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Auftakt nach Maß für Benfica

Alljährlich im August liegt Lissabon im tiefen Sommerschlaf. In Stadtvierteln, in denen ansonsten fast rund um die Uhr das Leben pulsiert und die Parkplatzsuche schon mal eine Viertelstunde oder mehr in Anspruch nehmen kann, hat der Automobilist jetzt die Qual der Wahl. Restaurants und Geschäfte sind geschlossen, denn die Kundschaft macht Urlaub.Es gibt nur wenig Gründe, dieser Tagen in der Hauptstadt zu sein, würde nicht schon wieder Fußball gespielt. Mitten in der Woche empfing Benfica am ersten Spieltag der portugiesischen Liga NOS den Vorjahresfünften aus Braga. Zum Auftakt gleich ein echter Härtetest für die Adler, für uns Grund genug, ein Köfferchen zu packen und für zwei Tage nach Lissabon zu fliegen.Einige Fragezeichen stehen hinter der aktuellen Stärke des Rekordmeisters. Wie in jedem Sommer wurden mehrere Leistungsträger verkauft, allein die Transfers von Torhüter Ederson (Manchester City), Innenverteidiger Lindelöf (Manchester United) und Rechtsverteidiger Nelson Semedo (FC Barcelona) spülten mehr als hundert Millionen in die Kassen. Benfica hat also wieder eine Menge Geld eingenommen, dafür aber ein Problem in der Abwehr.Torhüter Júlio César ist mittlerweile 37 und verletzungsanfällig, der von Vitória Setúbal zurückbeorderte 22-jährige Bruno Varela machte in den Testspielen einen unsicheren Eindruck. Die Innenverteidiger Luisão und Jardel sind mit allen Wassern gewaschen, zusammen aber auch schon 67 Jahre alt. Der junge Linksverteidiger Grimaldo hat das Potential zum Superstar, wird aber seit seinem Wechsel nach Lissabon immer wieder vom Verletzungspech geplagt. Nach Stand der Dinge wird deshalb Eliseu ziemlich regelmäßig zum Einsatz kommen. Auf der rechten Abwehrseite hat Coach Rui Vitória derzeit die Wahl zwischen dem Allrounder André Almeida, Youngster Aurélio Buta und Pedro Pereira, der wohl zurück nach Italien verliehen wird.Anders im Sturm, wo die Adler mit Torjäger Jonas, den Nationalspielern Raúl und Mitroglou sowie Neuzugang Haris Seferovic richtig gut aufgestellt sind. Der ablösefrei von den Unaussprechlichen verpflichtete Seferovic scheint sich in...

Seid verschlungen, Millionen

Waren das noch Zeiten, als man nur zur Fernbedienung greifen musste, um in den heimischen vier Wänden ein paar nette Fußballstunden zu verbringen. Zunächst Premiere und danach Sky zauberten die Bundesliga und die Champions League, La Liga und die Premier League zuverlässig auf die Mattscheibe.Die Zeiten haben sich geändert, und zwar gründlich. Um am Ball zu bleiben, braucht der geneigte Fußballfreund heute nicht nur einen gut gefüllten Geldbeutel, sondern auch eine schnelle Internetverbindung.Ich gehöre nicht zu jenen, die "gegen den modernen Fußball" sind. Das Fußballgeschäft ist spätestens in den letzten drei Jahrzehnten eine prosperierende Unterhaltungsbranche geworden, die in schöner Regelmäßigkeit neue Umsatzrekorde produziert. Es ist viel Geld im Kreislauf, der nicht zuletzt aus den Übertragungsrechten gespeist wird, für die inzwischen atemberaubende Summen gezahlt werden, die wiederum zu einem guten Teil in nicht minder atemberaubende Transfersummen und Spielergehälter fließen. Das kann man mögen, muß es aber nicht. Immerhin scheint es bislang zu funktionieren, denn wie immer bestimmen Angebot und Nachfrage den Preis.Wer Spaß am "modernen Fußball" hat, kann dieser Tage aus einer immer unübersichtlicheren Angebotsvielfalt wählen, die sich nicht mehr auf die klassische Fernsehübertragung beschränkt. Das Zauberwort heißt "Streaming", viele Spiele werden nur noch online übertragen.Und hier beginnt die Sache kompliziert zu werden. Viele Fußballfreunde tun sich noch immer schwer mit dem Internet, beileibe nicht jeder wohnt in einer Region mit schneller Verbindung. Im internationalen Vergleich belegt Deutschland mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 13,7 MBit/s gerade einmal den 26. Platz. Da freue ich mich natürlich über meine 46 MBit/s, frage mich aber auch, warum König Fußball hierzulande so massiv auf Streamingdienste setzt.Nehmen wir zum Beispiel Karl, der irgendwo weit ab vom Schuß wohnt und Fan von Borussia Dortmund ist. Bislang genügte ihm ein Sky-Abo, um alle Spiele seiner Lieblinge im Fernsehen zu verfolgen. In dieser Saison kann Karl zwar wie gewohnt die...

