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Benficas langer Weg zum Tetra

"Tetra". Kein anderer Begriff hat die Fantasie der Benfiquistas in den letzten Monaten so sehr beschäftigt wie dieses unscheinbare Wort mit nur fünf Buchstaben.Denn mit bis dato 35 Titeln war Benfica zwar unangefochtener Rekordmeister in Portugal, aber öfter als dreimal hintereinander konnte der Verein in seiner 113-jährigen Historie die heimische Liga nie gewinnen.Bereits mehrfach waren die Adler am vierten Titelgewinn in Serie gescheitert. Besonders schmerzlich für die erfolgsverwöhnten Anhänger von Benfica, dass sowohl dem Lokalrivalen Sporting als auch dem FC Porto dieses Kunststück schon geglückt war.Es ging am vergangenen Samstag also um mehr als "nur" den 36. Meistertitel, der am vorletzten Spieltag der portugiesischen Liga mit einem Heimsieg gegen Vitória Guimarães vorzeitig unter Dach und Fach gebracht werden konnte.Auf den letzten Metern des langen Weges bis zum heiß ersehnten Tetra wollten wir natürlich mit dabei sein, schon um fünf Uhr in der Frühe waren wir am vergangenen Donnerstag am Frankfurter Flughafen. Dass unser Kurztrip nach Lissabon einen ähnlich langen Anlauf wie Benficas Tetra nehmen sollte, verdanken wir einem 30 Minuten vor dem Start annulliertem Flug und der eigenwilligen Informationspolitik der portugiesischen Fluggesellschaft TAP.Immerhin, nach 22 Stunden waren wir am Ziel und hatten noch einen ganzen Tag Zeit, uns auf die hoffentlich bevorstehende Meisterfeier vorzubereiten. Es war einiges los in der portugiesischen Hauptstadt, die gerade im Mai von Städteurlaubern regelrecht geflutet wird. Obendrein war der Papst zu Besuch im nur 130 Kilometer entfernten Wallfahrtsort Fátima, der Westrand Europas war demnach am vergangenen Wochenende der falsche Ort für alle, die die Einsamkeit schätzen.Am Samstag vertrauten wir wie gewohnt auf die entspannende Wirkung eines morgendlichen Strandspaziergangs. Zum Mittagessen waren wir zurück in der Stadt, bei gegrillten Kalbskoteletts und einer netten Flasche Rotwein wurden wir von Minute zu Minute optimistischer. Die Partie gegen Guimarães würde das elfte Spiel von Benfica sein, das wir in...

Zwei Treffer gegen die Oberliga

Dass Gott keineswegs Brasilianer sondern selbstredend Offenbacher ist, muss ich den Freunden unserer schönen Heimatstadt nicht erklären. Trotzdem ist es gut und wichtig, sich auch vermeintliche Binsenweisheiten ab und an ins Gedächtnis zu rufen.Noch am Donnerstag schüttete es dermaßen in Strömen, dass Attribute wie sintflutartig oder tropisch schon wie ein leichtes Understatement wirkten. Der Kreisel am Kaiserlei lud jedenfalls genau wie der Bereich rund um das Isenburger Schloß zu einer fröhlichen Schlauchbootfahrt ein.Doch am Freitagnachmittag riß die Wolkendecke auf, gerade noch rechtzeitig hatte sich auch der Wettergott daran erinnert, dass die Kickers heute unter Flutlicht spielten. Eine Stunde vor dem Anpfiff war die Waldemar-Klein-Tribüne ins goldene Licht der Abendsonne getaucht, während sich die ersten Fans dort bereits innerlich für ein weiteres Endspiel gegen den Absturz in die Fünftklassigkeit rüsteten.Auch auf der Haupttribüne herrschte zu dieser frühen Stunde schon reges Treiben. Mit dem neuen ERWIN und einem Bier in der Hand wurde pflichtgemäß Optimismus verbreitet. Nur vereinzelt war das Unwort "Oberliga" zu vernehmen, und wenn, dann wurde es mehr geflüstert, denn laut ausgesprochen. Selbstredend versicherten wir uns, auch weiter zum OFC zu stehen, ganz egal in welcher Liga. Eine Erörterung der heiklen Frage, auf welchem Sportplatz die Kickers denn im Fall der Fälle künftig ihre Heimspiele austragen würden, wurde aber elegant vermieden.Auch unsere Mannschaft schien um die stillen Ängste ihrer treuen Anhänger zu wissen. Jedenfalls legte sie in der Anfangsphase los wie die sprichwörtliche Feuerwehr, die zu dieser Zeit wohl gerade das letzte Regenwasser aus den Kellern der Stadt gepumpt hatte. Nur nach vorn, nie zurück! hieß die Devise, erste Torchancen wurden erspielt, aber leider nicht genutzt. Mitte der ersten Hälfte fanden die Gäste aus Koblenz besser ins Spiel und deuteten an, wie man als Aufsteiger viertbeste Auswärtsmannschaft der Liga wird. Das torlose Unentschieden zur Halbzeit ging deshalb in Ordnung.Beim Pausenbier...

