen Konditionen auf seinen Seiten übernehmen dürfte. Er bekam eine - trotz des Vergehens recht freundlich aber klar formulierte - Abmahnung, die darin mündete, dass dieser Blog (der Name tut hier nichts zur Sache) wenige Stunden später nur noch mit dem Hinweis "Maintenance mode" zu sehen war. Einige Tage darauf floss auch eine Wiedergutmachungsspende per Paypal.Es ist schon erstaunlich, dass Dinge bzw. Texte, die im Internet frei verfügbar sind, gerne den Eindruck hinterlassen, man befinde sich in einem kostenlosen Selbstbedienungsladen, in dem das Personal nur für die Ehre arbeitet. Tatsache ist, zumindest bei mir, dass ich Lu-Glidz nicht in dieser über die Jahre stark gewachsenen thematischen Vielfalt und Tiefe bestücken könnte, wenn nur die Ehre im Spiel wäre. Dafür verschlingt ein solcher Blog de facto zu viel Zeit und steht damit in direkter Konkurrenz zu meiner eigentlichen Brötchengebertätigkeit als freier Wissenschaftsjournalist.Lu-Glidz ist werbe- und kostenfrei verfügbar und soll das auch bleiben. Doch jede Unterstützung von den Lesern ist natürlich gerne gesehen und kommt letztendlich auch allen zugute - in Form von weiteren Berichten, deren Themenmischung, Aktualität und Tiefe...

Sicherheitstipp: Brummellock

Es gibt Dinge, die so nützlich sind, dass man sich fragt, warum sie nicht schon früher erfunden wurden. Ein simpler Brummelhakenverschluss zum Beispiel - der Brummellock.Der Brummellock in geschlossener und geöffneter Position.// Foto: Lu-GlidzBrummelhaken sind die klassischen Verbindungen für den Beschleuniger am Gleitschirmen. Eigentlich sind sie so gebaut, dass zwei ineinander verschobene Brummelhaken es nicht von selbst wieder schaffen sollten, sich zu trennen. Aber wie es der Zufall so will, geschieht das manchen Piloten doch immer wieder mal, und meistens zum schlechtesten Zeitpunkt. Man ist zum Beispiel bei Starkwind gestartet, der Wind über der Kante legt in der Kompression noch einen Zacken zu, man fliegt rückwärts, tritt beherzt in den Beschleuniger, nur um in dem Moment festzustellen: Scheiße, da hat sich offenbar ein Brummelhaken bei den Startvorbereitungen wieder gelöst. Stress pur!Verhindern lässt sich eine solche Situation mit "gesicherten" Brummelhaken. Thomas Schüßler hat dafür eine simple Nachrüstlösung entwickelt, die auf fast alle bei Gleitschirmen bzw. Gurtzeugen üblichen Brummelhakenmodelle passt.Der sogenannte Brummellock ist ein kleiner, per 3D-Druck gefertigter Überzieher aus dem zähen, aber dennoch elastischen Kunststoff TPU (thermoplastisches Polyurethan). Einmal am Brummelhaken montiert, lässt sich der Brummellock auf dem Haken verschieben, und zwar so, dass entweder die Öffnung des Hakens frei liegt, oder von einer kleinen Kunststoffnase blockiert wird. In der blockierten und durch die Nase auch arretierten Stellung kann sich ein zweiter, eingefädelter Brummelhaken nicht mehr aus der nun versperrten Öffnung schleichen.Ich selbst habe die Brummellocks seit einigen Monaten an verschiedenen Gurtzeugen im Flugalltag getestet und für gut und empfehlenswert befunden. Zuvor war ich mit Brummellümmeln unterwegs, die ich aus alten Fahrradschläuchen bastelte.Die Vorteile der Brummellocks liegen nicht nur darin, dass sie schicker aussehen. Da das Plastik fest über dem Brummelhaken sitzt, kann der Brummellock nicht verloren gehen. Dennoch lässt sich diese Sicherung auf einfachste Weise öffnen und schließen. Das System...