Wer zwei null führt...

Die quälend lange Sommerpause mit ihren fußballlosen Wochen liegt hinter uns. Aber sofort rollt nicht nur der Ball wieder durchs Abenteuerland der Regionalliga Südwest, sondern auch unsere kleine Reisegruppe.Den Weg nach Hoffenheim finden wir mittlerweile mit verbundenen Augen, schließlich gehen die Kickers bereits in die fünfte Spielzeit in der Viertklassigkeit. Rein sportlich betrachtet nicht unbedingt erbaulich, bietet dieser Umstand den Auswärtsfahrern Halt und Orientierung.Auf den letzten Kilometern über die Landstraße bis ins idyllische Hoffenheim nicken uns am Wegesrand grasende Weidetiere jedenfalls anerkennend zu. So regelmäßig wie wir kommt hier sonst kaum jemand vorbei. Selbst der italienische Eisverkäufer neben der Haupttribüne zeigt Anzeichen von Wiedersehensfreude. Nach dem obligatorischen Stop am Würstchenstand ist eine Portion Eis im Kraichgau seit Jahren Pflicht.Voller Vorfreude und mit vier nagelneuen Stürmern im Kader haben wir uns an diesem sonnigen Samstag auf den Weg gemacht. Allen war klar, dass uns heute ein episches Torfestival erwartet. Schließlich stellten die Gastgeber in der vergangenen Spielzeit den besten Angriff der Liga, und vom OFC mit seiner neuen Offensivpower erwarten wir nicht weniger als vier Treffer pro Spiel.Vier Treffer sollten es dann auch werden, allein deren Verteilung war suboptimal. Die U23 aus Hoffenheim zeigte im ersten Durchgang genau die Angriffslust, die man vom besten Angriff der letzten Saison erwarten durfte. Spätestens in Strafraumnähe gingen den Gastgebern jedoch regelmäßig die Ideen aus. Der OFC beschränkte sich auf sporadische Nadelstiche. Das reichte, um durch einen von Dren Hodja verwandelten Foulelfmeter und einen Treffer von Neuzugang Florian Treske kurz vor dem Pausenpfiff mit 2:0 in Führung zu gehen.Alles wie immer also, denn auch in den beiden vorangegangenen Auftaktspielen in Kassel und Worms führten die Kickers jeweils mit zwei Toren Vorsprung, fuhren aber stets mit einem Unentschieden zurück nach Offenbach.Nun ist Fußball ein Spiel, das strengen Regeln gehorcht. "Wer eins null führt, der stets verliert"...