Der letzte ERWIN!

Schritt für Schritt versuche auch ich mich in Sachen Clickbaiting. Dabei handelt es sich um die Kunst, durch möglichst mißverständliche Überschriften möglichst viele Seitenaufrufe zu schinden.Doch der Reihe nach: Natürlich erscheint an diesem Freitag nicht der letzte ERWIN aller Zeiten. Immerhin aber ist es die letzte Ausgabe in dieser Saison. Vor dem Heimspiel gegen Koblenz und einem möglichen wichtigen Schritt in Richtung Klassenerhalt kann das druckfrische Heft wie gewohnt rund um den Bieberer Berg käuflich erworben werden.Interviewgast ist diesmal Alexander Sebald. Der junge Torhüter spricht unter anderem über seine alte fränkische und neue hessische Heimat.ERWIN richtet außerdem den Blick auf die Handballer des OFC, die rechtzeitig zum Erscheinen des neuen Heftes den Aufstieg in die Landesliga geschafft haben.Freuen können sich die Leser wieder auf einen Bericht aus der Reihe „Andere Stadien, andere Gesänge“, diesmal aus Sambia. Das Wirken von Robin Scheu, der den OFC nach acht Jahren und einem legendären Hattrick verlässt, wird in einem ausführlichen Nachruf gewürdigt.Wer es nicht zum Spiel schafft und kein Abo hat, findet den neuen ERWIN an folgenden Verkaufsstellen: Buchladen am Markt, Kickers-Fan-Museum, Kiosk am Aliceplatz, Markthaus am Wilhelmsplatz, OFC-Fanshop, Waggon am Kulturgleis (alle in Offenbach), Buchladen Vielseitig (Kahl), Cafe ExZess (Frankfurt), Comic-Laden (Frankfurt).

Clássico bringt keine Vorentscheidung

Wie schon im Vorjahr ist das Titelrennen in Portugal auch in dieser Saison ungemein spannend. Stritten sich die Adler aus Lissabon in der vergangenen Spielzeit mit dem Lokalrivalen Sporting bis zur letzten Minute um den Titel, ist diesmal wieder der FC Porto der ärgste Widersacher.Acht Spieltage vor dem Saisonende trennte die beiden Erzrivalen ein Punkt, entsprechend groß war die Spannung, mit der die Partie am Samstagabend im restlos ausverkauften Estádio da Luz erwartet wurde.Doch zuvor war Entspannung angesagt, denn das fast schon sommerliche Wetter lockte am Vormittag nicht nur uns aus der Hauptstadt zu einem Strandspaziergang an der Küste von Estoril. Zurück in Lissabon, blieb bei einem ausgiebigen Mittagessen noch immer genügend Zeit, die Chancen der beiden Teams ausführlich zu bewerten.Klar war, dass Benfica in diesem Kalenderjahr noch kein einziges überzeugendes Spiel gezeigt hat, während die Formkurve der Nordportugiesen zuletzt anstieg. Keine idealen Voraussetzungen also für die Adler, bereits im direkten Duell gegen Porto die Weichen in Richtung des historischen vierten Titelgewinns in Folge zu stellen.Aller bösen Vorahnungen zum Trotz startete die Elf von Trainer Rui Vitória eindrucksvoll, ging bereits in der Anfangsphase durch einen von Jonas verwandelten Foulelfmeter in Führung und bestimmte auch danach das Geschehen. Erst in der Mitte des ersten Durchgangs fand der FC Porto besser ins Spiel, ohne dabei aber zu großen Torchancen zu kommen.Zu Beginn der zweiten Hälfte zahlte Benfica dann aber den Preis dafür, den Nordportugiesen zunehmend die Initiative überlassen zu haben. Ausgerechnet Maxi Pereira, der vor seinem Wechsel nach Porto 2015 acht Jahre das Trikot der Adler getragen hatte, erzielte fünf Minuten nach Wiederanpfiff den Ausgleich.Benfica übernahm jetzt wieder die Initiative und belagerte phasenweise regelrecht den Strafraum von Gästetorhüter Iker Casillas. Jonas und Mitroglou vergaben zwei hundertprozentige Möglichkeiten, so dass bis zum Ende bei dem für die Gäste schmeichelhaften Unentschieden blieb.Bezeichnend für den...

Servus, Cappo!

Auch wenn es nicht völlig überraschend kam, war es für mich sehr traurig, heute die Nachricht über das Karriereende von Christian Cappek zu lesen. Im zarten Fußballalter von nur 26 Jahren muss der Stürmer vor einer bevorstehenden dritten Knieoperation seine Kickstiefel für immer an den Nagel hängen.In Offenbach denkt so mancher wehmütig an die Zeit zurück, in der Cappo für den OFC auf Torejagd ging und mit seinen Treffern einen wichtigen Teil zur Meisterschaft 2015 beitrug.In bester Erinnerung ist vielen noch das erste Regionalligaspiel im Juli 2013 in Koblenz, vor dem kaum einer von uns auch nur Cappos Namen kannte. Neunzig Minuten und zwei Tore später hatte sich das grundlegend geändert.Nicht nur für mich blieb Cappo auch nach seinem Wechsel einer von uns. Der Stürmer mit dem Milchstraßen-Tattoo auf dem linken Arm war hier im Blog Rot & Weiß zwei Jahre lang der "Coverboy". Aus gutem Grund ist ihm im Buch 111 Gründe, Kickers Offenbach zu lieben ein eigenes Kapitel gewidmet, in dem sich unter anderem diese Zeilen finden:"Binnen zwei Jahren avancierte der kampfstarke Stürmer zum Publikumsliebling, und das nicht alleine wegen seiner 21 Treffer, die er in 63 Pflichtspielen für die Kickers erzielte. Denn „Cappo“, wie er bis heute in Offenbach liebevoll genannt wird, brachte Eigenschaften mit, die auf Biebers Höhen seit jeher hoch im Kurs stehen. Der gebürtige Augsburger mag technisch vielleicht nicht ganz auf Augenhöhe mit einem Cristiano Ronaldo spielen, sein Durchsetzungsvermögen und sein großes Kämpferherz jedoch eroberte das Publikum im Sparda-Bank-Hessen-Stadion im Sturm.Für deinen neuen Lebensabschnitt die besten Wünsche, Cappo! Werde schnell gesund und lass dich mal wieder in Offenbach blicken.

Angst essen Seele auf

Gestern um diese Zeit war die Welt noch in Ordnung. Nach dem etwas glücklichen 1:0 im Hinspiel vor drei Wochen reiste Benfica mit der nicht völlig unbegründeten Hoffnung nach Dortmund, wie im Vorjahr das Viertelfinale der Champions League zu erreichen.Auf unserer verregneten Fahrt ins Ruhrgebiet war die Ausgangslage klar: ein Auswärtstor musste her, denn dass die Adler 90 Minuten im Signal-Iduna-Park ohne Gegentor überstehen würden, mochte keiner so recht glauben.Zwei Stunden vor dem Anpfiff sind wir in Dortmund und finden direkt vor dem Stadion einen Parkplatz. Sieben Euro Parkgebühr sind zwar happig, aber so viel Luxus allemal wert, dachten wir zu dieser frühen Stunde und machten uns frohen Mutes auf den kurzen Weg ins Stadion.Aus gutem Grund zählt das frühere Westfalenstadion zu den Fußballtempeln des alten Kontinents. Die Ränge sind ebenso steil wie Ehrfurcht erweckend, die Menschen auf den Tribünen sind Fans und keine Kunden. Das Spiel von der Kurve links neben der Südtribüne aus zu verfolgen, hätte mir unter anderen Umständen einen unvergesslichen Abend beschert. Wenn man es aber mit dem Gegner der Borussen hält, hat dieser Standort stimmungstechnisch natürlich seine Nachteile. So weit oben unter dem Dach saßen wir dazu, dass die Perspektive an den Blick aus einem Flugzeug erinnerte. Den uns genau gegenüberliegenden Gästeblock konnten wir zwar hören, aber nicht sehen.Trotzdem war ich froh, überhaupt mit dabei sein zu können, denn Tickets sind beim BVB ein rares Gut. Und ganz alleine waren wir auch nicht, immer wieder lugte in unserem Block ein rotes Trikot oder ein Schal der Adler unter den warmen Winterjacken der Benfiquistas hervor, die aus halb Europa nach Dortmund gereist waren.Spätestens nach der Bekanntgabe der Mannschaftsaufstellungen war klar, dass Rui Vitória nicht in die Bierstadt gekommen war, um ein Fußballfeuerwerk abzubrennen. Der Benfica-Coach verzichtete auf dynamische Antreiber wie Rafa oder Zivkovic und setzte statt...