IGC Flight Replay streicht die Segel

Mit dem Programm IGC Flight Replay konnte man sich Flüge in Google Earth animieren lassen. Der Dienst wurde kürzlich eingestellt.Diese Flugsicht in IGC Flight Replay wird von Google Earth nichtmehr unterstützt. // Quelle: ywtw.deAls Grund für das Ende nennt der Programmierer und Segelflieger Tobias Wicht, dass Google Earth die Schnittstelle, die IGC Flight Replay bisher nutzte, nicht mehr unterstützt. Damit erleidet das Programm ein ähnliches Schicksal wie zuvor schon andere Dienste.Flight-Replay zeigte den Flug in Google Earth typischerweise aus Pilotensicht. Eine Stärke des Programms war, dass sich neben dem Flugpfad in Google Earth auch alle möglichen Info-Layer einblenden ließen, darunter auch Thermikkarten oder die Simulation des Sonnenstandes mit der entsprechenden Schattierung des Geländes. Das ist nun Geschichte.Auch einige anderen Möglichkeiten der 3D-Animierung von Flügen sind über die Jahre diversen Umstellungen von Google Earth zum Opfer gefallen. Das automatische Abspielen von Flügen über GE-Karten im XC-DHV oder dem XContest zum Beispiel.Eine der verbliebenen Anbieter ist Doarama. Diese Animationen basieren nicht auf Google Earth, sondern auf 3D-Panoramakarten des Microsoft-Dienstes Bing.Wer zugleich einen Flug auch gerne in 2D genauer analysieren möchte, dem sie VisuIGC empfohlen. Hier kann man auf einer Seite zwischen der 2D-Ansicht und einer 3D-Darstellung auf Basis von Doarama umschalten.

Schmaler Karabiner mit großer Klappe

Neue Karabinermodelle sind so gebaut, dass schmale Gleitschirm-Tragegurte nicht mehr darin verrutschen können. Die Kunst ist, dennoch eine große Öffnung zu bieten.Die Karabinermodelle Foras (links) und Plum (rechts).// Quelle: Advance, NeoFast alle modernen Schirme, vor allem der sportlicheren Klassen, besitzen heute schmale Tragegurte. In klassischen, breiten Karabinern finden diese nicht immer den passenden Halt, sondern rutschen hin und her.Advance und Edelrid haben nun gemeinsam eine Lösung für dieses Problem entwickelt. Der neue Karabinertyp namens Foras ist so eng gebaut, dass nur Tragegurte bis 2,5 cm Breite darin Platz finden. Damit den Piloten dennoch eine möglichst große Öffnung geboten werden kann, um die Tragegurtschlaufen einfach einfädeln zu können, haben die Konstrukteure den Verschlussmechanismus etwas verdreht. Der Schnapper öffnet zur Seite hin und macht so ausreichend Platz. Das Gewicht des Karabiners, der übrigens 23 kN hält, liegt bei 51 Gramm.Edelrid ist nicht der einzige Hersteller, der seine Karabinerformen so anpasst, dass auch schmalere Bauweisen der Tragegurte darin verrutschsicher Halt finden. Im vergangenen Jahr schon hatte Woody Valley gemeinsam mit Camp ein entsprechendes Modell namens Skyway präsentiert (Lu-Glidz berichtete). Weitere, für schmale Tragegurte optimierte Karabiner bietet die französische Schirmmarke Neo mit den Modellen Rocket bzw. Plum (Hersteller: Austrialpin bzw. Grivel).