Von Chinesen und Lyonern

Seit mehr als zwei Wochen bereiten sich die Kickers auf die neue Saison der Regionalliga vor, in die sie am 29. Juli mit einem Gastspiel in Hoffenheim starten.Das Testspiel am heutigen Mittwoch war für mich die erste Gelegenheit, den OFC in seiner Version 2017/18 zu begutachten, hatte ich mir doch zuvor eine kleine Auszeit an den Stränden der Algarve gegönnt. Während ich also entspannt im Liegestuhl das eine oder andere kalte Getränk genoß, schlugen in der Heimat die Wellen der Empörung hoch.Auslöser des Furors war eine Verlautbarung des DFB, dass die U20 der chinesischen Nationalmannschaft in der kommenden Spielzeit eventuell außer Konkurrenz in der Regionalliga mitkicken soll. Das war natürlich extrem ungeschickt formuliert. Hätten die Verbandsherren einfach mitgeteilt, der Nachwuchs aus dem Reich der Mitte würde gut bezahlte Testbegegnungen gegen die jeweils spielfreie Mannschaft bestreiten, wohl niemand hätte sich größer aufgeregt.So aber saugte das Sommerloch die Nachricht begierig auf. Die einen witterten wieder mal den Ausverkauf des Fußballs in seiner Gänze, andere schrieben von Wettbewerbsverzerrung oder ähnlich schlimmen Dingen. Kurzum, das Abendland stand kurz vor dem Untergang.Mit feinem Gespür für die Stimme des Volkes sagte der SV Waldhof seine Tests gegen die Chinesen ab und kündigte an, statt dessen gegen den FK Pirmasens zu spielen, der seinerseits die Ungerechtigkeit der Welt beklagte. Nun ist es zweifellos bitter, als Tabellenvierzehnter abzusteigen, zumal auch ein zeitigerer Konkurs von Hessen Kassel die Südwestpfälzer gerettet hätte. Das aber hat mit der eigentlichen Thematik wenig bis nichts mehr zu tun. Schließlich will Pirmasens ja nicht außer Konkurrenz in der Regionalliga antreten.Rot-Weiß Oberhausen bemühte Glückskekse, tanzende Drachen, Konfuzius und die Luftverschmutzung in China, selbst die arme Helene Fischer musste herhalten, um der Empörung Ausdruck zu verleihen. Mal abgesehen davon, dass diese nationalen Stereotypen etwa so originell sind, wie Lederhosen und der Hitlergruß zur Charakterisierung der Deutschen,...

Mein liebes, liebes Geld!

Weltweit erzielte kein Verein in den letzten sieben Jahren höhere Transfererlöse als Benfica. Da liegt die Vermutung nahe, dass die Vereinsbosse im Estádio da Luz längst einen Geldspeicher errichtet haben, an dem Dagobert Duck seine Freude hätte. Ganz so einfach ist die Rechnung aber leider nicht, denn die Einnahmen aus Spielerverkäufen sind für den Rekordmeister aus Portugal überlebenswichtig.Keine Frage, die Transferbilanz der Adler in diesem Jahrzehnt ist beeindruckend. Junge Talente in Osteuropa oder Südamerika rechtzeitig scouten und dann zu Topspielern ausbilden. Mit dieser einfachen Formel lässt sich das Erfolgsrezept von Präsident Luís Filipe Vieira zusammenfassen, der seit 2003 im Amt ist.In dieser Woche ließ sich Manchester City die Verpflichtung des 23-jährigen Torhüters Ederson Moraes 40 Millionen Euro kosten. Ederson spielte bereits in der U17 von Benfica und wurde vor zwei Jahren für 500.000 Euro endgültig nach Lissabon geholt. Obwohl die Adler nur 50 Prozent der Rechte halten, beschert dieser Transfer dem Verein einen Reinerlös von 19,5 Millionen.Alles in allem verzeichnet Benfica seit der Saison 2010/11 Transfererlöse von 617 Millionen Euro. Dem standen Ausgaben von "nur" 262 Millionen gegenüber. Der FC Chelsea (533 Millionen), Atlético Madrid (505) sowie der FC Porto (478) folgen mit weitem Abstand.Die Namen der abgegebenen Spieler lesen sich wie ein kleines Who-is-Who des Weltfußballs. Hätte Benfica sich die Dienste all dieser Akteure langfristig sichern können, der portugiesische Meister wäre ein chronischer Kandidat für den Gewinn der Champions League.Bereits 2010/11 kassierten die Adler insgesamt 86 Millionen, unter anderem für Angel di María (Real Madrid, 33 Millionen), David Luiz (FC Chelsea, 25) und Ramires (FC Chelsea, 22). Im Jahr darauf ging Fábio Coentrão für 30 Millionen zu Real Madrid, Roberto für 8,6 Millionen zu Real Saragossa. Es folgten 2012/13 Axel Witsel (Zenit St. Petersburg, 40) sowie Javi García (Manchester City, 20), Nemanja Matić wechselte 2013/14 für 25 Millionen zum...

Harry, wir brauchen den Wagen

Achtzehn Gastspiele in der Fremde warten in der neuen Saison auf alle Anhänger der Offenbacher Kickers, die den Verein ihres Herzens nicht nur im heimischen Sparda-Bank-Hessen-Stadion anfeuern möchten.Wer stets am Bieberer Berg startet, muss für Hin- und Rückwege 5.404 Kilometer Asphalt unter die Räder bringen. Das ist weiter als eine Autofahrt nach Athen, doch wer will schon an die Akropolis, wenn der OFC nicht dort spielt?Der kürzeste Weg führt in der Spielzeit 2017/18 über die Kaiserleibrücke. Die acht Kilometer bis zum Bornheimer Hang bewältigen motivierte Schlachtenbummler notfalls zu Fuß. Eine Option, die für das Gastspiel in Ulm eher nicht in Betracht kommt, trennen doch 299 Kilometer das Donaustadion von Biebers Höhen.In zwei Spielstätten treten die Kickers gleich zweimal an. Denn im Völklinger Hermann-Neuberger-Stadion tragen sowohl Aufsteiger Röchling Völklingen als auch der 1. FC Saarbrücken ihre Heimspiele aus, das GAZi-Stadion wird von den Stuttgarter Kickers und der U23 des VfB Stuttgart genutzt.Abzuwarten bleibt, ob die Aufsteiger Eintracht Stadtallendorf und TSV Schott Mainz ihre Begegnungen gegen die Kickers im heimischen Stadion austragen können. Ein Blick auf die beiden Sportplätze lässt jedenfalls leise Zweifel aufkommen.Wer den OFC mit dem eigenen Auto zu allen Auswärtsspielen begleitet, hat am Saisonende in jedem Fall 562 Euro weniger auf dem Konto, denn so viel kostet alleine das Benzin. Für diesen Betrag kann man auf dem Bieberer Berg 148 Äppler trinken, das sind durstlöschende acht Schobbe pro Heimspiel.Am Ende ist es also eine Frage der persönlichen Präferenzen, ob man den Kickers einmal quer durchs Abenteuerland der Regionalliga Südwest folgt, oder aber einen gepflegten achtzehnfachen Rausch bevorzugt.GegnerStadionKilometer*Benzinkosten**FSV FrankfurtStadion am Bornheimer Hang81,66 €TSV Schott MainzOtto-Schott-Sportzentrum5511,44 €FSV Mainz 05Stadion am Bruchweg5912,27 €Wormatia WormsEWR Arena8116,85 €SV Waldhof MannheimCarl-Benz-Stadion9118,93 €FC-Astoria WalldorfFC-Astoria Stadion10722,26 €Eintracht StadtallendorfHerrenwaldstadion10822,46 €TSV SteinbachSIBRE-Sportzentrum11123,09 €1899 HoffenheimDietmar-Hopp-Stadion12325,58 €TuS KoblenzStadion Oberwerth12926,83...