Livetrack als Lebensretter

Ein Pilot startet an der Grente, stürzt aber wenig später ab. Ein anderer verfolgt den Flug per Livetracking und alarmiert die Rettungskette. Ein Plädoyer für den Mut zu helfen. Wenn der Track im Niemandsland nur noch zittert, sollten die Alarmglocken schrillen. Dass hier die rote Linie wieder von der Unfallstelle wegführt, hängt mit dem Abtransport im Hubschrauberzusammen, bei dem der Livetrack weiter lief. // Quelle: Livetrack24Die Geschichte passierte vor einigen Tagen. Da startete ein Pilot von der Grente zu einem Streckenflug, stürzte aber in unwegsamem Gelände im Defreggental ab. Er hatte einen Livetrack geschaltet, und so war auf dem Bildschirm eines fernen Beobachters zu sehen, dass dieser Track mit einem Mal nicht mehr weiter ging. Er blieb an einem Punkt und einer Höhe nahezu stehen, zitterte gewissermaßen nur noch leicht hin und her, was zeigte, dass der Track weiter mit neuen Daten gefüttert wurde. Dem Zuschauer wurde klar: Ein Flug ist das nicht mehr, und das Gelände ist auch nicht gerade als Toplandeplatz geeignet. Hier dürfte also etwas passiert sein.Wie reagiert man in einem solchen Fall? Immerhin ist man nicht vor Ort und kann die Lage nicht einschätzen. Aktiviert man die Rettungskette, könnten hohe Kosten auf den möglicherweise nur vermeintlich abgestürzten Piloten zukommen. Doch im Zweifel ist es in solchen Fällen angebracht, der Sicherheit wegen gegen den Kontostand und für das Leben des Betroffenen zu entscheiden.In der o.g. Geschichte hat der ferne Beobachter das auch getan - wobei er sich diese Entscheidung nicht leicht machte. Im DHV-Forum hat er unter dem Pseudonym Fuschertom sehr selbstkritisch beschrieben, wie er die Situation erlebte. Die Darstellung ist ein Lehrstück dafür, dass es richtig ist, in solchen Situationen auf sein Bauchgefühl zu hören.Um 12:30 Uhr vibrierte das Handy. Anruf verpasst... ein Fliegerkollege.12:34 Rückruf ... Er schildert mir, dass er in der Arbeit ist und...

Neuer Videostil beim PWC

Der erste Paragliding World Cup 2017 findet aktuell in Chamousset bei Annecy statt. Neben neuen Schirmmodellen gibt es auch einen neuen Stil in den Videoberichten.Luc Armant, Konstrukteur bei Ozone, holte sich unterm Enzo 3den Tagessieg beim ersten Task des PWC in Chamousset.// Quelle: PWCAPhilippe Broers ist der klassische "Videoman" der PWC-Wettbewerbe. Er fliegt die Tasks so gut es geht mit, filmt das Geschehen aus der Luft und prägt so seit Jahren die bewegten Bilder, die von den Rennen betrachtet werden. Beim aktuellen Wettbewerb in Chamousset mischt aber auch ein weiterer Filmemacher im Auftrag des PWC mit: Michaël Kreins, alias Artefact. Und dessen Videos haben auch ihre besondere Klasse.Während Philippe im Stile eines Reporters ausführlich dokumentiert, präsentiert Artefact kurze Kunstwerke, die vor allem von großer Bild- und Schnittkunst leben. Es ist selten, dass Gleitschirmvideos so ästhetisch und rhytmisch gelungen zur Musik über die Schirme flimmern. Das Anschauen macht richtig Spaß.Spaß scheinen auch die Piloten mit ihren neuen Competition-Schirmen zu haben. In Chamousset sind erstmals die neuen Enzo 3 von Ozone am Start, während auch der Boomerang 11 jetzt nicht mehr nur von Werks-, sondern auch von freien Piloten geflogen wird. Der erste Task ging allerdings an Ozone. Platz eins bis drei wurden von Enzo 3 besetzt, wobei der Konstrukteur, Luc Armant, sogar den Tagessieg einheimste.Hier das Video von Artefact, es ist auch auf Vimeo zu sehen: